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So reich sind die Bistümer: Katholische Kirche legt Milliarden-Vermögen offen

Seit dem Skandal um Protz-Bischof Tebartz-van Elst ist das Misstrauen gegenüber der katholischen Kirche groß. Nun legen die Bistümer allmählich ihre Finanzen offen. Die Zahlen sind schwindelerregend.

Dass sie viel besitzt, war klar - wie groß das Vermögen der katholischen Kirche genau ist, lag aber bisher im Dunkeln. Nun wird der Umfang der Vermögenswerte langsam deutlicher. Die 27 Diözesen in Deutschland besitzen mehrere Milliarden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Dabei handelt es sich um Barvermögen, aber zu großen Teilen auch um Finanzanlagen, Rückstellungen etwa für Priesterpensionen sowie Immobilienbesitz.

In Köln, der Diözese mit den meisten Mitgliedern, wird allein der Immobilienbesitz von Erzbistum und Erzbischöflichem Stuhl auf mehr als 612 Millionen Euro taxiert. Das Bistum Limburg bilanziert in seinem Geschäftsbericht unter anderem Finanz- und Sachanlagen von rund 810 Millionen Euro, hinzu kommen weitere Geldtöpfe.

Zu den Diözesen mit großen Vermögenswerten gehören den vorliegenden - teils unvollständigen und nicht immer vergleichbaren - Angaben zufolge auch Mainz mit 823,3 Millionen Euro Gesamtvermögen und Trier, wo allein das Anlagevermögen zuletzt 759,6 Millionen Euro betrug. In Augsburg summieren sich Eigen-, Sach- und Anlagekapital auf mehr als 620 Millionen Euro, in Passau verfügen Diözese, Bischöflicher Stuhl und eine Pensionsanstalt über zusammen 570 Millionen Euro.

So viel Geld haben die Bistümer im Einzelnen
Aachen

Im Frühjahr 2015 soll es erstmals einen Finanzbericht geben. Vorher könne zu Einzelaspekten keine Auskunft gegeben werden, hieß es. Nach Angaben aus dem Vorjahr beträgt das Vermögen des Bischöflichen Stuhls 9 Millionen Euro.

Augsburg

Die Diözese verfügte Ende 2013 über 236,5 Millionen Euro Eigenkapital. Sach- und Finanzanlagen, also auch die Immobilienwerte, summierten sich auf 387,7 Millionen Euro. Einen Schattenhaushalt gibt es nicht. Das Haushaltsvolumen 2014 beträgt 331 Millionen Euro.

Bamberg

Das Diözesanvermögen beträgt 370 Millionen Euro. Davon sind 230 Millionen Euro zweckgebundene Rücklagen. Grundbesitz ist nicht mit eingerechnet. Der Erzbischöfliche Stuhl verfügt über 1,5 Millionen Euro, die zum Teil in Wertpapieren angelegt sind. Der Haushalt 2014 hat ein Volumen von 155,9 Millionen Euro.

Berlin

Das Haushaltsvolumen des Erzbistums betrug 2012 rund 206,5 Millionen Euro. Das Anlagevermögen summierte sich auf 383,7 Millionen Euro, darunter waren Grundstücke und Gebäude im Wert von 120,5 Millionen Euro. Hinzu kommen 96,8 Millionen Euro Umlaufvermögen. Das Eigenkapital betrug 169,7 Millionen Euro.

Dresden-Meißen

Das Bistum hat keinen Schattenhaushalt, der reguläre Etat umfasste zuletzt um die 60 Millionen Euro. 2015 soll erstmals ein Geschäftsbericht mit detaillierten Angaben zu Vermögen und Mittelverwendung veröffentlicht werden.

Eichstätt

Das Vermögen des Bischöfliche Stuhls umfasst 4,5 Millionen Euro, davon 1,7 Millionen Euro Stammvermögen, das nicht angetastet werden darf. Auch das Bischofshaus gehört dazu. Der Bistumshaushalt liegt bei 155 Millionen Euro.

Erfurt

Das Bistum will bis Herbst 2015 sein Vermögen erfassen und dann darlegen, wie es verwendet wird. Der Haushalt umfasst 57,85 Millionen Euro.

Essen

Das Ruhr-Bistum berichtete 2014 erstmals über das Vermögen des Bischöflichen Stuhls: Es beträgt rund 2,3 Millionen Euro, verfügbar sind aber nur ein Zehntel. 2015 sollen auch der Haushalt des Domkapitels und Rücklagen aus dem bistumseigenen Versorgungswerk offengelegt werden. Der Wert der Immobilien wird ermittelt.

