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Jahresrückblick

Nächstenliebe: Jeder kann ein Held sein – das haben diese Menschen bewiesen

Was kann ein Einzelner schon bewegen? Mehr als viele denken. Hier sind Geschichten von Menschen, die uns 2018 gezeigt haben, wie man auch mit kleinen Taten die Welt besser machen kann.

Zwei junge Männer tragen ihren Vater

Aufgefangen: Giuseppe Melina (M.) bekam seinen Lebenstraum erfüllt, seine Söhne Fabio und Gian-Marco richteten ihm eine Eisdiele ein

Superhelden stellt man sich spektakulär vor: Sie haben ein eigenes Logo, ein besonderes Outfit, viel Geld, starke Unterstützer und natürlich auch Superkräfte. Da es Superhelden aber nur in Comics und Filmen gibt, halten wir uns lieber an Menschen, die ganz normale Helden sind. Ohne Superkräfte, dafür mit viel Herz und dem Blick für Menschen mit Problemen.

Auch im Jahr 2018 gab es solche Helden – und es waren mehr als wir manchmal glauben. Sie haben andere ernstgenommen, ihre Zeit und Kraft für sie investiert und ihnen in Notlagen geholfen. Kurz: Sie haben die Welt in diesem Jahr mit kleinen Mitteln ein bisschen besser gemacht.

Der Mann, der Menschen zuhörte

Christoph Busch hat in diesem Jahr einen Kiosk in einem Hamburger U-Bahn-Station eröffnet. Nicht etwa, um dort Getränke, Snacks und Zeitschriften zu verkaufen, sondern um zuzuhören. "Das Ohr" hat er sein so ungewöhnliches wie spannendes Projekt getauft. Seitdem hört sich Busch in seinem Kiosk die Geschichten der Menschen an – die kleinen wie die großen. Oft sind es Menschen, denen sonst niemand zuhört. Aus all den Erzählungen will er nun ein Buch machen.

Christoph Busch sitzt in seinem Zuhör-Kiosk in der U-Bahnhaltestelle Emilienstraße in Hamburg

Die oft unterschätzte Hausfrau

Sarah Kearns steht stellvertretend für viele Frauen (und Männer), die im Hintergrund arbeiten: zu Hause, mit den Kindern, rund um die Uhr, ständig im Chaos und nicht selten am Rande des Wahnsinns. Sie werden selten gesehen, oft wird ihre Arbeit unterschätzt, weil sie nicht im Licht der Öffentlichkeit geschieht und nicht bezahlt wird. Gut, dass Sarahs Ehemann Brad die Leistung seiner Frau in einem herrlich selbstironischen Facebook-Post gewürdigt hat. So bekamen auch diese Helden des (Familien-)Alltags die Anerkennung, die sie verdienen.

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Die Frauen, die armen Menschen eine Dusche ermöglichen

Es ist eigentlich kaum zu glauben: Auch in den wohlhabenden Industrienationen in Europa leben Menschen, für die Grundbedürfnisse wie Essen oder Hygiene Luxus sind. Und Luxusgüter sind nun mal meistens unerschwinglich. Sali Hughes und Jo Jones wollten das nicht akzeptieren. Die beiden Britinnen haben die Organisation "Beauty Banks" gegründet. Dort sammeln sie nach dem Spendenprinzip Hygieneartikel wie Seife, Duschgel oder Zahnbürsten, um armen Menschen zumindest zu einfachsten Hygienemitteln einen Zugang zu gewähren. 

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Sali Hughes und Jo Jones packen Spendenpakete aus

Sali Hughes (l.) und Jo Jones haben Beauty Banks gegründet

Der Junge, der einem Mädchen im Schulbus in einer peinlichen Situation half

Teenager sind oft überfordert von Dingen, die mit dem anderen Geschlecht zu tun haben. Nicht so ein Junge in den USA, dessen Name leider nicht bekannt ist. Als er im Schulbus ein Mädchen sah, das ihre Periode bekommen und deshalb einen Fleck auf der Rückseite ihrer Hose hatte, schenkte er ihr unauffällig seinen Pullover, damit sie den Fleck verdecken konnte. Eine ungewöhnlich souveräne Reaktion – Respekt!

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Zwei Söhne, die ihrem Vater seinen Lebenstraum erfüllten

Als Giuseppe Melina seinen Job verlor, wurde das Leben um ihn herum düster, er bekam eine Depression. Da wusste er noch nicht, dass ausgerechnet in seiner größten Krise sich ein langgehegter Lebenstraum erfüllen würde: eine eigene Eisdiele. Der gebürtige Italiener wollte schon immer Eisverkäufer sein. Seine beiden Söhne machten dem 59-Jährigen dieses neue Projekt möglich. "Papa dreht richtig durch!", berichtete sein Sohn Fabio. Jetzt will sich der Neu-Unternehmer sogar ein Eis auf den Arm tätowieren lassen.

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Menschen, die Jacken an Bäume hängen

Ein seltsames Bild im Winter: In Wien sieht man immer wieder Bäume, an deren Ästen Winterjacken hängen. Dahinter steckt eine Aktion für Obdachlose. Menschen, die eine warme Jacke übrig haben, hängen diese in der Stadt auf, damit sich die bedienen können, die im kalten Winter frieren – und sich eben nicht so einfach eine Jacke leisten können. Ein kleiner Beitrag für den einzelnen Menschen, für Wohnungslose aber kann er die Lebensqualität exponentiell steigern. Oder ihr Leben retten. Die Aktion läuft unter dem Hashtag #sharethelove – mehr muss man eigentlich gar nicht sagen.

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Hally Berry und Chris Pratt - Diese Promis waren früher obdachlos
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?