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Wucherpreise für Pillen: Wettbewerber unterbietet Abzock-Manager mit 1-Euro-Pille

Vor kurzem kaufte Ex-Banker Martin Shkreli die Rechte an einem Medikament und erhöhte den Preis pro Pille von 13,50 Dollar auf 750 Dollar. Jetzt hat eine andere Firma ein ähnliches Präparat auf den Markt gebracht. Allerdings zum Schnäppchenpreis.

Martin Shkreli ist der Kopf hinter Turing Pharmaceuticals - und im Pharmageschäft der USA kein Unbekannter.

Martin Shkreli, Geschäftsführer von Turing Pharmaceuticals, bekommt jetzt Konkurrenz

Das dürfte Martin Shkreli nicht gefallen. Der ehemalige Hedgefonds-Manager sicherte sich als Geschäftsführer der Firma Turin Pharmaceuticals die Rechte an dem Medikament Daraprim. Ein Mittel, das zur Behandlung von Toxoplasmose (eine durch Parasiten übertragene Infektionskrankheit) und seltener auch Malaria eingesetzt wird. Den Preis erhöhte er von 13,50 Dollar (rund 12 Euro) auf 750 Dollar (rund 670 Euro) pro Pille. Das entspricht 5000 Prozent. Dabei kostet das Medikament in der Herstellung nicht mehr als einen Dollar. Den Wucherpreis begründete er damit, dass die Einnahmen in die Forschung flössen. Für seine Abzocke schlug Shkreli eine Welle der Empörung entgegen. Die ließ den 32-Jährigen jedoch kalt.

Doch was jetzt passiert, dürfte dem Ex-Banker so gar nicht passen. Wie die Nachrichtenwebseite „Mashable“ berichtet, bringt ein Arzneimittelhersteller namens Imprimis jetzt eine Pille mit den gleichen Inhaltsstoffen auf den Markt. Allerdings für sehr viel weniger Geld. Eine Packung mit 100 Pillen soll 99 Dollar (rund 90 Euro) kosten. Somit kostet eine Tablette weniger als einen Dollar.


„Das Ausmaß darüber, wie Firmen ihre Preise erhöht haben, ist so außer Kontrolle geraten, dass wir sehr viel mehr tun können“, sagt Imprimis-Geschäftsführer Mark Baum. „Es gibt so vieles, was wir tun können, um das auszubessern, was diese Jungs machen.“ Das Unternehmen plane sein Vorhaben auch für andere Medikamente. Allerdings, so betont er, sei sein Handeln keineswegs uneigennützig. Trotz der niedrigen Preise erwarte Baum einen beträchtlichen Gewinn.

Auch andere Firmen erhöhten die Preise

Den erhofft sich auch Martin Shkreli, der für seine zwielichtigen Geschäftspraktiken bekannt ist. Seine Strategie: Für Medikamente, für die es am Markt keine entsprechenden Äquivalente gibt, eine Monopolstellung sichern, um auf diese Weise den Preis nach Belieben in die Höhe treiben zu können. Obwohl er in den sozialen Netzwerken einen mächtigen Shitstorm erntete, und versprach, den Preis wieder zu senken (was er übrigens bis heute nicht getan hat), fand seine Vorgehensweise Nachahmer. Auch Pharma-Giganten wie Valeant und Pfizer kauften die Rechte an günstigen, patentfreien Medikamenten und erhöhten deren Preise um ein Vielfaches.


Daraprim wurde ursprünglich von Glaxo-Smith-Kline hergestellt. 2010 verkaufte die Pharmafirma die Rechte für den US-amerikanischen Markt an CorePharma, die schon damals die Preise für das Medikament erhöhte. 2014 wiederum wurde CorePharma von Impax Laboratories geschluckt. Im August dieses Jahres ging Daraprim schließlich an Turing Pharmaceuticals.

In Deutschland wird Daraprim weiterhin von Glaxo-Smith-Kline vertrieben. Eine Tablette kostet hier weniger als einen Euro.

jek
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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