Freiburg

Der Haushalt umfasst in diesem Jahr 551 Millionen Euro und 2015 rund 562 Millionen Euro. Das Vermögen des Erzbischöflichen Stuhls besteht vor allem aus Immobilien. Der Wert wird von der Erzdiözese auf 39,5 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen Anteile an Unternehmen sowie Forderungen in Höhe von 17,5 Millionen Euro.

Fulda

Das liquide Vermögen wurde vom Bistum zuletzt auf 456 Millionen Euro beziffert. 190 Millionen Euro davon sind für Verpflichtungen wie Pensionen eingeplant, 145 Millionen Euro stecken in einem Baufonds. Das Immobilienvermögen wird bewertet und soll dann erstmals veröffentlicht werden. Haushalt 2014: 131 Millionen Euro.

Görlitz

Das mit 28.500 Katholiken kleinste Bistum hat weder große Immobilienvermögen noch Firmenbeteiligungen. Es gibt auch keinen Schattenhaushalt. Für 2015 sieht der Etatansatz rund 16,2 Millionen Euro vor. Künftig soll mit dem Haushalt auch die Ausstattung des Bischöflichen Stuhls im Amtsblatt veröffentlicht werden.

Hamburg

Die Gesamtrücklage des Erzbischöflichen Stuhls beträgt 35 Millionen Euro. Zum Vermögen des Erzbistums gehört unter anderem ein Pensionsfonds für die Priesterversorgung im Umfang von 79,7 Millionen Euro. Noch nicht bewertet sind etliche Grundstücke und Immobilien.

Hildesheim

Das Anlagevermögen betrug Ende 2013 rund 202 Millionen Euro. Rückstellungen von 147,3 Millionen Euro standen zu dem Zeitpunkt Verbindlichkeiten von 21,5 Millionen Euro gegenüber. Das bilanzielle Eigenkapital lag bei 66,3 Millionen Euro.

Köln

Erzbistum und Erzbischöflicher Stuhl verfügen über Immobilien im Wert von 612 Millionen Euro. Die Hälfte entfällt auf 31 Schulen. Der Finanzplan des mitgliederstärksten deutschen Bistums umfasst dieses Jahr rund eine Milliarde Euro. Anfang 2015 soll ein von Wirtschaftsprüfern bestätigter Jahresabschluss mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlicht werden.

Limburg

Als Konsequenz aus dem Skandal um Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst legte das Bistum im Juli erstmals sein Vermögen offen. Es umfasst unter anderem 730,2 Millionen Euro Finanzanlagen und 80,3 Millionen Euro Sachanlagen, vor allem Immobilien. Der Bischöfliche Stuhl weist rund 92 Millionen Euro aus, das Domkapitel kommt auf 4,4 und eine Stiftung auf 31 Millionen Euro.

Magdeburg

Die Diözese bezeichnet sich als "armes Bistum". Das Haushaltsvolumen liegt 2014 bei 28,2 Millionen Euro. Der Bischöfliche Stuhl verfügt über rund 200.000 Euro als Sozialfonds für Härtefälle. Vermögenswerte in Form von Immobilien etc. wurden noch nicht veröffentlicht: "Wir arbeiten daran", sagte ein Sprecher.

Mainz

Das Bistum verfügte 2013 über 823,3 Millionen Euro Gesamtvermögen, darunter 732,2 Millionen Euro Finanzanlagevermögen. Noch nicht berücksichtigt ist der Wert bestimmter Immobilien und technischer Anlagen, deren Bewertung soll 2015 erfolgen. Der Bischöfliche Stuhl hat kein Geldvermögen. Ihm gehören einige Grundstücke und Anteile am Gemeinnützigen Siedlungswerk.

München-Freising

Das Gesamtvermögen ist unbekannt und soll erst in einigen Jahren beziffert werden können. Dem Erzbistum gehören allein 5000 Hektar Wald und rund 7000 Gebäude, darunter 1200 Kirchen. Der Etat 2014 hat ein Volumen von knapp 700 Millionen Euro. An Pfründen, Pacht und Zinsen nahm die Diözese mehr als 20 Millionen Euro ein.

Münster

Der Haushalt hat ein Volumen von 418,6 Millionen Euro. Das Geldvermögen des Bischöflichen Stuhls umfasst 3 Millionen Euro. Hinzu kommen Immobilien, deren Wert ermittelt und 2015 veröffentlicht werden soll. Das Mitspracherecht des Kirchensteuerrates bei der Mittelverwendung wurde ausgeweitet.

