HOME

Kirchen-Schrumpfen: Nur noch an Weihnachten volles Haus

An Heiligabend und Weihnachten werden die Kirchen wieder voll sein. Doch dies sind nur Momentaufnahmen, die Realität sieht anders aus: Immer weniger Bundesbürger gehören einer christlichen Kirche an.

An Heiligabend und Weihnachten werden die Kirchen wieder voll sein. Doch dies sind nur Momentaufnahmen, die Realität sieht anders aus: Immer weniger Bundesbürger gehören einer christlichen Kirche an. Der Trend der vergangenen Jahre hat sich sogar weiter verschärft, die Kirchenaustritte nahmen den letzten verfügbaren Zahlen zufolge nochmal deutlich zu.

Die Kirchen haben sich darauf eingestellt, dass sie immer kleiner werden. "Ganz realistisch: Die Gesellschaft schrumpft in Deutschland, und das wird auch die evangelische Kirche betreffen", sagt etwa die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, in einem Interview der Nachrichtenagentur DAPD.

Zugleich betont die Hannoversche Landesbischöfin aber auch, dass noch immer zwei Drittel der Menschen in Deutschland Mitglied einer Kirche sind: "Das ist ein sehr relevanter Faktor, aber der wird manchmal runtergespielt, als wären wir bei zehn Prozent angelangt."

Doch wenn sich nicht bald etwas ändert, könnte dieser Fall in einigen Jahrzehnten tatsächlich eintreten, denn die Kirchen schrumpfen noch schneller als die Gesellschaft. Laut Deutscher Bischofskonferenz nahm die Zahl der Katholiken im Jahr 2008 um 284.000 ab. Die Gesamtzahl der Menschen in Deutschland sank im gleichen Zeitraum lediglich um 215.000.

Mit Besorgnis blicken die Kirchen besonders auf den demografischen Wandel, dabei gerät ein anderes Problem in den Hintergrund. Rund 120.000 Mitglieder verlor die Katholische Kirche im Jahr 2008 nämlich durch Austritte. Aus der Evangelischen Kirche traten sogar 160.000 Menschen aus.

Für einen Anstieg sorgte dabei Ende des Jahres 2008 die Änderungen bei der Besteuerung von Spekulationsgewinnen. Da die Banken die Kirchensteuer auf die Gewinne nun direkt abführen konnten, sei bei vielen Menschen das Missverständnis entstanden, es handele sich um eine neue Steuer, erklärte der evangelische Oberkirchenrat Thomas Begrich bei der Vorstellung der Zahlen für die EKD. Deshalb hätten viele Menschen die Kirche verlassen. Im Vergleich zum Vorjahr waren das rund 30.000 Protestanten mehr. Bei den Katholiken stieg die Zahl der Austritte um rund 28.000.

Möglicherweise wird die Zahl der Austritte in 2009 erneut zunehmen: Denn nach der umstrittenen Papst-Entscheidung zur ultrakonservativen Pius-Bruderschaft verzeichneten einige Städte deutlich höhere Kirchenaustrittszahlen. Davon könnte sogar die Evangelische Kirche betroffen sein. Die Vergangenheit hat nämlich gezeigt, dass bei umstrittenen Entscheidungen des katholischen Kirchenoberhaupts immer wieder auch Protestanten ihrer Kirche den Rücken kehrten.

Auch die Kirchensteuer wird immer wieder als Grund für den Austritt angeführt. Die Kirchen halten dem entgegen, dass dieses Geld in erster Linie in Personalkosten fließt und in der Betreuung von Kindern, Alten, Kranken und Behinderten wieder der Allgemeinheit zugute komme.

"Gäbe es die Kirchensteuer nicht, müssten wir uns aus zahlreichen Aktivitäten etwa im karitativen Bereich verabschieden, die dann andere, etwa der Staat, zu übernehmen gezwungen wären", warnt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, im DAPD-Interview.

Außerdem nehmen die Kirchen mit in der Regel neun Prozent von der gesamten Lohnsteuer deutlich weniger als in der Bibel vorgesehen. Dort steht "Du sollst den Zehnten geben". In Deutschland gilt: "Nur den Neunten von der Steuer, die Du bezahlst". Biblisch gesehen, so die EKD-Ratsvorsitzende Käßmann, sei das also eher ein minimaler Beitrag. Bei einem verheirateten Arbeitnehmer mit zwei Kindern und einem Monatsbruttoeinkommen von 3.000 Euro sind das in der Steuerklasse III nach Berechungen der EKD gerade einmal 3,40 Euro. Für die Kirchen bedeutet der Mitgliederschwund auch massive finanzielle Einbußen, obwohl die Anforderungen in vielen Bereichen sogar noch wachsen - etwa bei der Betreuung alter Menschen. Verschärft wird die finanzielle Situation der Kirchen durch die jüngsten Steuerentlastungen, denn niedrigere Steuern bedeuten auch weniger Kirchensteuern.

Doch trotz all dieser Probleme - es gibt auch den einen oder anderen Hoffnungsschimmer. In ganz Deutschland gibt es immer wieder Gemeinden aller Konfessionen, die gegen den Trend wachsen, viele davon mit jungen Menschen. Die Evangelische Kirche verzeichnet zudem rund 60.000 Wiedereintritte pro Jahr, eine Zahl die Käßmann gerne ausbauen möchte. "Mir liegt daran, einladende und offene Kirche zu sein, den Menschen deutlich zu machen, dass wir sie begleiten an den großen Übergängen in ihrem Leben", sagt sie und fügt hinzu: "Die Geburt eines Kindes oder der Tod eines Angehörigen, das sind oft Anlässe für einen Wiedereintritt." Und auch Zollitsch glaubt: "Letztlich suchen die Menschen Halt, Bindung und Orientierung in einer schnelllebigen und unübersichtlichen Welt. Die können wir anbieten, wenn wir unsere Botschaft in besser verständlicher Weise vermitteln."

APD / APD
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.