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Nach Tod eines 22-Jährigen: Neue Erkenntnisse zu Köthen: Was die Behörden bislang wissen

Die Ermittlungen zu dem Todesfall in Köthen sind im vollen Gange, auch nach einer Pressekonferenz bleiben immer noch viele Fragen offen. Zumindest schließen die Ermittler nun eine Todesursache aus.

Nach dem Tod eines 22-Jährigen in Köthen haben Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht und Justizministerin Anne-Marie Keding (beide CDU) für den späteren Vormittag zu einer gemeinsamen Pressekonferenz in Magdeburg eingeladen, um über ihre Erkenntnisse zu informieren. Auch der Leitende Oberstaatsanwalt aus Dessau-Roßlau Horst Nopens und Sachsen-Anhalts Landespolizeidirektorin Christiane Bergmann waren vor Ort.

+++ Lesen Sie hier alle wichtigen Ereignisse aus der Pressekonferenz nach. +++

Den genauen Ablauf des Geschehens ließen die Behörden weiter offen. Die Tat sei noch keine 48 Stunden her und man sei mitten in den Ermittlungen, sagte Nopens. "Wir können nur wiedergeben, was wir sicher wissen." Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler kam es in der Nacht zu Sonntag an einem Spielplatz in Köthen zu einem Streit zwischen mindestens zwei afghanischen Staatsbürgern auf der einen und mindestens zwei deutschen Staatsbürgern auf der anderen Seite. Am Ende war der 22-Jährige tot.

Ermittler schließen eine Todesursache bereits aus

Nach dem tödlichen Streit zwischen zwei Männergruppen schließen die Ermittler allerdings Tritte oder Schläge gegen den Kopf als Todesursache aus. Derartige Verletzungen hätten nicht festgestellt werden können, sagte Sachsen-Anhalts Justizministerin Keding. Der 22 Jahre alte Mann sei an akutem Herzversagen gestorben. Eine schwere Vorerkrankung sei bestätigt.

Ein Tatverdächtiger sollte abgeschoben werden

Die beiden 18 und 20 Jahre alten Afghanen sitzen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft. Einer der Tatverdächtigen sollte abgeschoben werden.

Die zuständige Behörde habe bereits im April bei der Staatsanwaltschaft die Zustimmung zur Abschiebung beantragt, dies sei aber aufgrund laufender Ermittlungsverfahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung zunächst abgelehnt worden, sagte Justizministerin Keding. Erst zwei Tage vor dem Todesfall sei ein neuer Antrag genehmigt worden. Zu diesem Zeitpunkt war das Ermittlungsverfahren so weit fortgeschritten, dass er hätte abgeschoben werden können. Weitere Verfahren hatten sich Keding zufolge zudem erledigt.

Nach Protesten in Köthen: Polizei nimmt zehn Anzeigen auf 

Der Fall hatte in Köthen Bestürzung ausgelöst. Neben einem Gottesdienst in der Kirche gab es am Abend auch eine Spontandemonstration mit 2500 Teilnehmern. Dafür hatten rechte Gruppen mobilisiert. Für Montagabend hat die AfD eine weitere Veranstaltung in Köthen angekündigt.

Bei dem sogenannten Trauermarsch hat die Polizei zunächst zehn Anzeigen aufgenommen. Es werde wegen des Verdachts der Volksverhetzung, der Beleidigung, Verstößen gegen das Versammlungsrecht sowie einer Körperverletzung gegen Pressevertreter ermittelt, sagte Sachsen-Anhalts Landespolizeidirektorin Christiane Bergmann auf der Pressekonferenz. Derzeit werde das Demogeschehen auf weitere Straftaten hin ausgewertet. Dafür nutze die Polizei sowohl eigene Erkenntnisse als auch Videoaufzeichnungen und Onlinematerial. Bei einer Kundgebung habe es ein offenes Mikrofon gegeben, dass von der rechtsextremen Szene belegt worden sei, so Bergmann.

Laut Innenminister Stahlknecht sei ein Polizeiaufgebot im "oberen dreistelligen Bereich" vor Ort gewesen. Unterstützung habe es aus Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und von der Bundespolizei gegeben. Auch am Montagabend plane man bei der geplanten Veranstaltung der AfD mit Einsatzkräften im "oberen dreistelligen Bereich". Darüber hinaus soll ein Wasserwerfer und berittene Polizei im Einsatz sein.  

fs / DPA / AFP
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.