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Der Tag im Ticker: Familien verklagen Facebook auf Milliarden Dollar

Hunderte Spanier erweisen getötetem Victor Barrio letzte Ehre +++ Missbrauchsvideos in Prozess gegen Silvio S. gezeigt +++ Gauck fliegt nach Chile +++ Diese und weitere Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

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Einige Familien werfen dem Online-Netzwerk Facebook vor, der radikal-islamischen Hamas eine Plattform geboten zu haben

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 21.00 Uhr: Götz George wurde in Berlin beigesetzt +++

Gut drei Wochen nach dem Tod des Schauspielers Götz George hat dessen Agentin die zunächst geheim gehaltene Grabstätte des Film- und Fernsehstars verraten. "Götz George wurde in seiner Heimatstadt Berlin auf dem Friedhof Zehlendorf im George-Familiengrab beigesetzt - die Trauerfeier fand auf seinen Wunsch im engen Kreis statt", teilte die Agentur Ute Nicolai der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Grab befinde sich ganz in der Nähe des Grabes von Heinrich George (1893-1946), Götz Georges Vater. Einige Medien hatten berichtet, George sei in Hamburg beigesetzt worden.

Der gebürtige Berliner Götz George, den Millionen vor allem in seiner Rolle als Schimanski aus der Krimireihe "Tatort" kannten, starb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. Sein Tod war erst am 26. Juni bekanntgeworden.

+++ 19.10 Uhr: Unbekannter stößt 30-Jährigen von Brücke - schwer verletzt +++

Ein auf der Begrenzungsmauer einer Brücke sitzender Mann ist in Freiburg von einem Unbekannten in die Tiefe gestoßen worden. Der 30-Jährige saß in der Nacht zum Samstag auf der Brüstung einer belebten Brücke in der Innenstadt, teilte die Polizei am Montag mit. Ein Unbekannter gab ihm plötzlich einen Stoß. Der Mann stürzte drei bis fünf Meter in die Tiefe und wurde schwer verletzt. Der Täter flüchtete unerkannt. Sein Motiv ist den Angaben zufolge unklar. Zuvor hatte er sein Opfer nach Zigaretten gefragt. Die Polizei hofft nun auf Zeugen, die sich melden.

+++ 18.29 Uhr: Präsident des Südsudan ordnet sofortige Waffenruhe an +++

Nach erneuten schweren Kämpfen im Südsudan hat Präsident Salva Kiir am Montag eine sofortige Waffenruhe angeordnet. Die Kampfhandlungen sollten um 18.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MESZ) eingestellt werden, sagte Informationsminister Michael Makuei im staatlichen Fernsehen. Alle Kommandeure der Regierungsarmee müssten sich an das Dekret halten, ihre Truppen kontrollieren und die Zivilbevölkerung und deren Eigentum schützen. Der Schutz jeder ethnischen Gruppe müsse gewährleistet werden.

Juba ist seit Freitag Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen Anhängern des Präsidenten Kiir und seines Stellvertreters Riek Machar. Allein am Freitag wurden mehr als 300 Menschen getötet, wie der Informationsminister sagte. Für das Wochenende lagen zunächst keine Opferzahlen vor. Die Gewalt trieb tausende Menschen in die Flucht.

+++ 18.01 Uhr: Familien verklagen Facebook auf eine Milliarde Dollar +++

Familien mehrerer Gewaltopfer des Nahost-Konflikts haben Facebook auf mindestens eine Milliarde Dollar Schadenersatz verklagt. Sie werfen dem Online-Netzwerk vor, der radikal-islamischen Hamas, die sie für die Anschläge verantwortlich machen, wissentlich eine Plattform geboten und die Gewaltakte damit ermöglicht zu haben.

"Einfach gesagt, nutzt Hamas Facebook als Werkzeug für Terrorismus", heißt es an einer Stelle der rund 60-seitigen Klage, die am Sonntag in New York eingereicht wurde. Es klagen fünf Familien mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, die größtenteils in Israel leben. Auch ihre getöteten oder verwundeten Verwandten waren Amerikaner.

Unter den klagenden Hinterbliebenen sind die Eltern eines 16-Jährigen, der im Juni 2014 verschleppt und getötet wurde, sowie die Eltern eines drei Monate alten Mädchens, das im Oktober 2014 ums Leben kam, als ein Attentäter in Jerusalem in eine Menschenmenge fuhr. 

