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Krisenkommunikation: "Dann heizt halt mit Holz"

Schlechte Nachrichten haben immer Konjunktur, wer Krisenmanager ist, hat einen krisenfesten Job. Vielleicht war der erste studentische Kongress über Krisenkommunikation in Ilmenau deshalb so gut besucht.

Von Nils Schmidt

"In den frühen Morgenstunden kam es zu einer Explosion. Für die Öffentlichkeit bestand keine Gefahr." Martin Luce schüttelt den Kopf und rückt seine Brille zurecht. Vor seinem inneren Auge ziehen Bilder vorbei: Menschen liegen verletzt auf der Straße, die Fabrikgebäude brennen, eine ätzende Giftwolke senkt sich auf Reihenhaussiedlungen und Spielplätze.

Nein, so geht es wohl nicht. Hätten der 28-jährige und seine Kommilitonen die Pressemitteilung über den GAU in einem Chemiewerk tatsächlich so verfasst, hätten sie nun ein Problem - ein ziemlich großes vermutlich. Glücklicherweise ist das hier nur ein Spiel: Luce und 160 weitere Studenten aus ganz Deutschland nehmen an einem Planspiel auf dem Kongress über Krisenkommunikation an der Technischen Universität Ilmenau teil.

Zwei Tage lang soll der Nachwuchs lernen, wie man mit der Öffentlichkeit umgeht, wenn es irgendwo "brennt" - und wie man mit der Öffentlichkeit besser nicht umgeht. Sich diese Fähigkeiten anzueignen, macht Sinn, denn Krisenkommunikation ist ein krisenfestes Arbeitsfeld. "Terrorismus, Vogelgrippe, Unfälle, Bestechung, Gewinneinbrüche oder Entlassungen: Krisen wird es immer geben", sagt der Ilmenauer Medienwissenschaftsstudent Tobias Nolting, der den Kongress mit einem Team aus Kommilitonen organisiert hat.

Das oberste Ziel des Planspiele ist simpel: Es gilt, Fehler zu vermeiden. Denn es sind die kommunikativen Pannen, die in der Realität Menschenleben gefährden, Reputation vernichten und Aktienkurse abstürzen lassen können. Als nicht nachahmungswürdig gilt zum Beispiel der Vorstand eines Energieversorgers, der die Kritik von Verbraucherschützern mit den Worten abbügelte: "Dann heizt halt wieder mit Holz." Auch die Manager, die mit großzügigen Spenden die politische Landschaft von Köln bis Leuna pflegen und bei einem Skandal abtauchen, sind in den Augen der Dozenten ein Problem.

Problemfälle in Nadelstreifen

Natürlich treten solche Problemfälle in Nadelstreifen nicht persönlich auf dem Kongress auf. Dafür hat sich ein Krisenmacher auf Konsumentenseite unter die Teilnehmer gemischt: Volker Tzschucke, 31, ein Mann, der selbst den Kommunikationsabteilungen großer Konzerne schlaflose Nächte bereitet. Der 31-jährige Germanistikstudent aus Chemnitz launchte das Internetportal Weg-mit-kevin, das zum Widerstand gegen das neue Kinderschokolade-Gesicht aufruft. Über 80.000 Menschen haben sich inzwischen der Petition für die Rückkehr des alten Werbegesichts angeschlossen. "Ich bin hier, um auf den state of the art zu kommen", so Tzschucke. Anders gesagt: Tzschucke will wissen, wie er Krisenmanager austricksen kann.

Die Mehrheit in Ilmenau interessiert genau das Gegenteil, sie wollen mit Krisen umgehen können. Der angepeilte Zukunftsjob: "Spin-Doctor", ein spezieller Unternehmensberater, der aus schlechten gute Zeiten macht und manchmal auch umgekehrt – wenn es dem Auftraggeber nutzt. Anja Nord, 22, Politik-Studentin aus Kassel: "Journalismus macht Spaß, aber Krisen-PR für Konzerne birgt Verantwortung und bringt mehr Geld." In Krisen machen, der letzte Strohhalm für die Generation Praktikum? Ein verschmitztes Lächeln huscht über ihr Gesicht.