Osnabrück

Der Haushalt für 2014 umfasst 147,4 Millionen Euro. Die Finanzanlagen des Bistums beliefen sich Ende 2013 auf 122,8 Millionen Euro. Pensionsfonds hatten zu dem Zeitpunkt ein Volumen von rund 170,3 Millionen Euro. Hinzu kommen 41,1 Millionen Euro allgemeine und 45,6 Millionen Euro zweckgebundene Rücklagen.

Paderborn

Das Erzbistum hat 496 Millionen Euro Haushaltsvolumen. Zum Vermögen auch des Erzbischöflichen Stuhls liegen keine Angaben vor. Aktuell verschaffen sich die Verantwortlichen einen Überblick über Vermögenswerte wie Immobilien. Im Herbst 2015 sollen entsprechende Zahlen veröffentlicht werden.

Passau

Die Finanzmittel der Diözese - jüngst erstmals veröffentlicht - beliefen sich 2013 auf 280 Millionen Euro, die des Bischöflichen Stuhls auf knapp 190 Millionen Euro. Die Emeritenanstalt ist für die Versorgung der Geistlichen verantwortlich und verfügt über ein zweckgebundenes Vermögen von 98 Millionen Euro. Angaben zu Immobilien des Bischöflichen Stuhls sollen 2015 vorliegen.

Regensburg

Der Haushalt 2014 umfasst 350 Millionen Euro. Angaben über die Vermögenswerte des Bischöflichen Stuhls machte die Diözese nicht. Alle Vermögenswerte sollen 2015 Jahr nach einem einheitlichen Standard erfasst, bewertet und dann veröffentlicht werden.

Rottenburg-Stuttgart

Das aktuelle Haushaltsvolumen beträgt 360 Millionen Euro. 2013 verfügte das Bistum laut seiner Bilanz über 214,2 Millionen Euro Anlagevermögen sowie ein Umlaufvermögen von 43,5 Millionen Euro. Hinzu kommen unter anderem Vermögen diverser Stiftungen. Ein Großteil der Immobilien ist noch nicht bewertet.

Speyer

Das Bistum veröffentlicht seit der Limburg-Krise nicht nur seinen eigenen Etat, der sich 2014 auf 134 Millionen Euro beläuft, sondern auch andere diözesane Haushalte. So hat der Bischöfliche Stuhl ein Vermögen von 47,9 Millionen Euro, das nicht angetastet wird. Das Domkapitel besitzt 9,5 Millionen Euro. 62,2 Millionen Euro hat eine Pfarrpfründestiftung auf der hohen Kante (Ende 2013).

Trier

Das Bistum-Anlagevermögen betrug zuletzt 759,6 Millionen Euro, davon entfielen 543,2 Millionen Euro auf Finanzanlagen und 179,4 Millionen auf Immobilien. Das Vermögen des Bischöflichen Stuhls hat einen Bilanzwert von knapp 84 Millionen Euro. Hinzu kommen 38 Gebäude, für die gerade eine Marktbewertung läuft. Auch andere Vermögen sollen "nach und nach" öffentlich gemacht werden.

Würzburg

Neben dem regulären Haushalt (173 Millionen Euro) hat das Bistum Geld aus dem Bischöflichen Stuhl: Dieses Vermögen belief sich 2013 auf 356 Millionen Euro. Davon werden 263 Millionen Euro für die Sicherung der Priesterpensionen und die Zusatzversorgung weltlicher Mitarbeiter zurückgestellt. Über dieses Geld wacht ein Diözesanvermögensverwaltungsrat.

Einige Bistümer tun sich mit der Bewertung schwer

Das vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, geleitete Erzbistum München-Freising gilt ebenfalls als gut situiert. Wie gut, soll erst in einigen Jahren feststehen, wenn unter anderem 7000 Gebäude bewertet sind. Diözesen im Osten gelten dagegen als vergleichsweise arm. So hat der Bischöfliche Stuhl in Magdeburg 200.000 Euro.

Nach dem Skandal um die hohen Kosten für den neuen Bischofssitz in Limburg, der vor neun Monaten die Demission von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zur Folge hatte, veröffentlichen immer mehr Diözesen Angaben zu ihrem Vermögen. Das gilt auch und gerade für lange geheime Schattenhaushalte wie die Bischöflichen Stühle oder Versorgungswerke.

Abgeschlossen ist dieser Prozess noch nicht, einige Bistümer tun sich bei der Bewertung etwa ihres Besitzes an Gebäuden und Grundstücken schwer. Um eine bessere Gesamtübersicht über ihre wirtschaftliche Situation zu bekommen, stellen etliche ihre Bilanzen nach den Standards des Handelsgesetzbuches um.

car/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(