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Auf ins Neue Jahr: Schluss mit nervigen Jahresrückblicken - lasst uns lieber nach vorne sehen!

Neigt sich ein Jahr dem Ende, kommt man um sie nicht herum: Jahresrückblicke. Doch anstatt das vergangene Jahr in Tausendundeiner TV-Show Revue passieren zu lassen, sollten wir uns lieber auf das kommende freuen - denn 2019 hat einiges in petto.

Silvester vor dem Brandenburger Tor

Es wird Zeit das neue Jahr zu feiern.

DPA

Sie sind überall: Egal ob ich im Netz surfe, ganz klassisch zu Fuß in der realen Welt unterwegs bin oder einfach auf dem Sofa vor dem Fernseher liege - Jahresrückblicke everywhere! Seien es die Momente des Jahres, die Tiere des Jahres, die Pärchen des Jahres oder gar die besten Red Carpet-Looks des Jahres - die Liste lässt sich unendlich fortsetzen. Kurzum: Jahresrückblicke verfolgen mich.

Ich weiß natürlich nicht, wie es Ihnen damit geht, aber meine Jahresrückblick-Toleranz-Schwelle ist erreicht. Eigentlich schon überschritten. Quasi übersprungen. Schuld daran war der (gefühlt) tausendste Jahresrückblick, den ich gestern Abend beim zappen zufällig im TV sah. Dort aufgeführt: die "neuen" Augenbrauen von Julian Nagelsmann, Trainer der TSG Hoffenheim. Aufmerksamen Beobachtern ist nämlich aufgefallen, dass diese etwas dunkler sind als zuvor. In einer Pressekonferenz sagte Nagelsmann dazu, dass er Schlupflider habe und sich ein wenig hübsch machen wollte.

Jahresrückblick? Nein, danke.

Doch wenn es das ist, woran man sich in diesem Jahr zurückerinnert, dann bin ich heilfroh, dass 2019 bereits vor der Tür steht. Deswegen plädiere ich erstens nicht nur für die Abschaffung sämtlicher Jahresrückblicke (die wirklich wichtigen Dinge vergisst man schließlich nicht), sondern zweitens auch für die Anschaffung von Jahresvorblicken. Denn in 2019 kommen einige Highlights auf uns zu, die ich persönlich kaum erwarten kann.

Zu aller erst und vor allem das große Serienfinale von "Game of Thrones". Obwohl die siebte Staffel eine Enttäuschung von mindestens der Größe des Empire State Building war, zähle ich die Tage, bis ich Jon, Daenerys und Co. endlich wiedersehe. Leider ist dieser Höhepunkt gleichzeitig ein Tiefpunkt. Denn: Was fange ich mit meinem Leben an, wenn GoT offiziell und für immer und ewig zu Ende ist?

Bis es soweit ist, und ich mich ernsthaft mit dieser Frage auseinandersetzen muss, werde ich meinen Feierabend mit ein bisschen Rumgezicke, fraglichen Anmachsprüchen und - ganz wichtig - der Suche nach der wahren Liebe verbringen. Die Rede ist, na klar, vom Bachelor. Schon am 2. Januar startet die neue Staffel. Yeeha!

Wer weder GoT-Liebhaber ­(soll es ja auch geben) noch Bachelor-Fan ist, darf sich zumindest auf das anstehende Kinoprogramm freuen. Denn nicht nur Disney bringt mit den Neuverfilmungen von Dumbo, Aladdin und König der Löwen ein paar Knaller auf die Leinwand. Warner Bros. zeigt ab dem 9. Mai einen bekannten Helden der 90er in den deutschen Kinos: Meisterdetektiv Pikachu. Die quietschgelbe Anime-Figur sieht 2019 nicht nur deutlich flauschiger aus als noch vor 20 Jahren - sie kann auch sprechen. In diesem Sinne: Pika Pika!

Auch Musik-technisch wird es im kommenden Jahr aufregend. So wird gemunkelt, dass Schauspieler und Sänger Donald Glover aka. Childish Gambino ein neues Album auf den Markt bringt. Wird auch Zeit, denn das letzte Album, "Awaken, My Love", erschien 2016. Gedämpft wird diese (hoffentlich wahre) Neuigkeit nur von der Tatsache, dass Glover sich offenbar anschließend aus der Musikbranche zurückziehen wird. Bis dahin: sein Meisterwerk "This is America" in Dauerschleife.

Ein weiterer Termin, den ich mir tatsächlich schon im Kalender notiert habe, ist das Erscheinungsdatum der deutschen Fassung von Hanya Yanagihara’s Roman "Das Volk der Bäume". Wirft man einen Blick auf den Klappentext, scheint es sich ähnlich eingehend mit den Abgründen des Menschlichen zu befassen, wie schon zuvor "Ein wenig Leben". Wer letzteres noch nicht gelesen hat, sollte dies dringend nachholen.

Zu guter Letzt gibt es da ein Highlight, auf das ich mich (super, mega, total) freue - es aber nur ungern zugebe: die Geburt von Meghans und Harrys Baby im Frühjahr. Der Grund: Zum einen merke ich, dass ich langsam in ein Alter komme, in dem Babys nicht mehr nur doof, nervig und übelriechend sind. Zum anderen bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Kind perfekt sein wird. Denn, von Meghans Genpool mal abgesehen: Wenn jemand rote Haare tragen kann, dann ja wohl Prinz Harry.

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pawlo