+++ 17.24 Uhr: IS-Anhänger sollen Anschlag in Südafrika geplant haben +++

Zwei der Terrororganisation Islamischer Staat nahestehende Brüder sollen Anschläge auf die US-Botschaft und jüdische Einrichtungen in Südafrika geplant haben. Das Duo wurde am Sonntag von einer Spezialeinheit der südafrikanischen Polizei festgenommen, am Montag wurden sie dem Haftrichter vorgeführt, wie die örtliche Nachrichtenagentur ANA berichtete. Den 23 Jahre alten Zwillingsbrüdern wird demnach unter anderem die Planung von Anschlägen in Johannesburg vorgeworfen. Sie hätten Tod und Zerstörung verbreiten wollen. Der Fall wurde zunächst auf 19. Juli verschoben.

+++ 16.37 Uhr: SEK stürmt Kanzlei in Stuttgart - zwei Männer tot entdeckt +++

Ein Großeinsatz der Polizei in Stuttgart ist nach mehreren Stunden von einem Sondereinsatzkommando beendet worden. Die Spezialkräfte drangen laut Polizei am späten Montagnachmittag in ein Gebäude im Osten der Stadt ein, in dem sich eine Anwaltskanzlei befindet. Im Keller entdeckten die Beamten demnach die Leichen von zwei Männern, die offensichtlich erschossen wurden.


Die Identität der Männer war zunächst noch unklar. Eine Zeugin hatte zuvor beobachtet, wie ein Mann gegen 13.00 Uhr mit einer Schusswaffe in der Hand in das Haus ging. Sie flüchtete daraufhin zu einer Nachbarin und alarmierte von dort aus die Polizei. Danach hatten Beamte stundenlang erfolglos versucht, mit der Kanzlei Kontakt aufzunehmen. Zwischenzeitlich hatte es Spekulationen über eine mögliche Geiselnahme gegeben.

Das zweistöckige Haus liegt in einer gehobenen Wohngegend im Stuttgarter Osten. Das Villenviertel wurde weiträumig abgesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen. Selbst U-Bahn-Stationen wurden dort zeitweise nicht mehr angefahren. Zum Hintergrund des Geschehens lagen zunächst keine Angaben vor.

SEK-Einsatz in Stuttgart

In Stuttgart hat ein bewaffneter Mann einen SEK-Einsatz ausgelöst


+++ 16.02 Uhr: Hunderte Spanier erweisen getötetem Torero letzte Ehre +++

Hunderte Spanier haben dem Torero Víctor Barrio die letzte Ehre erwiesen, der am Wochenende bei einem Stierkampf zu Tode gekommen war. An der Trauerfeier in der mittelspanischen Ortschaft Sepúlveda, wo der 29-Jährige mit seiner Familie gelebt hatte, nahmen auch zahlreiche Stierkämpfer teil. König Felipe VI., Königin Letizia und Ministerpräsident Mariano Rajoy hatten in Botschaften der Familie ihr Beileid ausgesprochen. Barrio hatte am Samstag bei einem Stierkampf in Teruel in Ostspanien tödliche Verletzungen erlitten. Er war der erste Torero seit mehreren Jahrzehnten, der in Spanien in einer Arena getötet wurde. Ein Stier hatte ihm mit einem Hornstoß einen Lungenflügel und die Herzschlagader zerrissen. Der Sarg mit dem Leichnam des Toreros wurde am Sonntag nach Sepúlveda (nördlich von Madrid) gebracht und dort aufgebahrt, damit Angehörige und Freunde von Barrio Abschied nehmen konnten. Die Witwe des Stierkämpfers, Raquel Sanz, schrieb bei Twitter: "Wir hatten immer von einem großen Erfolg in (der Madrider Stierkampfarena) Las Ventas geträumt. Es sollte nicht sein. Das Leben ist ungerecht."


+++ 15.35 Uhr: USA schicken 560 zusätzliche Soldaten in den Irak +++

Die USA schicken 560 zusätzliche Soldaten in den Irak, um den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu verstärken. Das sagte Verteidigungsminister Ashton Carter nach Angaben des Pentagon in Bagdad. Die Soldaten sollen an einem Luftwaffenstützpunkt stationiert werden, den die irakische Armee am Samstag zurückerobert hat. Er gilt als strategisch wichtig für das 50 Kilometer entfernte Mossul, eine Hochburg des IS. Der Fliegerhorst soll zu einer Basis für den Sturm auf Mossul werden. Die radikalislamische Miliz steht im Irak wie auch in Syrien an mehreren Fronten unter immensem Druck. Insgesamt sind damit offiziell gut 4600 US-Soldaten im Irak. Die "Washington Post" schätzt, dass ihre Zahl einschließlich so genannter Militärberater näher an 6000 liegt. Die neu entsandten Soldaten sollen die irakischen Kräfte nach US-Angaben vor allem logistisch und strategisch unterstützen. Carter sagte, sie brächten wichtige Unterstützung in einem entscheidenden Moment des Kampfes.

