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Brandenburg: Mindestens 20 Kühe verenden qualvoll – waren Tierschützer schuld daran?

Unbekannte haben auf einem Gut in Brandenburg 400 Kühe aus ihren Ställen befreit. Der Ausflug endete für viele Tiere tödlich – sie fraßen zu viel Kraftfutter.

Milchkühe im Stall

Vier Kühe starben sofort, mindestens 16 weitere mussten eingeschläfert werden (Symbolbild)

Picture Alliance

In der Nacht von Samstag auf Sonntag verschafften sich mehrere Personen Zutritt zum Geländer zum Gut Hammer-Liebenwalde in Brandenburg. Sie öffneten die Tore der Stallungen und ließen die 400 , die sich darin befanden, in die Freiheit, berichtet die "Märkische Allgemeine Zeitung". Eine Freiheit, die allerdings tödliche Folgen hatte.

Einige der Tiere entdeckten nämlich das Futterlager auf dem und machten sich in der Dunkelheit der Nacht über die Reserven her. Bis zu zehn Kilogramm Kraftfutter nahmen sie innerhalb kurzer Zeit zu sich, normalerweise sind es zwei Kilogramm am Tag. "Zu viel Kraftfutter führt dazu, dass das Verdauungssystem im Pansen empfindlich gestört wird", sagte der betreuende Tierarzt Karsten Schlaefer der "Märkischen Allgemeinen". Am Ende steht meist eine Vergiftung der Leber und ein qualvoller Tod.

Vier Kühe starben sofort, weitere mussten eingeschläfert werden, um sie von ihren Qualen zu erlösen. Bis zum Montagabend starben insgesamt 20 Kühe auf diese Art und Weise. Der Schaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt.

Tierschützer sollen Kühe befreit haben

Die Verantwortlichen des Guts haben bisher noch keine Hinweise darauf, wer hinter der Aktion steckt. Bisher sei lediglich klar, dass der oder die Täter planvoll vorgegangen seien. Im Verdacht stehen zunächst , die den Kühen die Freiheit schenken wollten. Damit hätten sie den Tieren allerdings einen katastrophalen Bärendienst erwiesen.

"Wir sind fassungslos. Alle unsere 700 Kühe können täglich auf die Weide, hier ist alles bio. Sollten das so genannte Tierschützer sein, die die Tiere befreien wollten, so haben sie unfassbar dumm gehandelt", sagte Geschäftsführerin Anja Schiemann. Für Hinweise hat das Unternehmen eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt.

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