Während eines Planspiels stellt Anja Nord die Frage, ob das erste Opfer einer Krise nicht die Wahrheit sei. Wie nicht anders zu erwarten, tritt Thorsten Hofmann von der Unternehmensberatung Prgs-Ecco dem heftig entgegen: "Ein Lüge können sie nur einmal abschießen, danach werden sie von den Medien fertig gemacht." Immerhin, einmal heißt nicht keinmal.

Ex-Bild-Chefredakteur als "Bad Boy"

Pech für den Kommunikator, wenn die Lüge auffliegt und er dann Journalisten wie Udo Röbel vor sich hat. Der Mann - von 1998 bis 2000 Chefredakteur der Bild – ist der "Bad Boy" des Kongresses. Röbel kennt sich aus mit realen und inszenierten Krisen, "dem Lebenssaft der Medien", wie er selbst sagt. Entwickelt sich ein Skandal, sind die Kräfte seiner Ansicht nach ungleich verteilt. "Während die Medien mit dem Panzer kommen, stehen die Unternehmen und ihre Pressestellen mit Steinschleudern da." Die Informationen, die Journalisten dann ausgraben, werden scheibchenweise, also nach der berühmten "Salami-Taktik" veröffentlicht. So arbeiten Hans Leyendecker von der SZ, Günter Wallraff, auch die "Bild" kann das gut. "Was nützt die schönste Krise, wenn sie morgen vorbei ist", sagt Röbel in Anspielung auf die mediale Ausschlachtung des VW-Sexskandals.

Diese Gier der Medien nach laufender, immer wieder "frischer" Berichterstattung über die Krise, stellt die Kommunikationsabteilungen unter immensen Druck. Anfried Baier Fuchs hat zur Genüge erlebt. Als der ICE "Wilhelm-Conrad-Röntgen" am 3. Juni 1998 bei Eschede entgleiste und gegen eine Brücke krachte, begannen für die Kommunikationsberaterin Tage, an denen sie kein Auge zu tat. "Wenn eine Top-Krise eintritt, müssen sie schnellstens der öffentlichen Hysterie begegnen." Noch am Tag des Unglücks stoppte die Krisenmanagerin sämtliche TV-Werbung über das Reisevergnügen Deutsche Bahn, "aus Respekt vor den Betroffenen und Angehörigen", so Baier Fuchs. Diese Art, in Krisen nicht nur auf sachliche Fragen, sondern auch auf emotionale Befindlichkeiten zu antworten, ist der vielleicht wichtigste Part der PR. Es gilt, Mitgefühl zu zeigen.

Mitgefühl - aber bitte auf Grundlage soliden Wissens. Wenn man von den Fakten keine Ahnung habe, so Justus Demmer von der Deutschen Presseagentur während eines Planspiels, "soll man einfach mal die Fresse halten." Mit Dieter Nuhr-Logik aus Ilmenau an die Krisenfront? Anja Nord lacht, sie hat verstanden. Denkt man zumindest. Aber darauf kommt es schließlich an.

