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Rettungsaktion in Hamburg Feuerwehr rückt mit Spezialgerät zur Katzenrettung an - doch das Tier hat eigene Pläne

Eine gingerfarbene, getigerte Katze schleicht durchs hohe Gras
Die Katze, die in Hamburg in Not geriet, kam wieder sicher auf dem Boden an (Symbolbild). 
© Hauke-Christian Dittrich / DPA
Katzen und hohe Bäume - das endet oft damit, dass der Stubentiger in eine ausweglose Lage gerät. In Hamburg rückte die Feuerwehr zu einer solchen Rettung aus. Aber nicht alle Katzen wollen mal eben gerettet werden.

Hundebesitzer werden jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln und sich fragen: "Warum können Katzen den größten Mist verzapfen, und alle finden es süß?" Über den jüngsten Coup eines verwegenen Stubentigers in Hamburg berichten gleich zwei Medien ausführlich: die "Mopo" und die "Bild" – wobei "Bild"-Reporter sogar vor Ort waren und das Geschehen um das Tier mit einer Reihe von Fotos dokumentieren.

Vereinfacht ausgedrückt, geht die Geschichte so: Katze klettert auf Baum und kommt allein wieder runter. Und zwar augenscheinlich unverletzt. Feuerwehr und Presse gucken erstaunt zu.

Vorher jedoch war die Aufregung groß. Die Faktenlage ist nicht ganz eindeutig. Aber Katzen sind ja für eine gewisse Heimlichkeit bekannt.

Wie lange saß die Katze denn nun auf dem Baum?

Sicher ist: Das Ganze trug sich in Rotherbaum zu, einem schicken Stadtteil in der City mit schönen, alten, großen Bäumen. Laut "Mopo" vermuteten Anwohner, besagte Katze habe "vier Tage lang auf einer Astgabel eines Baumes festgesessen", und riefen die Feuerwehr. Die "Bild" datierte die Kletterpartie des Tiers auf Mittwochmorgen, ohne tagelanges Verharren auf dem Baum. Einig sind sich die Medien bei zwei Fakten: Der Baum war recht hoch, und die Katze kam scheinbar nicht mehr von selbst runter.

Die herbeigerufenen Retter kamen also, sahen – und stellten fest: Hier ist ein Spezialeinsatz mit einer richtig langen Leiter gefragt: Alarm für die Höhenretter der Feuerwehr, die etwas später anrückten. Mit ihrer langen Leiter haben Feuerwehrleute schon viele Katzen aus hohen Bäumen gerettet.

Doch dieser Katze hier wurde es zu bunt. Als die Spezialleiter an den Baum gelegt wurde, sprang sie in die Tiefe. "Bild" folgert messerscharf, dass die Katze ihre sprichwörtlichen sieben Leben bis dato wohl nicht verbraucht habe: Das Tier landete sicher auf dem Boden und flitzte davon. Und die "Mopo" fragt sich, ob dem Tier die Aufmerksamkeit zu viel wurde?

War der Einsatz also "für die Katz", wie die "Bild" mit einem Augenzwinkern schreibt? Fakt ist, die Hamburger Feuerwehr rückt jedes Jahr mehrere Hundert Mal aus, um Tiere zu retten. Das gehört zu ihrem Auftrag, und dabei ist es egal, ob es um Wild- oder Haustiere geht. Die Hauptsache ist Hilfe für ein Lebewesen in Not. Anfang Mai buddelten 20 Feuerwehrleute ein Entenküken aus einem Abflussrohr aus und retteten es. Für Diskussionen sorgte vor einiger Zeit auch der Fall einer Ratte, die in einem Gullydeckel feststeckte und ebenfalls befreit wurde.

Für die Feuerwehr war dieser Einsatz also ganz normal – und dass sich das Tier letztlich doch allein helfen konnte, ein glücklicher Zufall und eine Ausnahme. Denn in vielen Fällen kommen Katzen nicht allein von hohen Bäumen runter.

Quellen:  "Bild.de", "Mopo.de"


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