+++ 14.24 Uhr: Ukraine und Kanada unterzeichnen Freihandelsabkommen +++

 Kanada und die Ukraine stärken ihre Wirtschaftsbeziehungen mit einem Freihandelsabkommen. Im Beisein von Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau und Präsident Petro Poroschenko unterzeichneten ranghohe Beamte am Montag in Kiew die Vereinbarung. Damit werde die Position der Ukraine gestärkt, sagte Poroschenko. "Das sind neue Möglichkeiten für die Erweiterung der Warenabsatzmärkte und transparente Handelsbedingungen", sagte er. Trudeau betonte, das Abkommen schaffe Arbeitsplätze, neue Märkte und verbessere den Lebensstandard. 

+++ 14.15 Uhr: Kinder über Bahngleise gelotst - Lehrerinnen in Österreich entlassen +++

Ein in Österreich heftig diskutierter Klassenausflug hat nun für Wiener Lehrerinnen Konsequenzen: Die Pädagoginnen hatten im Juni 83 Kinder bei geschlossener Schranke über Bahngleise im niederösterreichischen Leobendorf gelotst. Die Gruppe sei spät dran gewesen, und sie wollten ihren Zug nicht verpassen, rechtfertigten sich die Frauen. Nur wenige Sekunden nach dem letzten Kind passierte laut Augenzeugenberichten ein Regionalzug die Stelle. Die Kinder waren zwischen sechs und zehn Jahre alt. Drei Lehrerinnen wurde nun wegen "schwerwiegender Dienstpflichtverletzungen" die Entlassung angekündigt, wie der Wiener Stadtschulrat am Montag mitteilte. Gegen eine weitere Frau wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

+++ 13.45 Uhr: US-Präsident Obama wird bei Trauerfeier für fünf Polizisten in Dallas sprechen +++

Im Bemühen um eine Einigung des Landes wird US-Präsident Barack Obama an der Trauerfeier für die fünf in Dallas getöteten Polizisten teilnehmen. Obama, der seine Europa-Reise abkürzt, will am Dienstag zudem Angehörige der von einem Heckenschützen verletzten und getöteten Beamten treffen. Derweil sorgte ein weiterer Todesfall für Aufsehen, bei dem Polizisten im texanischen Houston am Samstag einen Afroamerikaner niederschossen. Obama folge einer Einladung des Bürgermeisters von Dallas, Mike Rawlings, und werde bei einer ökumenischen Feier das Wort ergreifen, erklärte Präsidentensprecher Josh Earnest am Sonntag in Washington. Ebenfalls teilnehmen wollen Vize-Präsident Joe Biden und der frühere Präsident und ehemalige Gouverneur von Texas, George W. Bush.


+++ 13.23 Uhr: Andrea Leadsom will nicht Camerons Nachfolgerin werden +++

Die britische Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom will nicht zur Wahl um die Nachfolge von Premierminister David Cameron antreten. Das kündigte die Abgeordnete am Montag an. Damit wäre der Weg für Innenministerin Theresa May frei.  

+++ 13.06 Uhr: Tschechische Polizei rettet 31 Flüchtlinge aus Transporter +++

Die tschechische Polizei hat 31 Flüchtlinge aus einem völlig überfüllten Kleintransporter befreit. Das Fahrzeug mit britischem Kennzeichen war auf der Autobahn E50 westlich von Pilsen (Plzen) unterwegs in Richtung Bayern. Die vier Familien aus dem Irak hätten keine gültigen Papiere gehabt und seien auf eine Polizeistation gebracht worden, teilte eine Behördensprecherin mit. Der Fahrer wurde wegen mutmaßlicher Einschleusung von Ausländern festgenommen. Erst im April hatte es in der Region einen ähnlichen Fall gegeben. Damals waren 26 Männer, Frauen und Kinder aus Afghanistan in einem Lieferwagen zusammengepfercht.

