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Immer mehr Zuwanderer: Vor allem Polen und Rumänen ziehen nach Deutschland

Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Ausländer nach Deutschland gezogen. Die Zahl stieg um 32.000 (sechs Prozent) auf rund 606.000, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Ausländer nach Deutschland gezogen. Die Zahl stieg um 32.000 (sechs Prozent) auf rund 606.000, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt zogen 2009 etwa 721.000 Menschen nach Deutschland, dies waren ebenfalls sechs Prozent (39.000) mehr als 2008. Mehr als 700.000 Zuzüge waren zuletzt im Jahr 2005 verzeichnet worden. Anfang des Jahrtausends waren es jährlich noch deutlich über 800.000.

2009 kamen die meisten Zuwanderer aus Polen (123.000), Rumänien (56.000), die USA (30.000), die Türkei (30.000) und Bulgarien (29.000). Sie ließen sich vor allem in Nordrhein-Westfalen (146.000), Baden-Württemberg (122.000) und Bayern (122.000) nieder.

Mehr als die Hälfte der zugezogenen Ausländer (58 Prozent) kam aus der EU. Die Zahl der Zuzüge Deutscher stieg um rund 6.000 (sechs Prozent) auf 115.000. Darunter sind rund 3.000 Spätaussiedler ohne ausländische mitreisende Familienangehörige und weitere Deutsche, die zum Beispiel aus dem Ausland zurückkehrten.

Für 2009 wurden 734.000 Fortzüge aus Deutschland verzeichnet, dies waren 4.000 weniger als 2008. Hauptzielländer der Auswanderer waren Polen (123.000), Rumänien (44.000), die Türkei (40.000), die USA (36.000) und die Schweiz (30.000). Die Zahl der fortgezogenen Ausländer stieg um 16.000 auf 579.000), die der Deutschen sank dagegen um rund 20.000 auf 155.000. Unter dem Strich ergab sich für die Bevölkerung ein Minus von 13.000 Personen.

APN / APN