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News des Tages: Starkes Erdbeben in Japan - Tsunami-Warnung für Fukushima

Fast eine Million Menschen in Syrien unter Belagerungszustand +++ Shitstorm gegen Twitter wegen Kinderporno-Accounts +++ Mann schleift Frau in Hameln an Leine hinter Auto her +++ Die News des Tages im Überblick. 

Am AKW Fukushima stehen Kräne auf dem Atomreaktor

Ein Erdbeben führte im März 2011 beim AKW Fukushima zum Gau. Nun hat wieder ein Erdbeben die Region erschüttert

Die News des Tages im Überblick.

+++ 22.30 Uhr: Schweres Erdbeben in Fukushima +++

Ein schweres Erdbeben hat die japanische Katastrophenregion Fukushima erschüttert. Das Beben der Stärke 7,3 löste eine Warnung vor einem Tsunami aus. Das berichtete der Fernsehsender NHK am Dienstagmorgen.

Nach Angaben des Atombetreibers Tepco gibt es durch das erneute Erdbeben keine weiteren Schäden an der Atomruine Fukushima. Das berichtete der Fernsehsender NHK am Dienstagmorgen (Ortszeit). Auch sei keine erhöhte Radioaktivität gemessen worden.

Die Region im Nordosten des Landes war im März 2011 von einem schweren Erdbeben und einem Tsunami heimgesucht worden. Dabei starben mehr als 18.000 Menschen. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi war es zu einem Gau gekommen.

+++ 20.38 Uhr: Zwölf geköpfte Leichen in Mexiko entdeckt +++

Die Polizei hat im Süden von Mexiko zwölf geköpfte Leichen entdeckt. Neun Tote wurden nahe der Ortschaft Tixtla im Bundesstaat Guerrero gefunden, wie die örtlichen Sicherheitsbehörden am Montag mitteilten. Drei weitere Opfer wurden in der 180 Kilometer entfernten Ortschaft Teloloapan entdeckt.

"Die Toten wurden bereits identifiziert. Wir wissen, dass diese Verbrechen im Zusammenhang mit dem Kampf krimineller Gruppen um die Kontrolle der Region stehen", sagte der Sprecher der örtlichen Sicherheitsbehörden, Roberto Álvarez Heredia, der Deutschen Presse-Agentur.

Mindestens drei der Opfer waren Anfang des Monats vom Drogenkartell La Familia Michoacana entführt worden. In Guerrero ringen mehrere Verbrechersyndikate um die Vorherrschaft. Mit 1831 Morden seit Jahresbeginn ist Guerrero der zweitgefährlichste Bundesstaat in Mexiko.

+++ 19.13 Uhr: Oralsex in Hamburger S-Bahn +++

Ungewöhgnlicher Einsatz für die Bundespolizei in Hamburg: In einer S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Hamburg-Altona entdeckte eine 14-Jährige eine Frau, die offensichtlich gerade einen Mann oral befriedigte. Die Mutter des Mädchens alarmierte daraufhin die Bundespolizei. Am Bahnhof Altona nahmen Polizisten das Paar in Empfang. Während die 34-jährige Frau einen Atemalkoholtest verweigerte, ergab der Test bei dem 56-jährigen Mann einen Wert von 2,74 Promille. Gegen beide wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Erregung öffentlichen Ärgernisses eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich laut der Pressemitteilung der Bundespolizei bereits am gestrigen Sonntag gegen 18 Uhr.

+++ 19.00 Uhr: Heftige Regenfälle - Bristol überschwemmt +++

Heftige Regenfälle haben zu teils schweren Überschwemmungen im Südwesten Englands geführt. In Bristol standen am Montag Straßen bis zu einem Meter unter Wasser, Autofahrer mussten ihre Wagen aufgeben. Es kamen aber keine Menschen zu Schaden, wie die Rettungskräfte mitteilten. Entspannung ist nicht in Sicht, Meteorologen sagen auch für Dienstag Regenwetter voraus.

+++ 18.18 Uhr: Lufthansa-Piloten streiken am Mittwoch +++

Fluggäste der Lufthansa müssen sich schon wieder auf Flugausfälle einrichten. Die Piloten der Airline haben für diesen Mittwoch (23. November) zum nächsten Streik aufgerufen. Sie wollen den Flugverkehr auf der Lang- und Kurzstrecke der Lufthansa lahmlegen, wie die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) am Montag in Frankfurt ankündigte. Betroffen seien alle Flüge aus Deutschland.

