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Er drohte mit "unruhigem Haftverlauf" Hoeneß-Erpresser muss länger in Haft als Hoeneß selbst


Der Erpresser von Uli Hoeneß ist zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der Mann muss für drei Jahre und neun Monate hinter Gitter. Damit wird er länger in Haft sein als Hoeneß selbst.

Der Erpresser von Uli Hoeneß ist am Dienstag zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der 51-Jährige hatte gestanden, den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern vor dessen Haftantritt mit einem Drohbrief erpresst und 215.000 Euro verlangt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und drei Monate für den Erpresser gefordert. Verteidiger Martin Heidenreich verwies dagegen auf die schwierige finanzielle und gesundheitliche Situation des Angeklagten, der mehr als 300.000 Euro Schulden hat und an Diabetes leidet. Er hielt eine milde Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten für ausreichend. Sein Mandant habe mit seinem Geständnis Einsicht gezeigt.

Entschuldigung bei der Familie

Hoeneß sitzt wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis. Der Erpresser hatte ihm mit einem "unruhigen Haftverlauf" gedroht.

Der Angeklagte, der bereits in einem Brief um Verzeihung gebeten hatte, entschuldigte sich noch einmal bei Hoeneß und seiner Familie. Er wolle betonen, "dass mir die Tat sehr leidtut und dass ich mein Handeln in dieser Situation, in der ich nicht mehr ein noch aus wusste, zutiefst bereue".

feh/DPA DPA

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