CO2-Paket2019
Habe mir gerade mal die heutige Koalitionsregelung durchgelesen. GAS soll angeblich bepreist werden, wie Flüssig- & Feststoff-Energien. Frage A: ERD-GAS soll laut früheren Aussagen KEIN bzw. KAUM "Abgase" erzeugen. Erdgas-Auto-Anlagen-Werbe-Slogan: "unser Abgas ist reines Wasser" Frage B: Wir haben Fernwärme (angeblich zu 100% aus RUSSEN-ERD-GAS) ZUDEM sind "unsere" Genossenschafts-Wohnbauten (angeblicher "Neubau" in 1989/90/91 (Erstbezug-Timeline 1991 bis 1992) und voll nach WEST-Standard gedämmt und entsprechend baurechtlich von Westbehörden abgenommen worden. Die Balkondämmungs-VOB-Baugewähr lief bspw. in "unserem" Block in 2006 ab. Die Anzahl der Blocks "unserer" Wohn-Genossenschaft beträgt rund 10 Blocks, die "zusammen in den NK abgerechnet werden" (und auf die m2 der Einzelnen Wohnungen "anteilmäßig umgelegt" werden). FAKTUM: Die jährlichen Heizkosten-VERBRÄUCHE liegen "bei uns" rund 50% niedriger als bei der Landeseigenen-Wohngesellschaft., auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Diese haben zur Außen-Sanierung nur "dick Farbe" auf die "dünn verputzten" Kieselstein-Fertigplattenbauten (aus gleicher Bauzeit) aufgetragen. Die Heizkostenstatistik stammt von den Grundsicherungsämtern, die die Miet- & NK von "Bedürftigen" ersatzweise übernehmen. Die Landes-Wohnbaugesellschaften gelten als Treiber der Miet- & NK. Hiermit wurde der Mietspiegel (laut Zahlen der BBU) "preistreibend beeinflusst". FRAGE C: Diese "neue Preistreiberei" NUN, mit der CO2-Bepreisung ab 2019 sowie die "Sanierung der früheren Minmal-Sanierung" wird auch "unseren Mietspiegel" drastisch weiter manipulieren, obwohl es 1. bei "uns" gar keinen "frischen" Handlungsbedarf gibt ! (vollsaniert, GAS-Fernwärme) 2. wir auch den Anbieter NICHT wechseln können, weil der wir Ferngas-Heizung-bestimmt sind, durch Baurecht. 3. weil die Landes-Wohnbausgesellschaft, das, was im eigentlichen Sinn KEINE Sanierung darstellt, als solche definiert (und auf den deren Mietpreis umlegt) ... (Unsinnsbeispiel): so schaffen die gerade die Müllschächte ab und kassieren dafür einen "WohnWerte-Aufschlag" bei den NK, der den Mietspiegel fürden gesamten Nahbereich anhebt. ... (Sanierungs-spielchen): ein Bekannter von mir musste, weil lediglich seine Block-Außenwände "bunt saniert" wurden, 400 Euro (Erstbezug nach Sanierung) für die selbe Wohnung monatlich mehr bezahlen. Er widersprach der Mieterhöhung und es ging vor Gericht. Das Gericht folgt der Landes-Wohnbaugesellschaft und deren Argument, der Bekannte würde schließlich "massiv Enegie einsparen" !!! .... das traf natürlich bis heute (5 Jahre später) niemals zu. Neben den Mietzusatzkosten (KM) sowie den Heizkostensteigerungen (NK) - bei gleichem, extrem hohen Verbrauch - wurde er doppelt bestraft. ... und der Mietspiegel sagt, der "graue" Ghetto-Bezirk sei nun ein "buter und gut sanierter" Luxus-Wohnbestandsbereich ! FRAGE D: demnach macht es auf KEINEN Sinn mehr, ERD-GAS-Taxen & -Busse einzusetzen, nur Wasserstoff- oder E-KFZ ????? SCHLUSSFRAGE: was passiert, wenn diese hohen NEUKOSTEN für die Verbraucher, durch die CO2-Bepreisung wieder einmal ein TEURER NULLEFFEKT -- ohne unabhängige Kontrolle und ohne Strafbewehrung wird ?? Ein 50 Milliarden-Märchen ... das bereits in Stufe 1 (bis 2022) scheitert ?? Vermutlich werden wieder die PRIVATEN Wohnanbieter und PRIVAT-Organisierten Wohn-Genossenschaften die LOOSER sein. Sowie die Verbraucher als Ganzes.
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.