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Kühlungsborn: 300 Menschen von Noroviren befallen

Apruptes Ende eines Herbsturlaubs: 300 Beschäftigte und Gäste haben sich in einem Hotel an der Ostsee mit Noroviren infiziert. Das Resort bleibt vorerst geschlossen.

Die Idylle trügt: Das Ostseebad Kühlungsborn wurde von Noroviren heimgesucht.

Die Idylle trügt: Das Ostseebad Kühlungsborn wurde von Noroviren heimgesucht.

Nach einem massiven Ausbruch von Noroviren ist ein Hotel in Kühlungsborn an der Ostsee geschlossen worden. Innerhalb von zwei Wochen haben sich mehr als 300 Beschäftigte und Gäste des Hotels "Morada Resort"mit dem hochansteckenden Erreger infiziert, der Magen-Darm-Erkrankungen verursacht . Das Landratsamt bestätigte am Donnerstag entsprechende Berichte. Das Gesundheitsamt des Landkreises Rostock hatte bereits Desinfektionen angeordnet, sagte Kreissprecherin Petra Zühlsdorf NDR 1 Radio MV.

Die Schließung mindestens bis kommenden Sonntag sei auf Eigeninitiative der Hotelführung erfolgt, um das Haus komplett zu desinfizieren. Die derzeitigen Hotelgäste haben ihre Zimmer vier Tage früher verlassen als ursprünglich gebucht. Das Hotel entgeht damit einer Schließung von Amts wegen.

Im "Morada Resort" hatte sich in den vergangenen zehn Jahren zwei ähnliche Vorfälle ereignet, berichtet NDR 1 Radio MV weiter. Im Herbst buchen vor allem Senioren, die mit dem Bus anreisen, ihren Urlaub in dem Hotel.

Als Quelle der Erkrankungen werde ein Gast vermutet, der bereits krank angereist sei und über akute Übelkeit geklagt hatte. Er habe eine Kettenreaktion ausgelöst, an der auch mangelnde Hygiene einzelner Gäste schuld sein soll. Einige Betroffene seien vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden.

lin, mit DPA
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