+++ 13.04 Uhr: Missbrauchsvideos in Prozess gegen Silvio S. gezeigt +++

Im Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Silvio S. sind Videos vom Missbrauch des vierjährigen Mohamed kurz vor seinem gewaltsamen Tod gezeigt worden. Der Laptop-Bildschirm mit den Aufnahmen, die vom Handy des Angeklagten stammen, war nur für die unmittelbaren Prozessbeteiligten sichtbar. Zu hören waren Atmen, Schnaufen, leises Flüstern und einzelne schwer verständliche Satzfetzen. Einer der Fetzen lässt sich nach Einschätzung des Vorsitzenden Richters Theodor Horstkötter als "Da haben wir den Kleinen. Lias nenn' ich ihn mal" deuten. Dem Angeklagten wird auch der Mord an dem sechsjährigen Elias aus Potsdam vorgeworfen. Der 33 Jahre alte Silvio S. schien sich zeitweise die Ohren zuzuhalten, sein Kopf war mit häufig geschlossenen Augen auf die Tischplatte gerichtet. Die Anklage wirft ihm die Entführung und Ermordung des Berliner Flüchtlingskindes Mohamed und von Elias vor. Im Prozess verweigert Silvio S. bisher die Aussage. Er hat aber bei der Polizei ein Geständnis abgelegt. Das Urteil des Landgerichts Potsdam wird Ende Juli erwartet.

+++ 12.20 Uhr: Schweizer Bergsteiger Norbert Joos in den Tod gestürzt  +++

Der Schweizer Bergsteiger und Bergführer Norbert "Noppa" Joos ist tot. Der 55-Jährige stürzte am Sonntag im Engadin am Piz Bernina 160 Meter in die Tiefe, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA am Montag berichtete. Zwei Gäste von Joos - eine 56-jährige Frau und ein 58-jähriger Mann aus Italien - erlitten nach Polizeiangaben schwere Verletzungen. Sie wurden mit einem Rettungshubschrauber in das Kantonskrankenhaus von Graubünden nach Chur gebracht. Die Dreierseilschaft befand sich auf dem Spallagrat, beim Abstieg vom 4049 Meter hohen Piz Bernina. Laut SDA rutschte ersten Erkenntnissen zufolge eine Person auf einer Höhe von 3900 Metern aus und riss die beiden anderen mit sich in die Tiefe. Wer genau ausrutschte sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher.

+++ 12.13 Uhr: Verhaltenes Interesse an Kaufprämie für Elektroautos +++

Das Interesse an der Kaufprämie für Elektroautos bleibt verhalten. Seit dem Start des Verfahrens zu Monatsbeginn (2. Juli) sind beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 718 entsprechende Anträge ein, wie die Behörde am Montag in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Aufgeschlüsselt nach Herstellern liegt BMW mit 225 Anträgen vorne. Es folgen Renault (195), Volkswagen/Audi (73) und Mitsubishi (55). Die Antragszahl entspreche den Erwartungen, erklärte Bafa-Präsident Arnold Wallraff. Mit zehn zusätzlichen Mitarbeitern und einer verbesserten IT-Struktur sei man bestens für die Abwicklung des Programms gerüstet. "Ein 'Elektromobilitätschaos' wird es nicht geben." Bei der Einführung der Abwrackprämie für Altautos im Jahr 2009 war die Behörde von einer Antragsflut überrollt worden. Damals waren innerhalb weniger Tage 150.000 Anträge eingegangen. 

+++ 12.08 Uhr: Haftstrafe für Nürnberger Heckenschütze ist rechtskräftig +++

Wahllos hatte ein Rechtsanwalt in Nürnberg auf Autos geschossen - seine Verurteilung zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis ist nun rechtskräftig. Die Revision des Angeklagten wurde ohne Begründung verworfen, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am Montag in Karlsruhe mitteilte. Der Mann hatte 2014 von seiner Wohnung aus mit einem Jagdgewehr auf Autos auf einer Nürnberger Schnellstraße geschossen. Fahrzeuge hatte er dabei mehrfach getroffen, allerdings niemanden verletzt. Die Schüsse gestand der Mann, behauptete dabei jedoch, dass es sich lediglich um Übungsschüsse gehandelt habe. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte dies als versuchten Mord eingestuft. Daran hatte der erste Strafsenat des BGH nichts zu beanstanden