Schon für Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi die Kabinenbeschäftigten der Tochtergesellschaft Eurowings in Hamburg und Düsseldorf zum Streik aufgerufen. Das teilte der Bundesvorstand am Montag in Berlin mit. An beiden Standorten sollen die Beschäftigten von fünf Uhr morgens bis 20 Uhr die Arbeit niederlegen. Dort sind rund 140 Flugbewegungen geplant. 

+++ 17.26 Uhr: ICE kollidiert mit Mülleimer samt Betonfundament - Keine Verletzten +++

Ein ICE der Bahn ist auf dem Weg von München nach Dortmund im Bahnhof von Eislingen/Fils in Baden-Württemberg nur knapp einem Unglück entgangen. Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Zug am Montagmorgen in dem Bahnhof gegen einen Mülleimer samt Betonfundament geprallt. Diesen hatten bislang unbekannte Täter in das Gleisbett gewuchtet. "Die Kollision war eine große Gefahr für den Zug, da er dadurch hätte entgleisen können", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

Obwohl der mehr als 50 Kilogramm schwere Gegenstand an der Front des ICE einen starken Schaden verursachte, konnte der Zug nach einer Prüfung am Mannheimer Bahnhof bis zu seinem Zielbahnhof in Dortmund weiter fahren. Am Bahnsteig entstand durch umherfliegende Betonteile ein Schaden. Verletzt wurde durch den Zusammenstoß sowohl im Zug als auch am Bahnsteig niemand. Die Polizei sucht nun nach den Tätern.

+++ 16.48 Uhr: Wasserwerfer-Opfer von Stuttgart-21-Demo sollen Schmerzensgeld bekommen +++

Mehr als sechs Jahre nach dem rechtswidrigen Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten im Stuttgarter Schlossgarten hat das Land Baden-Württemberg mehreren Opfern Angebote für Schmerzensgeld gemacht. Dem schwer an den Augen verletzten Rentner Dietrich Wagner seien 120.000 Euro angeboten worden, sagte dessen Anwalt am Montag. Wagner ist nach Druckstößen aus einem Wasserwerfer gegen seinen Kopf nahezu erblindet. Ein Foto, wie er am 30. September 2010 gestützt auf Helfer und aus den Augen blutend den Stuttgarter Schlossgarten verlässt, ging um die Welt.   

Die Angebote würden nun geprüft, sagte Rechtsanwalt Frank Ulrich Mann. Sie seien zumindest "diskutabel". Vier weiteren Gegnern des Bahnprojekt Stuttgart 21 wurden nach Informationen der Zeitungen Beträge zwischen mehreren tausend Euro und fünfstelligen Summen angeboten. Alle hatten schwere Verletzungen erlitten, als die Polizei Wasserwerfer gegen Stuttgart-21-Gegner einsetzte. Vor knapp einem Jahr entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart, dass der Polizeieinsatz rechtswidrig war.

+++ 16.43 Uhr: UNO: Fast eine Million Menschen in Syrien unter Belagerungszustand +++

In Syrien leben nach Angaben der UNO inzwischen fast eine Million Menschen im Belagerungszustand. Dies sei ein eklatanter Anstieg, sagte am Montag in New York der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien. Vor sechs Monaten seien es noch weniger als 500.000 Menschen gewesen, deren Städte und Dörfer belagert wurden.

+++ 16.40 Uhr: Visegrad-Gruppe: Umverteilung von Flüchtlingen nicht effektiv +++

Die Visegrad-Länder Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn leisten weiter Widerstand gegen die Umverteilung von Flüchtlingen in der EU. "Wir halten das System nicht für effektiv", sagte Polens Innenminister Mariusz Blaszczak der Nachrichtenagentur PAP zufolge am Montag. Mit seinen Amtskollegen beriet er in Warschau über die Flüchtlingssituation. Die Innenminister kündigten an, mit vereinten Kräften die Zahl der nach Europa kommenden Migranten reduzieren zu wollen. Ein Mittel sei eine effektivere Flüchtlingshilfe vor Ort in Ländern wie Jordanien und im Libanon, hieß es. Deswegen kündigten die Länder an, ihre Hilfe künftig gemeinsam von Polen aus zu koordinieren. Außerdem sprachen sich die Visegrad-Länder für einen stärkeren Schutz der EU-Außengrenzen aus.

