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Jugendbischof Franz-Josef Bode: Mehr als "nur mal den Papst sehen"

Jugendliche von allen Kontinenten werden zum Weltjugendtag in Köln erwartet. Jugendbischof Franz-Josef Bode hofft vor allem auf die 16- bis 30-Jährigen, die durch die kirchliche Jugendarbeit schwer zu erreichen seien.

Junge Leute erwarten nach Einschätzung des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode vom Weltjugendtag in Köln mehr als nur den Papst zu sehen. "Man ist erstaunt, wie die jungen Leute doch Strapazen auf sich nehmen, an Katechesen teilzunehmen", sagte Bode, der auch Jugendbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist. "Das zeigt auch, dass der Weltjugendtag für sie nicht nur so ein touristisches Großereignis ist, wo man den Papst mal sehen kann."

Zwar sei der Weltjugendtag sicherlich ein Großereignis: "Er hat auch eventhafte Züge, aber er unterscheidet sich von einem sonstigen Event dadurch, dass ja nicht nur die Wirkung über die Großveranstaltung gesucht wird - das wären die großen Gottesdienste und Begegnungen in Köln - sondern es gibt Katechesen immerhin drei Tage hintereinander. Viele junge Leute gehen einzeln zum Gespräch, zur Beichte, zum Sakramentenempfang." Im Weltjugendtag verdichteten sich die drei Grunddimensionen von Kirche -"Liturgie zu feiern, Glaubensinhalte zu vermitteln und auch das diakonische Tun, also Menschen zu helfen".

"Musik hat eine besondere Kraft"

Das "Gesamtkunstwerk" Weltjugendtag biete eine gute Balance von großen Bildern und Erlebnissen sowie der Begegnung im Kleinen, sagte Bode. "Diese Mischung von Begegnungsformen findet man eigentlich nur selten." Der Weltjugendtag spreche Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren an - "die wir manchmal sonst in unserer Jugendarbeit nur ganz schwer erreichen". Wichtig sei dabei das Jugendkulturfestival. "Musik hat eine besondere Kraft, Menschen zusammenzubringen. Sie können ja nicht nur in Liturgie und Katechese machen", sagte der Bischof.

DPA / DPA