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"Images of Change": Satellitenbilder zeigen, wie der Mensch die Erde verändert

Faszinierende Satellitenaufnahmen der NASA zeigen die Entwicklung der technischen Kapazitäten - von neu geschaffenen Inseln, Staudämmen und Stadterweiterungen rund um den Globus.

In den vergangenen 50 Jahren hat die Spezies Mensch Bedeutsames erreicht: Krankheiten wurden geheilt, die Armut wurde bekämpft, Hungerleid wurde gemindert. Der Fortschritt zeigt sich nicht nur am veränderten Schicksal von einzelnen Personen, sondern auch am Bild des Planeten von außen. Das zeigen die folgenden Satellitenbilder, die von der NASA unter dem Slogan "Images of Change" verbreitet werden.

Dubai

Fotos: Landsat / U.S. Department of the Interior, USGS and NASA

Diese Satellitenaufnahmen zeigen die berühmt gewordenen Palmeninseln Jumeirah und Jebel Ali vor der Küste Dubais. 2001 wurde mit dem Bau begonnen.  Allein die Insel Jumeirah verlängert die Küstenlinie Dubais um rund 100 Kilometer.

Hurghada (Ägypten)

Fotos: Landsat 5 & 8 / NASA's Earth Observatory

Anfang der 1980er-Jahre lebten im ägyptischen Hurghada am Roten Meer rund 12.000 Menschen. Ende 2014 waren es 250.000. Viele der Bewohner leben vom Tourismus. Das kommt aber nicht umsonst: Die Korallen-Vorkommen sind in den vergangenen drei Jahrzehnten um die Hälfte gesunken. Das liegt zum einen an den Baggerarbeiten im Meer, zum anderen an Beschädigungen durch unachtsame Schnorchler und Taucher.

Incheon (Südkorea)

Fotos: Landsat 2 & 8, / U.S. Department of the Interior, USGS and NASA

Die Küste von Incheon hat sich in den 32 Jahren von 1982 bis 2013 radikal verändert. Aus Sumpfgebieten wurde bebaubares Land gemacht. Inseln wurden verbunden, um den riesigen Flughafen der Millionenstadt zu beherbergen. Drei Millionen Menschen leben in Incheon, mehr als zehn Millionen in der nur 28 Kilometer entfernten Hauptstadt Seoul. Die beiden Städte sind mittlerweile zusammengewachsen und bilden eine Metropolregion.

Urmiasee (Iran)

Fotos: Landsat 2 & 8, / U.S. Department of the Interior, USGS and NASA

Der Urmiasee liegt an der gleichnamigen Stadt im Nordwesten Irans, es ist der größte Binnensee des Landes. Bis vor wenigen Jahren war er 140 Kilometer lang und 55 Kilometer breit – zehnmal größer als der Bodensee. Der Salzgehalt lag vor Jahrzehnten auf einem Niveau von rund 30 Prozent – ähnlich wie das Tote Meer. Durch aufgestaute Flüsse und für die Landwirtschaft verwendetes Wasser ist der See auf ein Drittel seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Mittlerweile hat sich aber die Politik des Themas angenommen.

Las Vegas (USA)

Fotos: Landsat / U.S. Geological Survey

Las Vegas, die Casinostadt in Nevada, ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der USA. 1970 lebten 126.000 Menschen in Las Vegas, 2010 waren es 584.000 – in der Metropolregion leben gar zwei Millionen Menschen. Die Satellitenbilder oben zeigen den Westen der Stadt. Wo vor 40 Jahren noch Wüste war ist nun urbanes Gebiet.

Mirani-Damm (Pakistan)

Fotos: Landsat 7 & 5, / U.S. Department of the Interior, USGS and NASA

Der Mirani-Damm im Süden von Pakistan wurde 2006 fertiggestellt. Er versorgt die Bevölkerung nun mit Wasser und Strom. Auf dem Bild schön zu sehen sind auch die neu geschaffenen grünen Landwirtschaftsgebiete, die dem Wasser des Damms zu verdanken sind. 15.000 Menschen wurden dabei umgesiedelt.

Riad (Saudi Arabien)

Fotos: NASA/GSFC/METI/ERSDAC/JAROS, U.S./Japan ASTER Science Team

1970 war das Verhältnis der Wohnbevölkerung zwischen ruralen und urbanen Regionen 3:1, 1990 hatte sich das Verhältnis umgekehrt. Das verdeutlicht obiges Bild der Hauptstadt Riad. 1972 lebten 500.000 Menschen in der Stadt, 2013 5,9 Millionen.

Singapur

Fotos: Landsat 1 & 5/ U.S. Geological Survey

Singapur in Südostasien ist eines der Musterbeispiele für effizientes Bauen. Das ist aber mehr Pflicht als Kür – bebaubares Land ist knapp. Also wurde der Plan gefasst, das Land zu erweitern: Von den 1960ern bis heute wurde die Landfläche von 581,5 km2 auf 710,2 km2 erhöht. Bis 2030 soll es nochmals um 100 km2 erweitert werden.