+++ 11.38 Uhr: Eiffelturm bleibt nach Krawallen bei EM-Finale geschlossen +++

Der Eiffelturm in Paris bleibt nach den Krawallen am Rande des EM-Finales vorerst geschlossen. Der Betreiber teilte am Montag mit, Besuche seien den gesamten Tag nicht möglich. Als Grund wurde die Sicherheitslage genannt. Am Sonntagabend war es am Rande der Partie zwischen Frankreich und Portugal zu Ausschreitungen nahe der Fanmeile beim Eiffelturm gekommen.
Nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur wurden rund 40 Randalierer festgenommen. Die meisten von ihnen hatten vergeblich versucht, auf die volle Fanmeile zu kommen. Sie setzten Mülleimer, Motorroller und ein Auto in Brand und bewarfen Polizisten mit Flaschen. Die Fanmeile musste bereits zwei Stunden vor dem Spiel geschlossen werden, weil sie mit über 90.000 Zuschauern zum Bersten voll war. Normalerweise besuchen bis zu 20.000 Touristen am Tag den Eiffelturm.


+++ 10.52 Uhr: Dutzende Tote bei Kämpfen um syrische Stadt Aleppo +++

Bei Rebellenangriffen in der syrischen Stadt Aleppo wurden mindestens 34 Zivilisten getötet und 200 weitere verletzt, wie Aktivisten mitteilen. Seit dem Wochenende liefern sich demnach Regierungstruppen und islamistische Rebellen Kämpfe um eine wichtige Zufahrtstraße in die Stadt. Dabei wurden mindestens 29 Rebellen getötet.

Bei der Straße handelt sich um den letzte Weg, auf dem Nachschub in den von den Rebellen gehaltenen Osten transportiert werden kann. Doch nicht nur Kämpfer sind abgeschnitten, auch zehntausende Zivilisten in diesem Teil der Stadt. Der "Spiegel" schreibt von zwischen 100.000 und 200.000 Menschen, die such in diesem Stadtteil aufhalten, und bezieht sich auf Experten.

+++ 10.47 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen sieben weitere Verdächtige nach Anschlag von Istanbul +++

Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf dem Istanbuler Atatürk-Flughafen mit 47 Toten haben die türkischen Behörden Ermittlungsverfahren gegen sieben weitere Verdächtige eingeleitet. Ein Gericht in Istanbul habe am Sonntagabend die Inhaftierung von sieben ausländischen Verdächtigen angeordnet, berichtete die Nachrichtenagentur Dogan. Insgesamt seien nun gegen 37 Verdächtige Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Nach Angaben von Dogan handelt es sich bei den Verdächtigen um 15 Türken und 22 Ausländer aus dem russischsprachigen Raum in Zentralasien. Die türkische Staatsanwaltschaft bereitet derzeit eine Anklage gegen die Beschuldigten vor. Ihnen werde insbesondere die "Zugehörigkeit zu einer bewaffneten Terrororganisation" und Beihilfe zum Mord vorgeworfen. 

+++ 10.17 Uhr: Wimbledon-Finalistin Kerber Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste +++

Nach ihrem Einzug in das Finale von Wimbledon ist Angelique Kerber nun auch offiziell wieder die Nummer zwei der Tennis-Weltrangliste. Wie aus dem am Montag veröffentlichten Ranking hervorgeht, machte die Kielerin zwei Plätze gut. Kerber verdrängte die spanische French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza sowie die Polin Agnieszka Radwanska und hat nur Serena Williams vor sich. 

Kerber war erstmals in das Endspiel des wichtigsten Tennisturniers der Welt eingezogen, hatte aber am Samstag trotz einer starken Leistung gegen die Amerikanerin Williams verloren. Schon nach ihrem Triumph bei den Australian Open war die 28 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin zwischenzeitlich auf Rang zwei geklettert. Zweitbeste Deutsche ist nun die Bonnerin Annika Beck, die als 38. einen Platz vor Andrea Petkovic aus Darmstadt steht. Die Berlinerin Sabine Lisicki bleibt nach ihrem Drittrunden-Einzug beim Rasenturnier in London auf Rang 81.

+++ 9.15 Uhr: Prozess gegen Silvio S. wird fortgesetzt +++

Der Potsdamer Prozess gegen den mutmaßlichen Kindermörder Silvio S. geht mit Aussagen von Polizisten weiter. Vier Beamte werden im Zeugenstand des Landgerichts erwartet. Sie waren im Fall der getöteten kleinen Jungen Elias und Mohamed mit der Aufnahme von Spuren befasst. Der 33 Jahre alte Angeklagte hat der Anklage zufolge im vergangenen Jahr erst den sechsjährigen Elias aus Potsdam und dann den vierjährigen Berliner Flüchtlingsjungen Mohamed entführt und ermordet.

