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Klage gegen Bestatter: Familie findet Omas Gehirn in einer Tüte

Ein fauliger Geruch ließ eine Familie aus dem US-Bundesstaat New Mexico Böses ahnen. Ein Bestatter hatte die Habseligkeiten der verstorbenen Großmutter zurückgeschickt. Der Blick in den zugesandten Sack bestätigte die Ahnung: Es fand sich ein Beutel mit der Aufschrift "Gehirn".

Modell eines menschlichen Gehirns: Die Originale gehören nicht zu den "persönlichen Dingen"

Modell eines menschlichen Gehirns: Die Originale gehören nicht zu den "persönlichen Dingen"

Unter den "persönlichen Dingen" der verstorbenen Großmutter hat eine Familie in New Mexico einen grausigen Fund gemacht. In einer Tüte befand sich das Gehirn der alten Dame.

Wie die Tageszeitung "The Albuquerque Journal" am Mittwoch berichtete, hatten die Angehörigen einen "faulen Geruch" aus dem Sack bemerkt, den das Beerdigungsinstitut ihnen geschickt hatte. Als sie ihn öffneten, fanden sie persönliche Dinge und eine Tüte mit dem Aufdruck "Gehirn" darin.

Gehirn ebenfalls bestattet

"Meinen Sie nicht auch, dass das ein schrecklicher Fehler ist?", zitierte die Zeitung den Rechtsanwalt Richard Valle, der im Auftrag der Familie Klage gegen den Bestatter eingereicht hat. "Das Gehirn einer geliebten Person sollte niemals Teil der persönlichen Dinge sein."

Der Bestatter wies die Vorwürfe zurück und machte ein anderes Unternehmen verantwortlich. Sein Institut habe nichts falsch gemacht, die Familie sei sehr gut betreut worden, beteuerte er. Die Frau war im September bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ihr Gehirn wurde inzwischen ebenfalls bestattet.

AFP / AFP
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