Lotto-Fieber 50 Millionen sind noch drin


Trotz eines Tipper-Rekords ist der höchste Jackpot aller Zeiten nicht geknackt worden. Am Mittwoch sind 25 Millionen Euro zu gewinnen und im Januar muss das Geld weg. Der Gewinn könnte sich bis dahin verdoppelt haben.

Der mit rund 25 Millionen Euro höchste deutsche Lotto-Jackpot aller Zeiten lockt an diesem Mittwoch die Spieler. Denn auch am dritten Adventswochenende konnte der mit fast 22 Millionen Euro bereits prall gefüllte Jackpot nicht geknackt werden. Neun Spieler seien aber bundesweit mit jeweils sechs Richtigen dicht dran gewesen, sagte eine Sprecherin der derzeit federführenden Land Brandenburg Lotto in Potsdam. Die Glückspilze können sich kurz vor Weihnachten über jeweils fast eine halbe Million Euro freuen.

Amerikanische Verhältnisse in Deutschland

Der aktuelle Jackpot im Zahlenlotto wird spätestens am 8. Januar ausgezahlt. Bis dahin könnten sich deutlich mehr als 50 Millionen Euro angesammelt haben, sagte Klaus Sattler, der Sprecher der Staatlichen Toto-Lotto GmbH, in Stuttgart. "Das wären dann amerikanische Dimensionen." Sollte der Jackpot bis dahin nicht geknackt werden, würde die Summe in der 15. Ziehung auf die Gewinnklasse zwei (sechs Richtige ohne Superzahl) aufgeteilt.

Der so genannte rollierende Jackpot im Lotto war am 2. Dezember 2000 eingeführt worden. Der Deutsche Toto- und Lotto-Block hatte dabei vereinbart, dass der Jackpot höchstens 14 Ziehungen lang bestehen bleibt und danach ausgeschüttet werden muss.

Insgesamt 112 Millionen Euro eingesetzt

Der Jackpot bei der Samstagsziehung hatte sich durch den Ansturm von Tippern bereits zum höchsten in der 49-jährigen Lotto-Geschichte entwickelt. Laut Lotto übertraf er mit etwa 21,9 Millionen Euro den bisherigen Rekord vom September 1994, als umgerechnet 21,6 Millionen Euro ausgeschüttet worden waren. Der Super-Jackpot am vergangenen Samstag hatte bundesweit ein wahres Lotto-Fieber ausgelöst und für Umsatzzuwächse von knapp über 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gesorgt. "Die Spieler setzten insgesamt rund 112,3 Millionen Euro ein", sagte der Geschäftsführer von Lotto Brandenburg, Horst Mentrup, der Nachrichtenagentur DPA.

Dies sei zwar der höchste Spieleinsatz seit Euro-Einführung, jedoch bei weitem nicht der höchste der Lotto-Geschichte gewesen. "An der Spitze stehen immer noch die umgerechnet rund 176,6 Millionen Euro, die vor der Ziehung im September 1994 von den Tippern ausgegeben wurden", sagte Mentrup. Die Spieleinsätze vom vergangenen Samstag lägen dagegen erst an neunter Stelle. "D-Mark-Beträge in diesen Dimensionen hörten sich einfach wesentlich höher an und übten dadurch einen noch größeren Reiz aus."

Mit Blick auf die bevorstehende Mittwochsziehung rechnet Mentrup mit einem erneuten Andrang in den Lotto-Annahmestellen. "Je näher Weihnachten rückt, desto mehr ist die Stimmung von Wünschen und Träumen geprägt." Im Vergleich zur Vorwoche erwartet Mentrup ein Umsatzplus von 30 Prozent. "Allerdings liegen die Spieleinsätze mittwochs deutlich unter denen an einem Samstag, denn der Samstag ist nach wie vor der traditionelle Lotto-Spieltag." Am vergangenen Mittwoch betrugen die Spieleinsätze nach Auskunft von Mentrup bundesweit fast 45 Millionen Euro.

Zwar nicht den ganz großen Wurf, aber immerhin sechs Richtige landeten bei der Samstagsziehung neun Spieler. Gleich vier der Gewinner stammen laut Lotto GmbH aus Rheinland-Pfalz, jeweils einer komme aus Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Sie alle hatten die sechs gezogenen Zahlen - 3, 7, 9, 33, 35 und 42 - korrekt angekreuzt. Nur die richtige Superzahl 2 fehlte auf ihren Scheinen. Der Dezember ist nach Auskunft der Lotto-Sprecherin ein wahrer "Jackpot-Monat". Auch im vergangenen Jahr habe es zwei beachtliche Gewinne gegeben: Am 3. Dezember 2003 teilten sich zwei Spieler die Summe von 16,9 Millionen Euro und am Heiligabend 2003 holte sich ein Saarländer rund 13,1 Millionen Euro.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker