Internationaler Frauentag Gemeinsam kämpfen statt einsam kochen


Bis zur Gleichberechtigung der Frau ist es noch ein langer und steiniger Weg. Frauen werden dieses Ziel nur erreichen, wenn sie den Weg gemeinsam gehen und aufhören, sich Steine in den Weg zu legen.

Am 8. März ist internationaler Frauentag und keiner schert sich darum. Zum ersten Mal fanden sich 1911 Frauen zusammen, die gegen brutale Ausbeutung und Unterdrückung und für Gleichberechtigung und das Wahlrecht kämpften. Damals schufteten sich die Frauen in Fabriken zu Tode, starben im Kindbett und hatten weder Wahlrecht noch Lobby.

Zigtausende Frauen gingen in den letzten Jahrzehnten für ihre Rechte auf die Straße und hatten Erfolg. Heute schafft sich keine Frau mehr in einer Fabrik zu Tode, es stirbt kaum eine an der Geburt und das Wahlrecht haben wir auch. Wir können uns also zurücklehnen und brauchen nicht mehr zu demonstrieren. Heute verstopfen in Deutschland keine wütenden weiblichen Demonstranten die Straßen und Plätze. Haben wir wirklich alles erreicht, wofür unsere Geschlechtsgenossinnen sich so vehement eingesetzt haben?

Typische Perfektion

Die Fakten sprechen dagegen. Weniger Einkommen, weniger Karrierechancen, weniger Rente - von Gleichberechtigung keine Spur. Aber das scheint die Frauen nicht mehr zu kümmern. Anstatt die männlichen Karriereregeln zu durchbrechen und eigene, weibliche Spielregeln zu kreieren, richtet sich die weibliche Kampfkraft in selbst zerstörerischer Weise gegen das eigene Geschlecht. Und das in typischer Perfektion.

Nach einer Studie stolpern weibliche Manager bei ihrer Karriere vor allem über fehlende gesellschaftliche Unterstützung. Kaum vorhandene staatliche Hilfe beim Elternurlaub und bei der Kinderbetreuung sind die größten Steine beim harten Karriereaufstieg. Anstatt sich solidarisch zusammen zu tun und gemeinsam die Steine aus dem Weg zu räumen, schmeißen Frauen lieber noch weitere dazu. Sie verteufeln die mutigen Gipfelstürmerinnen, die ihre Lebenserfüllung nicht den ganzen Tag auf dem Spielplatz und hinterm Herd sehen, sondern die wenigen Kindergärten und Babygläschen zu Hilfe nehmen.

<zwit>"Hälfte vom Kuchen" Während des Dritten Reichs wurde der Weltfrauentag abgeschafft, da die modernen, eigenständigen Frauen nicht den damals propagierten Idealen einer mütterlichen Hausfrau entsprachen. Es ist endlich an der Zeit, dieses Unkraut aus den Köpfen zu vernichten.

Es geht, Frauen können ihre Hälfte vom Kuchen bekommen. Sie müssen nur dafür kämpfen - gemeinsam!


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