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Integration durch Bildung: Junge Türkischstämmige besser integriert als Elterngeneration

Höhere Schulabschlüsse, bessere Arbeitsmöglichkeiten und ein stärkeres Integrationsbewusstsein: Eine Langzeitstudie zeigt die Entwicklung der Türkischstämmigen in Deutschland auf.

In Deutschland geborene oder aufgewachsene Türkischstämmige sind deutlich besser integriert als die erste Zuwanderergeneration. Sie erreichen höhere Schulabschlüsse, bessere berufliche Positionen und identifizieren sich neben der Türkei auch mit Deutschland. Dies geht aus einer Studie der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung hervor, die am heutigen Mittwoch in Düsseldorf vorgestellte wurde. Die Untersuchung bei Türkischstämmigen in Nordrhein-Westfalen kommt zu dem Schluss, dass der "unreflektierten Rede von gescheiterter Integration" entgegengetreten werden müsse. Besonders bei der schulischen und beruflichen Bildung holten die Nachfahren der ersten türkischstämmigen Zuwanderergeneration auf, erklärte Haci-Halil Uslucant, Leiter des Zentrums für Türkeistudien. "Mehr als die Hälfte erwirbt einen höheren Bildungsabschluss als die Elterngeneration." Schulbildung sei aber auch vom Elternhaus abhängig, fügte Uslucant hinzu. Kinder von Höhergebildeten erreichten eher einen höheren Abschluss als Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern. Dort sei der Anteil ohne berufliche Ausbildung auch in den Nachfolgegenerationen nach wie vor zu hoch.

Weniger Abwanderung, geringe Einbürgerungsbereitschaft

Die Studie ergab zudem, dass immer weniger hochqualifizierte Türkischstämmige zum Wegzug in ihr Ursprungsland neigen. 26 Prozent der Befragten halten sich demnach eine Rückkehroption offen. In der Vergangenheit hatte mehr als ein Drittel der türkischstämmigen Hochschulabsolventen eine mögliche Rückkehr in Umfragen bejaht. Vor allem während der vom Buchautor Thilo Sarrazin ausgelösten Debatte über eine angeblich gescheiterte Integration zeigten sich laut Zentrum für Türkeistudien viele türkischstämmige Akademiker enttäuscht. "Der Abwanderungstrend im großen Stil blieb aber aus", sagte Uslucan. Als bedenklich stuft die Untersuchung allerdings die geringe Einbürgerungsbereitschaft bei türkischstämmigen Migranten ein: Der Studie zufolge wollen sich 81 Prozent der Befragten mit türkischer Staatsangehörigkeit nicht in Deutschland einbürgern lassen. Als Grund nennt die Untersuchung vor allem die im Staatsangehörigkeitsgesetz geforderte Aufgabe der türkischen Staatsangehörigkeit.

Studie wird als Langzeitprojekt fortgeführt

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) kündigte eine Einbürgerungsoffensive im kommenden Jahr an. "Wir brauchen diese Menschen. Wer hier dauerhaft lebt, sollte auch die vollen Bürgerrechte genießen", unterstrich Schneider. Für die Untersuchung wurden im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen gut tausend türkischstämmige Menschen ab dem Alter von 18 Jahren befragt. Die aktuelle Studie ist bereits die zwölfte ihrer Art in NRW seit 1999. Die Untersuchungsreihe im Auftrag des Landesministeriums für Arbeit, Integration und Soziales gilt als wichtiges Langzeitprojekt der NRW-Regierung zur Integration.

mme/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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