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North Carolina: Hurrikan "Dorian" riss vor Wochen drei Kühe aufs Meer hinaus – jetzt wurden sie lebend entdeckt

Damit hätte wohl niemand mehr gerechnet: Drei Kühe von einer Insel in North Carolina, die Anfang September von Hurrikan "Dorian" aufs Meer hinausgerissen wurden, sind wieder aufgetaucht – auf einer anderen Insel.


Kühe in North Carolina (Archivbild)

Kühe in North Carolina (Archivbild): Die von Cedar Island verschwundenen Tiere grasten frei auf etwa 1000 Hektar privatem Land

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Am Atlantik ist noch bis Ende November Hurrikan-Saison. Bereits Anfang September wütete der Wirbelsturm "Dorian" mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen an der Südostküste der USA und auf den Bahamas und richtete gewaltige Schäden an. Mehr als 50 Menschen starben und Tausende Häuser wurden zerstört.

Zu "Dorians" Opfern gehörten auch drei Kühe von der Insel Cedar Island im US-Bundesstaat North Carolina – das hatten ihre Besitzer zumindest angenommen. Die Tiere waren während des Hurrikans von einem "Mini-Tsunami" ins Meer gerissen worden, wie britische und US-Medien berichten. Doch nun sind sie offenbar wieder aufgetaucht – in einem mehrere Kilometer entfernten Nationalpark auf einer anderen Insel.

"Sagenhaft, dass sie es geschafft haben"

Die Kühe seien anscheinend zwischen sechs und acht Kilometer durch eine Meerenge geschwommen und hätten so die Outer Banks, eine schmale Inselkette vor der Küste North Carolinas erreicht, sagte der Sprecher des Nationalparks, B.G. Horvat dem "Charlotte Observer". Woody Hancock, einer der Männer, die sich auf Cedar Island um die Rinder gekümmert hatten, habe sie identifiziert.

Auf den Bahamas wurden bei Evakuierungen für Hurrikan "Dorian" auch viele Hunde zurückgelassen.

Mitarbeiter des Nationalparks hätten die erste Kuh bereits am 7. September, einen Tag nach dem Sturm entdeckt, während die beiden anderen erst drei Wochen später gefunden worden seien, erzählte Horvat der "New York Times". Die Tiere hätten Glück gehabt, dass sie nicht in den Atlantik hinaus getrieben worden seien, wie es bei einigen Wildpferden der Fall gewesen sei. Eine unbekannte Anzahl von Wildpferden von Cedar Island war nach dem Hurrikan tot an den Stränden des Dutzende Meilen entfernten Cape Lookout angeschwemmt worden.

"Es ist sagenhaft, dass sie es geschafft haben", sagte Horvat über die wiederentdeckten Wiederkäuer. "Wenn die Kühe reden könnten, stellen Sie sich die Geschichte vor, die sie Ihnen davon erzählen können, wie sie in diesen Wassermassen überlebt haben", fügte er hinzu. "Das muss unglaublich sein."

Laut "Charlotte Observer" waren die Kühe ebenso wie die Wildpferde Teil einer Gruppe von Tieren, die frei auf etwa 1000 Hektar privatem Land auf Cedar Island grasen und dort unter anderem von Hancock betreut werden. Dieser arbeite jetzt gemeinsam mit anderen an einem Plan für die Rückführung der Rinder.

Quellen: "New York Times""Charlotte Observer", BBC

mad / AFP