+++ 16.38 Uhr: Edeka ruft Quinoa-Packungen zurück - möglicherweise Weizen enthalten +++

Der Lebensmittelriese Edeka hat Packungen mit gepufften Quinoa-Körnern der Marke "Edeka Bio + Vegan" zurückgerufen.
Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich in einzelnen Verpackungen gepuffte Weizenkörner befänden, hieß es am Montag auf dem Verbraucherportal lebensmittelwarnung.de. Damit könne das Allergen Gluten enthalten sein, und die Kennzeichnung sei nicht korrekt. Betroffen seien 125-Gramm-Packungen des Produkts "Quinoa gepufft" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 27.06.2017. Die betroffenen Packungen seien überwiegend in Edeka-Märkten und bei Marktkauf verkauft worden. Kunden können das Produkt umtauschen.

+++ 16.34 Uhr: EU-Kommissionspräsident Juncker begrüßt Merkel-Kandidatur +++

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die erneute Kanzlerkandidatur von CDU-Chefin Angela Merkel begrüßt. "Das sind gute Nachrichten", erklärte der Luxemburger. Juncker und Merkel gehören zur selben Parteienfamilien und gelten trotz gelegentlicher Differenzen seit Jahren als enge Partner. Die EU ist nach dem Schock über die Entscheidung der Briten zum Austritt auf der Suche nach Stabilität und blickt besonders aufmerksam auf Deutschland, das bevölkerungsreichste Mitgliedsland. Juncker hatte erst am 9. November Merkels Flüchtlingspolitik in einer Rede ausdrücklich gelobt und erklärt: "Mir ist ein deutscher Bundeskanzler lieber, der den Populisten nicht nachläuft, sondern der den Populisten dort widerspricht, wo es um fundamentale Werte geht. Und das hat Angela Merkel getan."

+++ 16.33 Uhr: Wohnungsmieter von Dschaber al-Bakr aus Untersuchungshaft entlassen +++

Ein zunächst als Komplize des mutmaßlichen IS-Terroristen Dschaber al-Bakr verdächtiger Mann ist aus der Untersuchungshaft in Dresden entlassen worden. Der Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Montag in Karlsruhe. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs hatte am 18. Oktober einen Haftbefehl gegen den 33 Jahre alte Syrer erlassen. Der Mann stand im Verdacht, dass er Al-Bakr seine Wohnung in Chemnitz überlassen und diesem beim Kauf von Materialien für den Bau von Sprengstoffen im Internet geholfen habe. Al-Bakr war am 12. Oktober erhängt in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Leipzig gefunden worden. Zwei Tage zuvor war der 22-Jährige in Leipzig festgenommen worden. Er soll einen Sprengstoffanschlag geplant haben. Der Suizid hatte ein Debatte über die Unterbringung und Überwachung von inhaftierten Terrorverdächtigen ausgelöst.

+++ 15.57 Uhr: Zweieinhalb Jahre Haft für Holocaust-Leugnerin Haverbeck +++

Das Amtsgericht im niedersächsischen Verden hat die 88-jährige Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft wegen Volksverhetzung verurteilt. Richter Christoph Neelsen folgte damit am Montag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Haverbecks Anwalt hatte auf Freispruch plädiert. Die 88-Jährige hatte in mehreren Beiträgen in der in Verden herausgegebenen Zeitschrift "Stimme des Reiches" den Holocaust geleugnet. Auch am Montag sprach Haverbeck in ihrem Schlusswort von einer "Auschwitz-Lüge" und betonte, das Konzentrationslager Auschwitz sei kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen, wo keine Menschen vergast worden seien. Der Prozess wurde von starken Sicherheitsvorkehrungen begleitet.

+++ 15.37 Uhr: #twittergate: Shitstorm im sozialen Netzwerk - wegen angeblicher Kinderporno-Accounts +++

Hat Twitter Verbreiter von Kinderpornografie geschützt? Diesen Vorwurf diskutieren aktuell viele Nutzer des sozialen Netzwerkes unter dem Hashtag #twittergate. Ein Nutzer soll bis zu 9000 Accounts entdeckt haben, die offen Kinderpornografie über das Netzwerk verbreiteten. Jetzt ist der Nutzer gesperrt worden. Allerdings soll er einige der schlimmen Tweets geteilt haben, um auf sie aufmerksam zu machen - und damit selbst kinderpornografisches Material verbreitet haben. Viele Nutzer fordern nun den Rücktritt von Twitter-Chef Jack Dorsey.

