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Linken-Kandidatin Monika Strub: Perfekte Wende

Sie war ein Mann und bei der NPD. Jetzt ist Monika Strub eine Frau und sehr links.

Von Mathias Becker

Die Frau ist 1,86 Meter groß, stämmig und schwer zu übersehen. Dafür sorgen schon lila Top, lila Jacke, lila Käppi. Wenn Monika Strub in ihrem Stammcafé in Emmendingen hockt, stecken die Leute die Köpfe zusammen. Sie kennt das, es störte sie nicht. Bis vor einer Woche. Da wurde bekannt, dass sie früher Bomberjacke trug und bei der NPD war. Und dass sie damals Horst hieß. Im Internet zeigen die feinen Ex-Kameraden das Bild eines Mannes mit kurz geschorenen Haaren und schüchternem Blick: Horst Strub. Monika, die Linken-Kandidatin für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, sei eine "Mogelpackung". Kürzlich hat jemand an ihre Tür NPD-Sticker geklebt und ein Hakenkreuz gemalt.

Aber die gehören da nicht mehr hin. Ein Mensch hat sich in sein Gegenteil verwandelt - wie geht das? Monika erzählt, dass Horst - also sie - schon früh gemerkt habe, dass er anders ist. Tagsüber zog er sich punkige Klamotten an, abends posierte er in Frauenkleidern. Am Wochenende verkleidete sich Horst als Frau und zog durch Schwulenklubs. Der Körper scheint der falsche. Aber was ist richtig?

"Kommst halt mal mit einen trinken", sagen ein paar Rechte in Emmendingen. Sie nehmen ihn mit zur NPD-Versammlung. Horst genießt die Stärke der Gruppe, rasiert sich den Schädel und betäubt seine Zweifel mit Hass und Bier. "Die haben mich beschützt", sagt Monika.

Die NPD-Vergangenheit sehen die Linken als Jugendsünde

Als sich Horst nach zwei Jahren von der NPD löst, will er ein neues Leben - als Frau und Krankenpflegerin. Die Geschlechtsumwandlung zieht Horst durch, die Ausbildung bricht Monika ab. Heute fährt Strub Brötchen aus und nimmt kleine Jobs als Fotografin an. Sie teilt Essen in einer Armenküche aus und tritt 2010 der Linken bei. "Weil die sich für eine gerechte Welt und gegen Diskriminierung einsetzen."

Die NPD-Episode sehen ihr die neuen Freunde als Jugendsünde nach. Plötzlich ist sie gefragt. Als Transsexuelle repräsentiert sie auch noch eine Minderheit, was bei den Linken einiges zählt. "Zwischen ihre politische Einstellung und unser Programm passt kein Blatt", sagt Linken-Vorstandsmitglied Sascha Wagener.

Aber ganz ist sie die Vergangenheit nicht los - zumindest nicht die als Mann. Auf ihrer Hand verblasst eine Tätowierung. "H.St." steht da, für "Horst Strub". Sie hat sie selbst gestochen, mit 13.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.