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Sicherheitskonzept: 1000 Polizisten im Silvester-Einsatz - so will Köln sexuelle Übergriffe verhindern

Die sexuellen Übergriffe an Silvester in Köln haben weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Nun hat die Stadt ihr Sicherheitskonzept vorgestellt, mit dem erneute Vorfälle rund um den Kölner Dom verhindert werden sollen.

Der Kölner Dom und eine Rheinbrücke sind zu Silvester in Feuerwerk gehüllt

Zum Jahreswechsel 2015/16 gab es rund um den Kölner Dom nicht nur Feuerwerk, sondern auch viele sexuelle Übergriffe

Köln will mit mehr als 1000 Polizisten neuerliche Übergriffe in der Silvesternacht verhindern. "Nach unserer Vorstellung wird es keinen Bereich geben, in dem Menschen hier in Köln - in der Innenstadtzone jedenfalls - keine Polizeibeamtinnen und -beamten sehen werden", kündigte Polizeipräsident Jürgen Mathies bei der Vorstellung des geplanten Sicherheitskonzepts an. "Die kommende Silvesternacht steht für uns alle unter besonderen Vorzeichen", sagte er. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr seien nur rund 140 Beamte Teil der "besonderen Einsatzorganisation" gewesen.

Stadt und Polizei gaben am Donnerstag erstmals einen tieferen Einblick in ihre Planungen für den nächsten Jahreswechsel. Das neue Sicherheitspaket ist eine Reaktion auf die chaotischen Zustände und die massenhaften Übergriffe, die weltweit für Schlagzeilen sorgten.

Schutzzone um den Kölner Dom

Der damalige Polizeieinsatz gilt als missraten. "Wir wollen alle, dass sich die unsäglichen Ereignisse der letzten Silvesternacht nie wiederholen werden", sagte dazu Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Teil des geplanten Pakets ist auch eine Schutzzone rund um den Kölner Dom, die von etwa 1,10 Meter hohen Absperrgittern gesichert werden soll. Es sei erforderlich, Passanten, das Weltkulturerbe und Besucher der Messe am Abend vor Beschuss mit Feuerwerk zu schützen, heißt es in dem Konzept. In der Zone soll Feuerwerk daher verboten werden. Geplant sind mehrere Kontrollpunkte.

Spezieller Sicherheitsdienst für Frauen und Mädchen

Auch an anderen Orten in der Stadt will Köln nachbessern. Es soll mehr Videoüberwachung geben. Im Hauptbahnhof soll die Abfahrt der Züge so gestaltet werden, dass An- und Abreisende nicht so oft den Bahnsteig wechseln müssen und dabei womöglich ineinanderlaufen. Geplant ist auch ein spezieller "mobiler Security-Dienst" für Frauen und Mädchen.

Er wisse, dass es sich um einen Spagat handele, sagte Polizeipräsident Mathies. Man wolle friedliche und sichere Feiern möglich machen - aber ohne, dass die Polizei als "martialisch" wahrgenommen werde. Dass man bei Störern konsequent durchgreifen werde, sei aber klar.

Augen zu Silvester auf Köln gerichtet

Die Stadt Köln wisse, dass sich in der nächsten Silvesternacht viele Augen auf die Domstadt richteten. Man wolle Köln weltoffen präsentieren, sagte Oberbürgermeisterin Reker. "Und dass wir das tun, wird auch für die Bilder sorgen, die aus Köln um die Welt gehen", sagte sie. "Und es werden gute Bilder."

tkr / DPA