+++ 15.02 Uhr: "Scharia-Polizei": Alle Angeklagten freigesprochen +++

Im Prozess um den Auftritt von Islamisten als "Scharia-Polizei" in Wuppertal hat das Landgericht alle sieben Angeklagten freigesprochen. Nicht einmal die Polizei habe zunächst einen Anfangsverdacht gegen die Männer gesehen, begründete der Vorsitzende Richter die Entscheidung. Eine Verurteilung wäre ein Fehler. Die sieben Männer waren wegen Verstoßes gegen das Uniformverbot angeklagt. Sie sollen im September 2014 in orangefarbenen Warnwesten mit der Aufschrift "Shariah Police" durch Wuppertal patrouilliert sein. Der Auftritt hatte bundesweit für Empörung gesorgt.

+++ 14.43 Uhr: Vier von zehn Deutschen überzeugt: Islam unterwandert unser Land +++

Gut 40 Prozent der Bundesbürger sind der Ansicht, dass Deutschland durch den Islam unterwandert werde. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung ergeben. 28 Prozent stimmten der Aussage zu: "In Deutschland kann man nicht mehr frei seine Meinung äußern, ohne Ärger zu bekommen", wie die Stiftung am Montag in Berlin in einer Studie berichtete. Ebenfalls 28 Prozent bejahten den Satz "Die regierenden Parteien betrügen das Volk".

"Klassische rechtsextreme Einstellungen werden zunehmend durch die modernisierte Variante neurechter Einstellungen abgelöst", fassten die Autoren die Entwicklung zusammen. Dieses "neurechte" Gedankengut transportiere nationalistisch-völkische Ideologien "in subtilerer Form und im intellektuelleren Gewand". 

Das Thema Flüchtlinge stehe exemplarisch für die "Gespaltenheit der Gesellschaft in eine Mehrheit, die Weltoffenheit, Toleranz und Gleichwertigkeit will, und jene nicht ganz kleine und laute Minderheit, die Abschottung, nationale Rückbesinnung und Ungleichwertigkeit fordert".

+++ 13.59 Uhr: Attentäter reißt 27 Menschen in Kabuler Moschee in den Tod +++

Bei einem Selbstmordanschlag in einer schiitischen Moschee in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 27 Menschen getötet worden. Zudem seien 35 Menschen bei der heftigen Explosion in der Bakir-al-Olum-Moschee verletzt worden, sagte der Polizeivertreter Fridon Obaidi. Der Anschlag wurde während einer religiösen Zeremonie zu Arbain verübt, das 40 Tage nach dem schiitischen Aschura-Fest gefeiert wird.

+++ 13.20 Uhr: SPD will Kanzlerkandidaten Ende Januar bestimmen +++

Die SPD will Ende Januar entscheiden, wer als Kanzlerkandidat gegen Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel ins Rennen geht. Die K-Frage soll dann abschließend auf einer Vorstandsklausur geklärt werden. Darauf verständigte sich am Montag die SPD-Spitze einstimmig in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen erfuhr. Damit bleibt die SPD bei ihrem ursprünglichen Fahrplan. Die Sozialdemokraten wollen sich nicht von der Ankündigung Merkels, die am Sonntag ihre Kandidatur für eine vierte Amtszeit bekanntgegeben hatte, treiben lassen. 

+++ 13.15 Uhr: Fußgängerin stirbt bei Kollision von Tram und Auto in München +++

Eine zufällige Passantin ist beim Zusammenstoß eines Autos mit einer Straßenbahn in München ums Leben gekommen. Das Auto sei am Montag bei der Kollision auf den Fußweg geschleudert worden, sagte ein Polizeisprecher. Dabei habe der Wagen die Fußgängerin überfahren. Der Fahrer des Wagens erlitt einen Schock und wurde psychologisch betreut. In der Tram gab es keine Verletzten. Details zum Unfallhergang und zu den Beteiligten blieben zunächst unklar.

