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Jahresrückblick 2011: Die zehn skurrilsten Internetvideos

Tanzende Rentner, singende Obdachlose und diskutierende Kleinkinder: Diese Videos sorgten 2011 für Aufsehen im Internet.

Der Obdachlose mit der perfekten Stimme

Ins Netz gegangen: Der Obdachlose mit der perfekten Stimme

Im Januar 2011 sorgte Ted Williams für Aufsehen: Der obdachlose US-Amerikaner besitzt eine außergewöhnliche Stimme, die so gut klingt, dass er jeden Moderator in den Schatten stellt. Was fehlte, war ein passender Job. Zum Glück wurde sein Internetvideo millionenfach geklickt. Heute ist Williams unter anderem die offizielle Stimme des New-England-Kabelkanals.

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Ein Rentner tanzt durch das Web

Ins Netz gegangen: Ein Rentner tanzt durch das Web

Apaci heißt der Kulttanz aus der Türkei, der im März 2011 nicht nur die Diskotheken des Landes, sondern auch das Internet eroberte. Besonders erfolgreich schwang Hasan Baba die Hüften: Das Video des tanzenden Rentners hatten innerhalb weniger Tage Millionen User angeschaut.

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Zwei Babys reden wie die Großen

Ins Netz gegangen: Zwei Babys reden wie die Großen

Ebenfalls im März 2011 wurden die 18 Monate alten Zwillinge Sam und Ren aus New York zu Stars im Netz. Das Video einer von ihnen angeregt geführten Konversation bereitete nicht nur den Kleinkindern großes Vergnügen, sondern auch Millionen Usern.

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Die tierische Seite einer Frau

Ins Netz gegangen: Die tierische Seite einer Frau

Ob Affe, Hund oder Papagei: Eine 20-jährige US-Studentin kann täuschend echt Tierstimmen imitieren. Das Video, in dem sie eine Kostprobe ihres ungewöhnlichen Talents gibt, mauserte sich im April 2011 zum Hit im Internet.

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Lothar Matthäus rastet im TV-Studio aus

Ins Netz gegangen: Lothar Matthäus rastet im TV-Studio aus

Er ist bekannt für seine bescheidenen Englischkenntnisse. Doch wie es aussieht, wenn Lothar Matthäus in fremder Sprache Mitarbeitern des arabischen TV-Senders al Dschasira seine Meinung sagt, zeigt ein Video, das im Mai 2011 die Internetnutzer amüsierte.

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Möwe dreht Youtube-Hit

Ins Netz gegangen: Möwe dreht Youtube-Hit

Die Geschichte klingt fantastisch: Eine Möwe klaut eine Filmkamera und fliegt mit ihr über die Dächer von Cannes. Das Video begeisterte im Juni 2011 bei Youtube mehr als eine Million Zuschauer. Doch handelte es sich wirklich um einen unglaublichen Zufall oder nur um einen Fake?

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Eine Stadt will nicht sterben

Youtube-Hit: Eine Stadt will nicht sterben

Schlechtes Image? Von wegen! Weil die Zeitschrift "Newsweek" Grand Rapids zu den zehn sterbenden Städten der USA zählte, versammelten sich im Juni 2011 rund 5.000 Einwohner zu einem der ungewöhnlichsten Videodrehs aller Zeiten - und überzeugten mit ihrer Version von "American Pie" nicht nur die Journalisten.

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Greenpeace vs. VW - Die dunkle Seite der Macht

Youtube-Feldzug: Greenpeace vs. VW: Die dunkle Seite der Macht

Mit rund 45 Millionen Klicks gehörte 2011 eine Star-Wars-Persiflage von VW zu den erfolgreichsten Werbeclips im internet. Doch im Juni setzte Greenpeace zum Gegenschlag an: Die Umweltschützer wollten Volkswagen als Klimasünder entlarven - und schlugen den Konzern mit den eigenen Waffen.

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Surferin beinahe von Walen verschluckt

Ins Netz gegangen: Surferin beinahe von Walen verschluckt

Es sind Aufnahmen, die schon beim Anschauen den Atem stocken lassen: Das Video einer Surferin, die vor der kalifornischen Küste fast von zwei aus dem Wasser springenden Walen getroffen wird, sorgte im November 2011 für Millionen Abrufe auf Youtube. Und ist allen Zweifeln zum Trotz tatsächlich echt.

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Das Netz sprüht zurück

Ende November 2011 herrschte Pfeffersprayalarm im Web: Homer Simpson tränen die Augen, die Beatles weinen, selbst Jesus wird nicht verschont. Sie alle werden vom US-Polizisten John Pike mit Reizgas besprüht. Der Beamte hatte friedliche Demonstranten zuvor attackiert. Die Netzgemeinde stellte ihn daraufhin in Tausenden Fotomontagen an den Pranger.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?