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Klage von afro-amerikanischen Brokern: Merrill Lynch zahlt 160 Millionen Dollar wegen Diskriminierung

Merrill Lynch vergab jahrelang lukrative Aufträge ausschließlich an ihre weißen Mitarbeiter. Mit einem Rekordvergleich will die Bank dieses unrühmliche Kapitel nun beenden.

Von Simon Heinrich

Späte Gerechtigkeit" - so beschreibt der Journalist und Pulitzer-Preisträger Nick Chiles den Vergleich, der zwischen der Investmentbank Merrill Lynch und 700 schwarzen Mitarbeitern geschlossen wurde und den Brokern 160 Millionen Dollar einbringt, wie die New York Times berichtet. Unterschrieben sit die Einigung noch nicht, deser Schritt gilt jedoch als reine Formsache. Seit acht Jahren hatten die schwarzen Mitarbeiter gegen ihren ehemaligen und teilweise sogar noch jetzigen Arbeitgeber wegen Rassendiskriminierung geklagt, mit der Rekordsumme wird Merrill Lynch diesen Rechtsstreit nun außergerichtlich beenden.

Jahrelang wurden schwarzen Mitarbeitern Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens verwehrt. Ihnen wurde hauptsächlich Schreibarbeit zugeteilt, lukrative Aufträge, an deren Abschluss die Broker finanziell beteiligt werden, wurden nahezu ausschließlich an die weiße Belegschaft verteilt. Im Jahr 2006 verdiente ein weißer Angestellter im Schnitt 43 Prozent mehr als seine schwarzen Kollegen.

So entschied sich der langjährige Mitarbeiter George McReynolds im Jahr 2005 zu einer Klage gegen seinen Arbeitgeber, der sich rund 700 seiner schwarzen Kollegen anschlossen. Als die Klage in den Medien bekannt wurde, reagierte Merrill Lynch sofort - sie stellten mehrere afro-amerikanische Broker in ihrem Trainee-Programm ein. Nach außen sollten sie keinesfalls rassistisch wirken.

Rassismus mit einem afro-amerikanischen CEO

Die Ironie an der Geschichte: Von 2002 bis 2007, und damit auch während der Klageerhebung, war E. Stanley O'Neal Vorstandsvorsitzender von Merrill Lynch. O'Neal ist schwarz. Als einer der ersten CEOs überhaupt an der Wall Street. In einer eidesstattlichen Aussage begründet er die Diskriminierung der Mitarbeiter während seiner Unternehmensführung: Er habe gewusst, dass es schwarze Kollegen schwerer gehabt hätten. Dies habe jedoch vor allem an den größtenteils weißen Klienten gelegen, die ihr Geld lieber Menschen anvertrauen wollten, die auch weiß waren.

160 Millionen Dollar ist die höchste Summe, die jemals in den USA für einen Fall von Rassendiskriminierung gezahlt wurde. Allerdings ist es nicht der erste Fall von Diskriminierung bei Merrill Lynch. Im Jahr 1998 hatte sich die Investmentbank bereits mit einer Sammelklage von 900 weilblichen Angestellten auseinanderzusetzen, die sich aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt fühlten. Auch in diesem Fall einigte man sich außergerichtlich.

Wie ein Sieg in der dritten Verlängerung

"Ein perfektes Beispiel, wie institutioneller Rassismus funktioniert", meint die Politologin Maya Rockeymoore gegenüber dem Fernsehsender "al Jazeera". "Man benötigt nicht immer ein Schild, auf dem 'Nur für Weiße' steht, um genau diesen Effekt zu erzielen. Vor 50 Jahren hat Martin Luther King seine weltbekannte Rede gehalten. Die Schilder mögen abmontiert worden sein, doch die Probleme sind bei Weitem noch nicht verschwunden, wie dieser Fall aufs Neue zeigt."

John C Coffee Jr., Professor an der Columbia Lac School, sieht den Vergleich als eine Heldengeschichte. "Die Helden sind die Anwälte, die jahrelang für ihre Mandanten gekämpft und nie aufgegeben haben", meint er. "Es ist wie ein Sieg in der dritten Verlängerung."

"Wir arbeiten an einem positiven Ausgang dieses seit dem Jahre 2005 anhaltenden Rechtsstreits und wollen unseren afro-amerikanischen Mitarbeitern in Zukunft bessere Entwicklungsmöglichkeiten in unserem Unternehmen bieten", sagt Bill Haldin, der Pressesprecher von Merrill Lynch, der New York Times. Womöglich hat der für Januar 2014 angesetzte Prozess das Umdenken bei der Investmentbank beschleunigt; denn das Gerichtsverfahren hätte deutlich mehr schlechte Publicity mit sich gebracht als dieser Vergleich.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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