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Kaffeehaus-Parodie: Hinter "Dumb Starbucks" steckt ein Komiker

Das Geheimnis um "Dumb Starbucks" ist gelüftet. Die Kaffehaus-Parodie in Los Angeles war die Idee des "Comedy Central"-Stars Nathan Fielder. Der hat mittlerweile Probleme mit dem Gesundheitsamt.

Wer steckt hinter "Dumb Starbucks", der Kaffehaus-Kopie in Los Angeles, in der alles so heißt und aussieht wie im Original - mit dem Unterschied, dass allem das Wort "dumb" vorangestellt wird? Diese Frage ist nun beantwortet. In einer Pressekonferenz am Montag outete sich der kanadische Komiker Nathan Fielder als Urheber der Parodie. Dessen Show "Nathan For You" auf dem Sender "Comedy Central" ist bekannt für Sketche mit kurriosen Falschmeldungen. So auch diesmal: "Sie kennen mich vielleicht als Comedian", sagte Fielder. "Aber das hier ist eine wirkliche Geschäftsidee, mit der ich reich werden will." Dann behauptete er mit ernster Miene, bald einen zweiten "Dumb Starbucks" in New York eröffnen zu wollen.

Ob das dem Original gefällt? "Wir wissen den Humor zu schätzen", hieß es zwar in einem Statement von Starbucks. "Aber sie können nicht einfach unseren Namen verwenden, der ist eine geschützte Marke." Konkrete rechtliche Schritte hat die Firma aber anscheinend noch nicht eingeleitet. Anders als das Gesundheitsamt von Los Angeles: Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, hat die Behörde "Dumb Starbucks" dicht gemacht, weil der Laden keine Konzession hat, wie sie für den Betrieb von Restaurants und Cafés nötig ist.

timb
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?