Lebensgefahr Siebenjähriger hatte zwei Promille im Blut


Zwei Promille mit sieben Jahren: Ein kleiner Junge ist völlig betrunken in eine Berliner Klinik eingeliefert worden. Er schwebt in Lebensgefahr. Fußgänger hatten das Kind zitternd und sich übergebend auf einem Gehweg in Spandau gefunden.

Ein erst sieben Jahre alter Junge ist in Berlin mit einer lebensgefährlichen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, fanden Passanten das zitternde und sich übergebende Kind am Sonntagabend auf einem Gehweg im Stadtteil Spandau. Der Junge, bei dem ein Blutalkoholwert von zwei Promille festgestellt wurde, musste stationär auf der Intensivstation behandelt werden. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge soll er mit seinem zwei Jahre älteren Bruder alkoholische Getränke auf einem Spielplatz getrunken haben, die er ebenfalls von Jugendlichen erhalten hatte.

Angaben der Techniker Krankenkasse vom Frühjahr zufolge landen immer mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen im Krankenhaus. Allein in Hamburg seien im vergangenen Jahr 1765 Minderjährige mit der Diagnose "psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol" in Kliniken eingeliefert worden. Das waren etwa zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet sind das nach Angaben der Kasse fast 20.000 alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte von Minderjährigen pro Jahr. Damit stehe das sogenannte Komasaufen unter den häufigsten Ursachen für Klinikaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile auf Platz 15.

AFP AFP

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