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Verschüttet in Polen: Was über den geheimnisvollen Nazi-Zug bekannt ist

Alle Jahre wieder wird ein Depot mit Nazi-Schätzen entdeckt - wie nun ein Panzerzug in Polen. Ungewöhnlich: Die Regierung räumt seine Existenz ein, verrät aber sonst nicht viel. Ein Überblick über den Informationsstand.

Die Händ eines Mannes zeigen auf einer Karte den möglichen Standort eines Nazizuges

Hier könnte er sein: Auf einer Karte zeigt ein regionaler Forscher, wo der Nazi-Zug mit dem legendären Goldschatz womöglich sein könnte. 

Was genau hat es mit dem geheimnisvollen Nazi-Zug auf sich?

"Kostbarkeiten, Kunstwerke, Archive" - mit diesen Worten machte kein geringerer als Polens Vize-Kulturminister und oberster Denkmalschützer Piotr Zuchowski zahllosen Schatzsuchern den Mund wässrig. Ein ganzer Zug voll mit verschwundenen Schätzen, vielleicht auch Gold und Schmuck, soll einsam, verlassen und verschüttet seit Ende des Zweiten Weltkriegs in einem Stollensystem irgendwo zwischen Wrocław (früher Breslau) und Walbrzych (Waldenburg) stehen. Gerüchte um das gepanzerte Gefährt gibt es schon lange, doch seitdem vor wenigen Tagen erst ein Bürgermeister und dann ein Regierungsvertreter aus Warschau die Existenz des Panzerzuges bestätigt haben, wird die Gegend in Niederschlesien von Schaulustigen, Touristen und Schatzjägern überrannt.


Gibt es auch Zweifel an der Existenz?

Ja. Nach einer Sitzung eines Krisenstabes am Montag, sagte Tomasz Smolarz, Leiter der Bezirksregierung: "Wir können nicht sicher sagen, dass der so genannte goldene Zug sich in der Umgebung von Walbrzych befindet." Die Dokumente, die der Bürgermeister von den Findern des angeblichen deutschen Panzerzugs erhalten habe, enthielten keine Georadar-Aufnahmen, zeigte sich Smolarz skeptisch. "Alle Informationen stützen sich auf einen Mitteilung von ein paar Seiten und eine unleserliche Karte."

Wie wurde der Nazi-Zug jetzt offiziell entdeckt?

Denkmalschützer Zuchowski sagte bei einer Pressekonferenz, die Informationen über den Fund stammten von einem Mann, der auf dem Sterbebett die Position verraten habe. Er sei damals beim Verstecken des Zuges beteiligt gewesen. Nach dieser Beichte hätten ein Deutscher und ein Pole den Ort mit Geo-Radar untersucht (eine Technik, die Räume und Gegenstände im Untergrund sichtbar machen kann). Eine Aufnahme zeige angeblich die Umrisse des zwischen 100 und 150 Meter langen Zuges. Zuchowski sagte, er sei sich zu "99 Prozent sicher", dass auf dem Bild ein alter Panzerzug zu sehen sei. Das Beweisfoto selbst aber legte er leider nicht vor.

Schatzsucher mit Nazi-Zug-Karte

Die "geheime Weiche" bei Kilometer 65: Schatzsucher Tadeusz Slowikowski glaubt zu wissen, wo der Nazi-Zug verschüttet wurde


Wo genau soll der Nazi-Zug stehen?

Offiziell wird der genaue Standpunkt nicht verraten, die meisten Neugierigen aber pilgern zu "Kilometer 65" der Bahnstrecke Wrocław-Walbrzych, in dessen Nähe eine "geheime Weiche" die Gleise in ein Tunnelsystem führt. Der Stollen ist Teil der Anlage "Riese", einer von den Nazis angelegten gigantischen Unterwelt, die als zweites Führerhauptquartier geplant worden war. Wegen der Lage und der Funktion schießen seit Jahren die Gerüchte ins Kraut, dass dort Nazi-Schätze versteckt sein könnten. Bereits 1960 hatten polnische Experten das Tunnelsystem untersucht, waren aber nicht fündig geworden.

Was hat es mit der Anlage "Riese" auf sich?

Das Tunnelsystem liegt in der Nähe der polnischen Säuferhöhen und ist teilweise für Touristen zugänglich, etwa auch der Abschnitt, in dem sich der Zug befinden soll. Die Anlage sollte nach Willen der Nazis die politische und militärische Führung beherbergen und war für rund 27.000 Menschen geplant. Zudem sollten dort Industrie-und Rüstungsfabriken untergebracht werden.

Gibt es überhaupt noch versteckte Nazi-Schätze?

Vermutlich. Grob geschätzt sind zwei Drittel aller von den Nazis gestohlenen oder versteckten Werte wie Goldbestände, Kunstwerke und von deportierten Juden beschlagnahmter Besitz wieder aufgetaucht. Viele berühmte Schätze aber sind bis heute verschwunden, etwa das berühmte Bernsteinzimmer. Alle Jahre wieder poppen deshalb Gerüchte auf, dass irgendwo auf der Welt Depots mit Raubgold entdeckt worden seien. 1959 etwa organisierte der stern eine Expedition in den österreichischen Toplitzsee, wo die Nazis angeblich große Mengen Gold und Kunstgegenstände versenkt haben sollen. Gefunden wurden damals jedoch nur gefälschte Pfund-Scheine, mit denen die britische Wirtschaft geschwächt werden sollten.

Tunnel in der Untergrundanlage "Riese"

Irgendwo muss er doch sein - der Nazi-Zug mit den Schätzen: Tunnel in der Untergrundanlage "Riese"


Was genau soll sich in dem Nazi-Zug befinden?

Unklar. Auf den Georadar-Bildern soll ein gepanzerter Zug mit Kanonenaufbauten zu sehen sein. Die Experten glauben deshalb, dass sich in den Waggons wertvolle Güter befinden müssten. Joanna Lamparska, die sich seit Jahren mit der Geschichte der Region befasst, will zwar noch nicht richtig an die Existenz des Zuges glauben, aber auch nicht ausschließen, dass es ihn gibt und er eine wertvolle Fracht geladen hat. Die beiden Entdecker des Zuges hätten den Behörden mitgeteilt, die Ladung umfasse "Edelmetalle, Wertgegenstände und Industriematerialien". Zugleich ist die Rede davon, dass das Gefährt vermint sei und die noch anstehende Ausgrabung daher zu einer äußerst gefährlichen Schatzsuche werden könnte.

Wie geht es jetzt weiter?

Die polnische Regierung weiß wohl schon seit dem Frühjahr von dem Zug und hat Fachleute der Armee und des Kulturministeriums beauftragt, ihn zu orten und freizulegen. Wie lange die Bergung dauern wird, ist noch nicht abzusehen. Die beiden Männer, die den Zug gefunden haben, jedenfalls, haben schon ihren Finderlohn angemeldet: zehn Prozent vom Wert des Schatzes – wenn es denn einen gibt. 

nik
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.