+++ 13.13 Uhr: Erdogan will neues Kapitel in den Beziehungen zu Israel +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will in den Beziehungen zu Israel ein neues Kapitel aufschlagen, bleibt aber zornig über die Erstürmung eines Gaza-Solidaritätsschiffs im Jahre 2010. Dies machte er beim ersten Interview eines israelischen Mediums seit der Versöhnung beider Länder im Sommer deutlich. Das Zweite Israelische Fernsehen veröffentlichte am Montag vorab Auszüge aus dem Gespräch Erdogans mit der israelischen Journalistin Ilana Dajan. Ihre Sendung "Uvda" (Tatsache) befasst sich häufig mit brisanten Themen.

+++ 13.09 Uhr: Totes Flughafen-Baby: Mutter und Partner festgenommen +++

Die Polizei hat die Mutter eines toten Babys, das den Ermittlern zufolge am Samstag auf dem Flughafen Köln/Bonn lebend zur Welt gekommen war, vorläufig festgenommen. Außer der 28-Jährigen nahm die Polizei auch deren 25 Jahre alten Lebensgefährten in Gewahrsam. Die Staatsanwaltschaft Köln prüfe, ob sie Haftbefehle gegen die beiden beantrage, teilte die Polizei mit. Nach Angaben der Ermittler vom Sonntag war die 28-Jährige nach der Geburt in ein Kölner Krankenhaus gekommen. Das Neugeborene wurde später tot in einer Wohnung in Siegen entdeckt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauerten an, teilte die Polizei weiter mit.

+++ 12.54 Uhr: Papst Franziskus erlaubt Priestern dauerhaft Vergebung von Abtreibung +++

Papst Franziskus hat Priestern auch nach Abschluss des Heiligen Jahres erlaubt, Frauen die Abtreibung zu vergeben. "Ich gewähre von nun an allen Priestern die Vollmacht, kraft ihres Amtes jene loszusprechen, welche die Sünde der Abtreibung begangen haben", hieß es in dem Apostolischen Schreiben. Ursprünglich sollte dieses Zugeständnis nur für den Zeitraum des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit gelten, das am vergangenen Wochenende zu Ende gegangen war. Dies werde nun ausgedehnt, "unbeachtet gegenteiliger Bestimmungen". Franziskus betonte jedoch, die Abtreibung sei "eine schwere Sünde, da sie einem unschuldigen Leben ein Ende setzt". Jedoch gebe es keine Sünde, die durch die Barmherzigkeit Gottes nicht erreicht und vernichtet werden könne.

+++ 12.50 Uhr: Streit auf Parkplatz: Deutscher Top-Manager soll Chinesen beleidigt haben +++

Ein deutscher Top-Manager hat in China eine Welle der Empörung in den sozialen Netzwerken ausgelöst, weil er Chinesen beleidigt haben soll. Der leitende Angestellte der Daimler Lastwagen-Sparte habe während eines Streits auf einem Pekinger Parkplatz die Einheimischen als "Bastarde" beleidigt und beim anschließenden Streit mit Augenzeugen Pfefferspray versprüht, berichteten chinesische Medien.

Daimler entschuldigte sich in einer Presseerklärung für den Vorfall. Der Inhalt des Streits entspreche auf keinen Fall der Ansicht des Unternehmens. Wenn der Vorfall aufgeklärt sei, würden auch angemessene Maßnahmen getroffen, hieß es in der Erklärung.

+++ 12.05 Uhr: Mann mit Axt bedroht in Bremen Passanten und schlägt Autoscheiben ein +++

Ein Betrunkener mit einer Axt hat in Bremen Passanten beschimpft und Heckscheiben von Autos eingeschlagen. Der 39-Jährige habe sich bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag wie "wild" gebärdet und "wüste Drohungen" ausgestoßen, teilte die Polizei in der Hansestadt mit. Beamte hätten ihn überwältigt.

Der Mann bedrohte demnach am frühen Morgen in Bremen-Vegesack zunächst zwei Jugendliche und dann eine Gruppe junger Leute. Bewaffnet war er laut Polizei mit einer "Streitaxt". Als Grund für sein Verhalten nannte er den Beamten später "einen Streit mit seinem Drogendealer".

Verletzt wurde niemand. Die Beamten ließen den Verdächtigen psychiatrisch begutachten, die Experten wiesen ihn aber nicht in eine Fachklinik ein. Stattdessen blieb er zunächst in Polizeigewahrsam. Am Montagmorgen wurde er wieder entlassen. Es lägen keine Haftgründe gegen ihn vor, betonte die Polizei. Die Ermittlungen dauerten aber an.

