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Kirche als Trendsetter: Jesus twitterte schon vor 2000 Jahren

Jack Dorsey hat das Twittern erfunden? Von wegen. Die Botschaften von Jesus waren die ersten Tweets, behauptet ein Kardinal. Denn sie waren prägnant und kurz.

Von Jannis Frech

Jesus ist tatsächlich auf Twitter - allerdings handelt es sich bei "Jesus Christ" eher um einen Satire-Account.

Jesus ist tatsächlich auf Twitter - allerdings handelt es sich bei "Jesus Christ" eher um einen Satire-Account.

Twitter ist sieben Jahre alt? Von wegen! Der Kardinal Gianfranco Ravasi, im Vatikan eine Art Kulturminister, hält Jesus für den ersten Twitterer der Geschichte. Das verlautbarte Ravasi in einer Diskussion mit italienischen Redakteuren zum Thema soziale Medien. Und erklärt den Kurznachrichtendienst damit kurzerhand zur jahrtausendalten Institution.

Okay, Jesus hatte zahlreiche Anhänger. Nicht die fast 45 Millionen Follower eines Justin Bieber, aber immerhin. Doch Ravasi geht es um etwas ganz anderes: "Kurz und bedeutsam", seien Jesus‘ Botschaften gewesen, erklärte der Kardinal. Und damit eigentlich nichts anderes als Tweets. Nur eben - mangels verfügbarer Technik - in analoger Form. "Liebe deinen Nächsten", nennt Ravasi als Beispiel. Das sei ein typischer Satz "mit weniger als 45 Zeichen".

Mit dem ungewöhnlichen Vergleich wollte der Kardinal unterstreichen, wie wichtig Kommunikation für die Kirche ist. "Wenn ein Geistlicher nicht an Kommunikation interessiert ist, widersetzt er sich seiner Pflicht", erklärte Ravasi. Papst Franziskus muss sich da keine Sorgen machen: Der Pontifex hat bereits über drei Millionen Anhänger. Auf Twitter natürlich.

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