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Integration: Sarrazin vergleicht Merkel mit Inquisition

Der Vererbungstheoretiker Thilo Sarrazin hat sich in der "FAZ" bitterlich über die angebliche Kampagne gegen ihn beklagt. Im Ton höchster Selbstgerechtigkeit attackiert er vor allem Merkel und Wulff.

Der nach seinen provokativen Thesen zur Integration von Ausländern aus dem Vorstand der Bundesbank ausgeschiedene Thilo Sarrazin hat zum Jahresende mit seinen Kritikern abgerechnet. In einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb er vom "Hass aus der politischen Klasse und einem Teil der Medien" ihm gegenüber. In der Politik und vielen Medien sei sein Buch "feindlich" aufgenommen worden. Sarrazin konstatierte eine "beispiellose Medienkampagne" mit "verleumderischen Zügen. Er selbst erfahre fast nur Zustimmung für sein Buch. "99 Prozent aller für mich wahrnehmbaren Reaktionen sind positiv."

"Die Bundeskanzlerin eröffnete den Reigen und setzte mein Buch auf den Index, so wie es früher die Heilige Inquisition tat, indem sie erklärte, das Buch sei 'nicht hilfreich' und sie werde es auch nicht lesen", schrieb Sarrazin. "An die Stelle des Scheiterhaufens trat nach ihrer Planung die Verbannung aus der Bundesbank, dazu forderte sie Präsident [Axel] Weber öffentlich auf. Der frisch gewählte Bundespräsident [Christian Wulff] stolperte eilfertig hinterher und bot seine Hilfe bei meiner Entlassung an, ohne vorher den Rechtsrat seiner Beamten einzuholen." Sarrazin weiter: "Mit ein bisschen Michael Kohlhaas im Blut hätte ich eine Staatskrise herbeiführen können."

Buch 1,2 Millionen mal verkauft

Nur kurze Zeit sei er zornig über die Kritiker in Politik und Medien gewesen, die ihn verurteilten, ohne das mittlerweile 1,2 Millionen mal verkaufte Buch "Deutschland schafft sich ab" überhaupt gelesen zu haben. "Stattdessen machte sich Verachtung in mir breit. Diese Verachtung sitzt mittlerweile tief", sagte der frühere SPD- Politiker und Berliner Finanzsenator, gegen den mittlerweile ein Parteiausschluss-Verfahren läuft

lk/dpa / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.