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Loveparade: So kam es zu der Katastrophe

Der Besucheransturm war enorm: Mehr als eine Million Menschen versammelten sich zur Duisburger Loveparade. Das Verkehrskonzept sah vor, sie vom Hauptbahnhof in zwei Strömen zum Partygelände gehen zu lassen. Ein breiter Tunnel wurde dabei zum tödlichen Nadelöhr.

Es ist 21 Uhr auf der Loveparade. Die Bässe dröhnen über den Platz, es ist Party in Duisburg. Irgendwie und immer noch feiern hier Menschen. Nicht ahnend, was vor Stunden passierte. Im Schatten stehen Melanie Rogsch (34) und Nicole Vetrih (40) aus Moers. "Die Situation bedrückt uns, ein Scheißgefühl", sagen die beiden. "Ich kann das gerade irgendwie nicht glauben", meint Nicole Vetrih. Gerüchte würden schon seit einer guten Stunde über das Gelände wabern. 16 Menschen sollen auf der Loveparade gestorben sein, zwei weitere später im Krankenhaus. Das Handy von Anna Gregor (19) aus Neukirchen klingelt. "Ja, es geht mir gut", sagt die junge Frau. Die drei gehören zu den mehr als eine Millionen Partygästen, die in Duisburg mit Technomusik in das Wochenende tanzten.

Viele andere Besucher der inzwischen dritten Loveparade im Ruhrgebiet wissen zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht, dass die Megaparty des Jahres für 19 Raver mit dem Tod endete. Was wirklich an diesem schönen Sommertag in Duisburg passierte, werden die polizeilichen Ermittlungen in den nächsten Tagen zeigen. Doch schon jetzt gibt es eine Menge Vorwürfe wegen der möglicherweise absolut unzureichenden Zugänge zum Festgelände.

Polizei schickt ankommende Raver zurück

Das Unglück am Rande der Loveparade ereignete sich entlang eines breiten Tunnels, durch den die Teilnehmer auf das Gelände gelangten. "Der Zugang zur Event-Area erfolgt ausschließlich über die offiziellen Eingänge an der Karl-Lehr-Straße", heißt es auf der Loveparade-Homepage. Das Verkehrskonzept der Stadt sah vor, die Raver vom nördlich gelegenen Hauptbahnhof Duisburg in zwei Strömen - einer westlich, der zweite östlich - zum weiter südlich gelegenen Partygelände gehen zu lassen.

Im Süden des Geländes führte die von sehr breiten Eisenbahnbrücken überspannte Karl-Lehr-Straße die beiden Besucherströme zusammen und leitete sie dann aufs Gelände. Der Weg unter den Eisenbahnbrücken hindurch wird vielfach als Tunnel beschrieben. Darin haben tausende Menschen Platz. Von der Unterführung geht es im rechten Winkel über Kopfsteinpflaster auf das Gelände. Dort begegneten sich Raver, die zur selben Zeit die Loveparade verlassen beziehungsweise besuchen wollten.

Die Panik war Zeugen zufolge schon vor ihrem Höhepunkt am Nachmittag absehbar. Kurz vor dem Unglück gibt die Polizei um 17.34 Uhr bekannt, dass das Veranstaltungsgelände wegen Überfüllung geschlossen worden sei. Sie gibt über Lautsprecher Hinweise an die Teilnehmer und bittet sie, zurück in Richtung Hauptbahnhof zu gehen. Damit mussten viele Menschen zurück in Richtung Tunnel. "Als die Polizei das Gelände abriegeln wollte, wurden wir brutal nach vorne gedrückt, die Leute vorne bekamen keine Luft mehr", berichtet ein junger Mann.

"Wir haben schon kaum mehr Luft bekommen"

"Irgendwann hat es sich gestaut, ein Nadelöhr", schildert ein weiterer Augenzeuge die Situation. "Am liebsten wären wir wieder nach Hause gefahren, aber das ging ja nicht: Umkehren war unmöglich." Fernsehbilder zeigen, dass die Teilnehmer dicht an dicht gedrängt durch die Unterführung laufen mussten. Im Kurznachrichtendienst "Twitter" war mit Blick auf den Tunnel schon vor der Veranstaltung von einer "Falle" die Rede.

"Wir standen mittendrin. Es hatten immer mehr Menschen noch versucht, zum Gelände zu kommen", sagt der 21-jährige Fabio. "Wir waren schon durch den Tunnel durch und standen auf dem kurzen Stück vor dem Eingang. Dort ging es aber nicht weiter." Einige seien über Zäune und über eine Leiter geklettert oder über eine enge Treppe am Tunnelende. Von dieser Treppe sollen auch Menschen heruntergestürzt sein.

"Wir sind danach durch den Tunnel zurück. Meine Freundin und ich haben schon kaum mehr Luft bekommen und haben die Ellbogen ausgefahren, um noch wegzukommen", berichtet Fabio. "Anschließend haben wir die Polizei alarmiert und gesagt, dass es im Tunnel gleich zur Massenpanik kommen wird." Passiert sei aber erst einmal nichts. "Das war etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Unglück gewesen. Da waren aber schon Leute reihenweise zusammengeklappt."

Augenzeugen berichten, viele Besucher seien bei dem Andrang umgekippt. Etwa zehn hätten wiederbelebt werden müssen. Rettungskräfte seien kaum durchgekommen. Polizeihauptkommissar Jürgen Kieskemper erklärt, die Situation sei "sehr chaotisch" gewesen: "Wir müssen noch aufklären, was da war."

"Ich habe noch nie gesehen, wie ein Mensch gestorben ist"

Auf dem Gelände der Loveparade läuft die Party unterdessen zuerst weiter. Kaum jemand nimmt die Rettungshubschrauber wahr, deren Rotorgeräusche sich mit dem Wummern der Musik mischen. Warum die Veranstalter sich dazu entschlossen, erklärt der Pressesprecher der Stadt Duisburg mit der Sorge um die Sicherheit der 1,4 Millionen Besucher. "Der Krisenstab hat entschieden, die Veranstaltung noch nicht zu beenden, weil im Moment zu viele Menschen auf dem Gelände sind", sagte er. Eine weitere Panik habe verhindert werden müssen. Alle Notausgänge seien aber geöffnet.

Erst nach und nach verbreitet sich die Nachricht. Langsam wird klar, was geschehen ist. Viele Partygäste sitzen vor der absperrenden Banderole auf dem Loveparade-Gelände, schütteln den Kopf, das Gesicht voller Tränen. "Ich kann das immer noch nicht fassen", sagt der Achmed Hasan aus Hamm. Er wollte gerade mit seinem Freund Hendrik Weigers aus Rheinberg in Richtung des stillgelegten Güterbahnhofs, als die Panik unter der Brücke aufkam. "Die wollten doch alle nur Spaß", berichtet der 17-Jährige. "Dann haben alle geweint, ich habe geweint", sagt er, muss kurz schlucken und ergänzt: "Ich habe noch nie gesehen, wie ein Mensch gestorben ist."

Von Manuela Pfohl und Marc Drewello, mit DPA/APN / APN
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(