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Bunte Kapseln: Nach Sturmtief: Zehntausende Ü-Eier auf Langeoog angespült

Auf Langeoog herrscht mitten im Januar österliche Stimmung: Zehntausende bunte Plastikeier sind nach dem Sturm an den Strand gespült worden. Offenbar war das Spielzeug auf dem Weg nach Russland.

Zehntausende Ü-Eier liegen am Strand von Langeoog

Zehntausende Ü-Eier liegen am Strand von Langeoog

Am Strand der ostfriesischen Insel Langeoog sind nach Sturmtief "Axel" hunderttausende Plastikeier mit Spielzeug angespült worden. Die kleinen bunten Kapseln säumten nach Polizeiangaben "ohne Schokoladenüberzug" den Strand über mehrere Kilometer. Statt Muscheln konnten die aufgrund der Schulferien noch zahlreichen Touristen auf der Insel, vor allem aber die Kinder, Spielzeugeier sammeln. Die Eier verfügten offensichtlich über gute Schwimmeigenschaften, hieß es.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Kapseln aus einem oder mehreren Containern eines Schiffes stammen, das bereits bei einem Sturm an Weihnachten Teile seiner Ladung verloren hatte. "Hundertprozentig sicher sind wir aber noch nicht", sagte eine Sprecherin. Die Wasserschutzpolizei ermittelt. 

Gemeinde Langeoog will Eier einsammeln

Laut "NDR" befinden sich in den kleinen Dosen der Eier Tierfiguren mit Zetteln in kyrillischer Schrift. Offenbar waren die Ü-Eier auf dem Weg nach Russland. Nun soll erst einmal verhindert werden, dass die Kapseln zurück ins Meer gespült  und dort möglicherweise von Tieren verschluckt werden könnten. Die Gemeinde will die Eier mit Hilfe eines Kindergartens einsammeln, berichtet der "NDR". Was dann mit den Eiern geschehe, sei noch unklar.

Auch massenweise Lego auf Langeoog angespült

Doch auf Langeoog gab es nicht nur eine Ü-Eier-Invasion, sondern es wurden auch massenweise Lego-Steine angespült. Das Spielzeug stammt vermutlich aus einem Schiffscontainer, der am Mittwoch im Sturm über Bord eines Frachters gegangen und aufgeplatzt war. Daneben trieben auch Unmengen von Plastiktüten mit weiteren Verpackungen an, wie Bürgermeister Uwe Garrels sagte. "Das ist nicht mehr lustig, sondern eine große Umweltbelastung und höchst schädlich für Tiere", sagte Garrels.


kis mit DPA