+++ 9.12 Uhr: Australier biss lebendiger Ratte den Kopf ab +++

Er biss einer lebendigen Ratte den Kopf ab und stellte anschließend das Video der Tat ins Internet - jetzt wurde ein 25-jähriger Australier wegen Tierquälerei verurteilt. Hunderttausende Menschen hatten sich das auf Facebook veröffentlichte Video angeschaut: Darin ist zu sehen, wie Matthew Maloney in einen Raum stürmt, der Ratte bei lebendigem Leib den Kopf abbeißt und diesen dann mit Wodka herunterspült.

Ein Gericht in Brisbane entschied laut einem Bericht des Senders ABC, dass Maloney drei Jahre lang kein Haustier halten darf. Außerdem verurteilte es ihn zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Der als "Mad Matt" bekannte Maloney wies jegliche Kritik von sich. In Facebook-Kommentaren schrieb er, er werde niemals bereuen, was er getan habe.

+++ 8.20 Uhr: "Aerosmith"-Gitarrist Joe Perry bricht während Konzert zusammen +++

Der Gitarrist der US-Rockband "Aerosmith" Joe Perry, 65, ist während eines Konzerts mit seiner Gruppe "Hollywood Vampires" in New York zusammengebrochen. Der Musiker sei nach seinem Kollaps am Sonntagabend (Ortszeit) vorübergehend in ein Krankenhaus gebracht worden, berichten verschiedene US-Medien unter Berufung auf die Polizei. Eine Konzertbesucherin hatte auf Instagram ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie Perry mitten im Song aufhört zu spielen und von der Bühne wankt.

+++ 8.18 Uhr: Taifun "Nepartak": Sechs Tote und acht Vermisste in China +++

Nachdem der Taifun "Nepartak" an der Ostküste Chinas gewütet hat, ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen. Sechs Todesopfer und acht Vermisste wurden im Osten Chinas bislang registriert, wie Staatsmedien berichteten. Nachdem der Wirbelsturm am Freitag in Taiwan gewütet hatte, traf er am Samstag mit stürmischen Böen und heftigen Regenfällen auf Chinas Küstenprovinz Fujian, wo er sich am Sonntag zu einem tropischen Sturm abschwächte. Felder, Dörfer und Stadtgebiete seien überschwemmt, Häuser und Straßen zerstört worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

+++ 8.00 Uhr: Doppelbeben in Ecuador +++

Zwei Erdbeben haben kurz nacheinander den Norden Ecuadors erschüttert. Nach ersten Informationen habe es keine Opfer gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Andes. Die Beben der Stärke 6,2 und 5,9 wurden vom Geologischen Institut (IG) am Sonntagabend (Ortszeit) mit zehn Minuten Zeitunterschied verzeichnet und hatten ihr Epizentrum auf der Insel Muisne im Departement Esmeraldas. Es handele sich um Nachbeben des schweren Erdstoßs der Stärke 7,8 vom 16. April, durch den 670 Menschen umgekommen waren. 

+++ 7.52 Uhr: Gauck besucht Chile +++

Bundespräsident Joachim Gauck wird am Abend zu einem Staatsbesuch in Chile erwartet. Neben bilateralen und internationalen Fragen dürften auch die Verbrechen der deutsch-chilenischen Sekte "Colonia Dignidad" ein Thema sein. In der Siedlung wurden unter Führung des Deutschen Paul Schäfer viele Jahre lang Menschen gequält, missbraucht und gefoltert. Opfer wollen vom chilenischen Staat 100 Millionen Dollar Entschädigung fordern.

+++ 7.49 Uhr: Sonnenflieger zur vorletzten Etappe von Erdumrundung gestartet +++

Der Sonnenflieger "Solar Impulse 2" ist zur vorletzten Etappe seiner Erdumrundung aufgebrochen. Der Abenteurer André Borschberg startete am frühen Morgen im südspanischen Sevilla in Richtung Kairo, wie die Veranstalter auf ihrer Internetseite in einem Live-Video zeigten. Das Ziel der 16. Etappe soll nach 50 Stunden und 30 Minuten erreicht sein.

Die Abenteurer und Wissenschaftler Borschberg und Bertrand Piccard wollen mit ihrem Unternehmen für die Nutzung erneuerbarer Energien werben. Der aus Karbonfasern gebaute Flieger mit einer Spannweite von 72 Metern wird allein von Sonnenenergie angetrieben. Das sonnengetriebene Flugzeug war am 23. Juni nach einer Überquerung des Atlantischen Ozeans in Sevilla gelandet. 

jen/kis / DPA / AFP
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.