+++ 11.36 Uhr: "NDR"-Bericht: Kalbs-Döner häufig gestreckt +++

Was als Kalbfleisch-Döner verkauft wird, enthält laut Recherchen des NDR-Verbrauchermagazins "Markt" oft Pute sowie Fleischbrät und ist mit Zusatzstoffen wie Glutamat gestreckt. In einer Stichprobe ließ "Markt" fünf Döner aus Hamburger Imbissläden von einem Lebensmittellabor untersuchen. Das Ergebnis: Keines der fünf Gerichte entsprach den Leitlinien des deutschen Lebensmittelbuches und darf somit nicht als "Döner" bezeichnet werden.

Vier der fünf als Kalbs-Döner verkaufte Gerichte enthielten neben Rind- auch Putenfleisch sowie einen unzulässig hohen Anteil an Brät. Den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse zufolge dürfen im Döner Scheibenfleisch sowie 60 Prozent Hack und Gewürze enthalten sein, jedoch kein Brät. Außerdem wurden verwendete Zusatzstoffe nicht deklariert.  

+++ 11.28 Uhr: Spaziergänger findet tote Boa Constrictor im Wald +++

Ein Spaziergänger in Mecklenburg-Vorpommern hat eine zweieinhalb Meter lange tote Boa Contrictor gefunden. Der 46-Jährige entdeckte den Kadaver der Würgeschlange am Samstag in einem Wald bei Gadebusch, wie die Polizei in Wismar mitteilte. Das Schlangenmuster lasse auf eine Boa Constrictor schließen. Die herbeigerufenen Polizeibeamten übergaben die tote Schlange an das Veterinäramt. Wie sie in den Wald gelangt war, war unklar.

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+++ 10.57 Uhr: Kindesmissbrauch verabredet - Polizei nimmt 20 Männer fest +++

Die norwegische Polizei hat 20 Männer festgenommen, die in großem Umfang Kinder übers Internet sexuell missbraucht haben sollen. Gegen 31 weitere werde ermittelt, teilte die Polizei in Bergen mit. 150 Terrabytes mit Daten in Form von Bildern, Filmen und Chats seien beschlagnahmt worden. Darauf seien zum Teil sehr grobe Übergriffe zu sehen. Kinder wurden demnach festgebunden oder zum Sex mit Tieren gezwungen.

Viele der beschuldigten Männer hätten über eine Internetseite Übergriffe gemeinsam geplant. Einige filmten den Missbrauch ihrer eigenen Kinder. Ein Mann soll mit einem anderen abgesprochen haben, wie er sein Kind, das demnächst geboren werde, misshandeln kann. Unter den mutmaßlichen Tätern sind nach Polizeiangaben vom Sonntag ein Politiker, ein Vorschullehrer und ein Polizist.

+++ 9.43 Uhr: Sarkozy zieht sich nach Vorwahl-Schlappe aus der Politik zurück +++

Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy hat das Rennen um eine neue Präsidentschaftskandidatur verloren. Der 61-Jährige kam bei der Vorwahl der französischen Konservativen nur auf den dritten Platz und räumte seine Niederlage ein. Die Kandidatur des bürgerlichen Lagers entscheidet sich nun in einer Stichwahl zwischen den beiden früheren Premierministern François Fillon und Alain Juppé am kommenden Sonntag. 

Fillon konnte den ersten Wahlgang mit großem Vorsprung für sich entscheiden. Nach Auszählung von 90 Prozent der Wahlkreise lag Fillon bei gut 44 Prozent. Der lange als Favorit gehandelte Juppé erzielte etwas mehr als 28 Prozent. Sarkozy lag mehr als 7 Prozentpunkte dahinter. Der frühere Präsident (2007 bis 2012) sagte, er werde beim zweiten Wahlgang für Fillon stimmen, und kündigte seinen Rückzug aus der Politik an. "Es ist Zeit für mich, ein Leben mit mehr privater und weniger öffentlicher Leidenschaft zu beginnen."

Frankreichs bürgerliche Rechte kürt ihren Kandidaten zum ersten Mal mit offenen Abstimmungen, an denen alle Anhänger teilnehmen können. Dem Sieger werden gute Chancen für die Präsidentschaftswahl im kommenden Frühjahr ausgerechnet. 

