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Nach Gefäß-OP: Helmut Schmidt raucht nicht mehr - seit zehn Tagen

Nikotinpflaster statt Fluppe: Helmut Schmidt soll nicht mehr rauchen - und das bereits seit mehreren Tagen. Offenbar bewogen zwei Klinikaufenthalte samt Bein-OP den 96-jährigen Fan von Mentholzigaretten zum Entzug. 

Altkanzler Helmut Schmidt soll seit zehn Tagen nicht mehr geraucht haben

Glimsstängel adé: Altkanzler Helmut Schmidt soll seit zehn Tagen nicht mehr geraucht haben

Einladungen in TV-Sendungen nahm er generell nur an, wenn er während der Aufzeichnung rauchen durfte. Als die EU vor Jahren in einer neuen Tabak-Richtlinie beschloss, Mentholzigaretten ab 2020 zu verbieten, soll er sich vorsorglich hunderte Stangen der Glimmstängel mit Geschmack besorgt und gehortet haben. Jetzt, nach angeblich fast 80 Jahren als Raucher, hat Altkanzler Helmut Schmidt mehreren Medienberichten zufolge aufgehört - und das bereits seit zehn Tagen. 

Offenbar haben den 96-Jährigen zwei Krankenhausaufenthalte binnen weniger Wochen dazu bewogen, das Rauchen künftig zu unterlassen. Nachdem Schmidt bereits Anfang August wegen Dehydrierung in einem Hamburger Krankenhaus behandelt werden musste, dieses aber schnell wieder verlassen durfte, kam er Mitte vergangener Woche erneut in die Klinik. Diesmal war die Lage ernster.

Bein-OP als Auslöser des Rauchentzugs?

So musste Schmidt von Herzspezialisten der Asklepsios-Klinik Hamburg St. Georg wegen eines verschlossenen Blutgefäßes im Bein, umgangssprachlich als Raucherbein bezeichnet, operiert werden. Der Eingriff, bei dem die Verstopfung per Katheder entfernt wurde, verlief problemlos. Und auch Schmidts Gesundheitszustand verbesserte sich schnell, so dass er am Montag dieser Woche von der Intensiv- auf eine Normalstation verlegt werden konnte.

Wie unter anderem die "Hamburger Morgenpost" berichtet, soll Schmidt jedoch bereits seit dem Tag der zweiten Krankenhauseinweisung  Anfang September keinen Glimmstängel mehr angefasst haben. Er habe auch nicht nach Zigaretten gefragt, wird der zuständige Herzspezialist Professor Karl-Heinz Kuck in dem Bericht zitiert. Dem als passionierten Raucher ganz sicher zusetzenden Entzug wirkt Schmidt demnach mit Nikotinpflastern entgegen.

Schmidt rauchte nur einmal im Leben nicht

Schmidt war es vermutlich als einzigem Gast von TV-Anstalten erlaubt, vor laufender Kamera zu rauchen - zuletzt in einem großen Interview mit Sandra Maischberger zu sehen. Wohl niemand zweifelte daran, dass Schmidt sein "Hobby" jemals aufgeben würde. Zumal der Altkanzler 2011 nach einem ähnlichen, aber nicht ganz so dramatischen Eingriff wie in vergangener Woche munter weiterqualmte.

Schmidt selbst soll laut "Hamburger Morgenpost" einmal gesagt haben, dass er in seinem Leben lediglich eine Zeit lang nicht geraucht habe: nach dem Krieg. Damals habe er seine Rauchermarken aus purem Hunger gegen Kartoffeln eingetauscht.

Schmidt selbst geht es nach seiner Operation offensichtlich wieder besser. Die Klinik darf er dem Bericht zufolge aber noch nicht verlassen. 

mod