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Hitze macht erfinderisch: Männer dürfen nicht in Shorts zur Arbeit - da haben sich einige was einfallen lassen

Auch Männer wollen es bei hohen Temperaturen auf der Arbeit bequem haben. Weil Frauen im Rock und im Kleid ins Büro dürfen, fühlen sich einige Franzosen diskriminiert - und eifern einfach den Damen nach.

Es ist heiß im Bus - und die Fahrerinnen und Fahrer müssen täglich mehrere Stunden in ihren Wagen ausharren

Es ist heiß im Bus - und die Fahrerinnen und Fahrer müssen täglich mehrere Stunden in ihren Wagen ausharren

Während Frauen im Sommer in Tanktop und kurzen Röcken oder Kleidern im Büro erscheinen dürfen, müssen häufig schwitzen. In ärmellosen Muskel-Shirts und Shorts sieht man Herren jedenfalls in den wenigsten Berufen. Laut Dresscode müssen Männer häufig Hemd und vor allem lange Hosen tragen. Doch gerade leiden darunter viele: In vielen Regionen ist es aktuell über 30 Grad heiß - nicht nur in Deutschland.


In Frankreich wollen auch die männlichen Busfahrer in Shorts arbeiten, wenn die Temperaturen steigen. Seit Jahren schon kämpfen sie dafür, wie ihre Kolleginnen zumindest die Unterschenkel an die Luft lassen zu dürfen. Doch die Geschäftsführung lehnt das bislang ab. In Nantes haben sich die Fahrer des französischen Transportunternehmens Semitan nun gewehrt. Wie das französische Portal france bleu berichtet, haben die Fahrer einen Protesttag eingelegt, an dem sie einfach im Rock zur Arbeit erschienen sind - wie die Fahrerinnen eben auch.

"Bei einer Hitzewelle erreichen wir Temperaturen nahe 50 Grad hinter unseren Windschutzscheiben", zitiert "France Bleu" Gabriel Magner vom französischer demokratischen Gewerkschaftsbund. "Und da wir keine Klimaanlage in unserem Bus haben, ist es unerträglich. Es ist eine Form der Diskriminierung." 

Twitterer kommt im Kleid zur Arbeit

Ähnlich war es einem Twitterer ergangen, der sich Joey nennt. Er postete Anfang der Woche ein Foto von sich in schickem Hemd, zu dem er trägt, die oberhalb seiner Knie enden. "Wenn Frauen Kleider und Röcke zur Arbeit tragen dürfen, kann ich dann solche Shorts tragen?", fragt er. Die Antwort gibt er nur eine halbe Stunde später selbst: "Nö. Wurde gerade nach Hause geschickt".

Zu Hause zieht er sich um - und fährt in einem Kleid zurück ins Büro. "Sieht das besser aus?", fragt er seine Follower zu einem Foto von sich im schwarz-pinkfarbenen Dress.


Joey hat gewonnen: Im Kleid darf er tatsächlich im Büro bleiben und weiterarbeiten - mit einem kurzen Umweg über das Büro seines Chefs, wie Twitter erfährt. 

Knapp zwei Stunden später teilt Joey dann eine E-Mail der Chefetage mit seinen Followern. Darin heißt es: "Wegen der extrem hohen Temperaturen sind wir übereingekommen, dass die Herren im Büro Dreiviertel-Hosen tragen dürfen. Diese dürfen ausschließlich schwarz, dunkelblau oder beige sein." Joey hat seinen Vorgesetzten mit seiner Aktion also zumindest die Augen geöffnet. 

"Ein Teilsieg?", fragt er sich. Das Netz ist sich einig: jawoll. "Dieser Typ hat das Internet gewonnen", urteilt ein Twitterer. Ob Joeys Chef sich schon eine Dreiviertel-Hose in Blau für morgen herausgelegt hat?


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jen
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