+++ 8.59 Uhr: Australierin wegen Leihmuttervermittlung in Kambodscha festgenommen +++

Eine australische Krankenschwester ist in Kambodscha nach Medienberichten wegen der Vermittlung von Leihmutterschaften festgenommen worden. Der 49-Jährigen drohen 17 Monate Haft, wie die Zeitung "Phnom Penh Post" berichtete. Nach mehreren Nachbarstaaten hat auch dieses arme südostasiatische Land das Austragen von Babys für zahlende Fremde im Oktober verboten. Die Australierin soll 23 Schwangerschaften vermittelt haben. Fünf Babys hätten das Land schon verlassen. Auch zwei kambodschanische Mitarbeiterinnen seien festgenommen worden. 

+++ 7.31 Uhr: US-Fußballerinnen fordern gleiche Bezahlung wie Männer-Nationalteam +++

Die Fußballerinnen der US-Nationalmannschaft wollen genauso gut wie ihre männliche Auswahl bezahlt werden. "Wir sind Amerikas "Dream Team", wir waren an der Spitze. Und ich denke, wir sind die Nummer 1 in der Geschichte des Frauensports", sagte die zweifache Olympiasiegerin und Weltfußballerin von 2015, Carli Lloyd in der TV-Sendung 60 Minutes. Lloyd, Torhüterin Hope Solo und andere US-Spielerinnen sprachen davon, dass sie fast viermal schlechter als die Profis von US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann bezahlt würden. "Wir sollten gleich behandelt werden", sagte Mittelfeldspielerin Morgan Brian.

+++ 6.44 Uhr: Frau an Strick hinter Auto hergezogen - Mann in Hameln festgenommen +++

Eine Frau ist im niedersächsischen Hameln mit einem Seil um den Hals hinter einem Auto hergezogen und lebensgefährlich verletzt worden. Ein Rettungshubschrauber brachte die 28-Jährige am Sonntagabend in eine Spezialklinik, wie die Polizei mitteilte. Der mutmaßliche Täter stellte sich auf einer Polizeiwache und ließ sich festnehmen.

Nach ersten Erkenntnissen soll er der Frau ein Seil um den Hals gebunden und den Strick an der Anhängerkupplung eines Autos befestigt haben. Danach sei er mit dem Wagen und der festgebundenen Frau durch Hameln gefahren. Die Frau wurde schwer verletzt auf dem Gehweg gefunden. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Polizei sucht Zeugen der Tat. Hinweise werden von der Polizei Hameln unter der Nummer 05151933222 entgegen genommen.

+++ 6.31 Uhr: Schweres Zugunglück in Nordindien: Zahl der Toten steigt weiter +++

Nach dem schweren Zugunglück in Indien ist die Zahl der Toten nach indischen Medienberichten auf mehr als 130 gestiegen. Wie die Zeitung "The Hindu" schrieb, starben 133 Menschen, über 200 wurden verletzt. Die Rettungsarbeiten wurden in der Nacht fortgesetzt. Die Retter hofften noch immer, Überlebende zu finden, berichtete der Sender NDTV.

Am frühen Sonntagmorgen war ein Fernzug, der Patna-Indore-Express, im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh entgleist. Mindestens 14 der 23 Waggons sprangen von den Schienen, einige wurden vollständig zerstört. Nach Angaben eines Sprechers der indischen Bahngesellschaft waren etwa 2500 Menschen an Bord. Die meisten von ihnen wurden im Schlaf überrascht. Die Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar. Aus dem Bahnministerium hieß es jedoch, dass baufällige Schienen den Zug zum Entgleisen gebracht haben könnten. 

+++ 6.29 Uhr: Zwei Tote und drei Verletzte bei Autounfall in Rosenheim +++

Zwei junge Frauen sind bei einem Autounfall in Rosenheim getötet worden. Drei weitere Menschen kamen am Sonntagabend schwer verletzt ins Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Ein Mann war beim Überholen mit seinem Wagen in den Gegenverkehr geraten. Die Fahrerin eines entgegenkommenden Autos konnte nicht mehr ausweichen. Die Fahrzeuge prallten frontal mit voller Wucht zusammen. Die Frau und eine Mitfahrerin erlitten tödliche Verletzungen. Eine weitere Begleiterin wurde schwer verletzt. Der Unfallverursacher und seine Beifahrerin kamen ebenfalls in eine Klinik. Zum Alter der Opfer machte die Polizei am frühen Montagmorgen zunächst keine Angaben.

kis / DPA / AFP