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Marken-Hashtags: Frau des US-Finanzministers empört mit elitärem Instagram-Kommentar

Louise Linton, Frau des amerikanisches Finanzministers, postet ein Bild auf Instagram, wie sie von einem gemeinsamen Trip mit ihrem Mann zurückkehrt. Darunter setzt sie Hashtags von Luxusmarken. Eine Frau aus Oregon kommentiert - und bekommt eine Antwort, die viele empört.

US-Finanzminister Steven Mnuchin und seine Frau Louise Linton flogre für einen Tages-Trip nach Kentucky. Bei ihrer Rückkehr gab es Aufregung.

US-Finanzminister Steven Mnuchin und seine Frau Louise Linton flogre für einen Tages-Trip nach Kentucky. Bei ihrer Rückkehr gab es Aufregung.

Die Frau des US-Finanzministers hat mit einem als elitär kritisierten Kommentar Empörung im Internet ausgelöst: Louise Linton veröffentlichte am Montagabend im Onlinedienst Instagram ein Foto, auf dem sie mit ihrem Mann Steven Mnuchin aus einem US-Regierungsflugzeug steigt.

Dass die 36-Jährige dabei Markenangaben zu ihren Designerklamotten und -accessoires hinzufügte, stieß einer Instagram-Nutzerin übel auf. 

Ihr Bild betitelte sie mit: "Großartiger #Tagestrip nach #Kentucky". Und fügte noch weitere Hashtags hinzu, wie #hermesscarf, #valentino und #tomford. 

Ms. Linton kann Kritik nicht ignorieren

Jenni Miller, Mutter aus Portland, Oregon kommentierte das Bild: "Ich bin froh, wir konnten für deinen kleinen Trip bezahlen. #bedauerlich"

Anstatt die kurze Kritik zu ignorieren konterte Linton. 

"Aw!!! Dachtest du, das war ein privater Trip?! Niedlich! Glaubst du die amerikanische Regierung hat für unsere Hochzeitsreise und private Reisen gezahlt?! Lololol. Hast du mehr für die Wirtschaft getan als mein Mann und ich? Als individueller Steuerzahler ODER in Aufopferung für unser Land?" 

Ms. Linton führte fort: "Ich bin mir ziemlich sicher, wir haben mehr Steuern für unseren Tagestrip bezahlt als du. Ziemlich sicher ist die Summe, die wir jährlich opfern, größer, als alles, was du bereit wärst zu geben. Du bist niedlich realitätsfern." 

Louise Linton entschuldigt sich

Laut New York Times ist Jenni Miller eingetragene Demokratin und kann nicht verstehen, wie Ms. Linton für Luxusmarken werben kann, wenn Kentucky eine der höchsten Armutsraten in den USA hat. Nach Schätzungen des US-Wirtschaftsministeriums leben 18,5 Prozent aller Einwohner Kentuckys in Armut.

Bereits am Dienstagmorgen war der Beitrag Berichten zufolge von ihrem Profil gelöscht, das nicht mehr öffentlich zugänglich war.

Im Laufe des Dienstags erklärte die Schottin außerdem, sie entschuldige sich sowohl für den Beitrag selbst als auch für ihre Antwort: "Es war unangebracht und höchst unsensibel."

Mnuchin ist einer der reichsten Mitarbeiter der Regierung

Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, das Paar erstatte der Regierung die Kosten für Lintons Reise zurück. Außerdem erhalte sie keinerlei Vergütung dafür, dass sie die Luxusmarken erwähne.

Mnuchin ist einer der reichsten Mitarbeiter der Regierung. Sein Vermögen wird auf 500 Millionen Dollar (etwa 424 Millionen Euro) geschätzt. Linton ist 36 Jahre alt und schottische Schauspielerin.

Wie Reuters berichtet, ist es nicht das erste Mal, dass sie für Aufsehen sorgt. Letztes Jahr habe sie ein selbst-publiziertes Buch zurückgezogen, in dem sie behauptete, bei Aufständen in Sambia vor Ort gewesen zu sein. Afrikanische Behörden und Entwicklungshelfer hätten laut Reuters jedoch zahlreiche vermeintliche Fakten aus dem Buch nicht bestätigen können. 

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anda / AFP