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Lust auf Leben: Starke Frauen mit starken Geschichten

Für "Lust auf Leben" sprach die Journalisitin Barbara Brauda mit lebenslustigen Frauen um die 60. Konrad Rufus Müller hat zudem ihren liebsten Körperteil fotografiert. Viva! zeigt drei dieser Frauen.

Die Schriftstellerin Brigitte Blobel (geboren 1942) mag an sich selbst am liebsten ihre Füße

Die Schriftstellerin Brigitte Blobel (geboren 1942) mag an sich selbst am liebsten ihre Füße

Wer es noch nicht bemerkt hat, muss wohl blind sein: die Frauen über 60 werden immer jünger. Und interessanter. Man fragt sich oft gar nicht, wie alt diese oder jene Frau sein könnte. Es ist die Persönlichkeit, die anzieht und überzeugt. Falten? Wahrscheinlich. Na und?

Noch vor einer Generation klang das völlig anders: Der "Spiegel" veröffentlichte 1984 eine Titelgeschichte über "Die Frau um 40". "Ich bin unsichtbar geworden", klagte da eine. Und der damals trendigste Modedesigner Courrèges lästerte, jede Frau über 40 sollte sich am besten erschießen. Was für eine Unverschämtheit! Ich war damals 37 und überzeugt, dass sich mein Leben anders entwickeln würde. Natürlich behielt ich recht! Die 25 Frauen unseres Buchs sind lebender Beweis dafür, dass sich Entscheidendes verändert hat.

Es war übrigens ganz leicht, Frauen für unser Buchprojekt zu motivieren. Sie finden nämlich, es muss endlich gesagt werden: Frauen über 60 sind keine "Omas". Sie stehen mitten im Leben, sind mitten in der Karriere, wagen gerade einen Neustart oder stecken in spannenden Projekten. Sie haben Ausstrahlung, auch erotische, sehen gut aus, und ihr Selbstbewusstsein ist natürlich.

Die porträtierten Frauen stammen aus unterschiedlichen Bereichen und Berufen. Sie erzählen, wahrscheinlich mit dieser Generation zum letzten Mal, Geschichten von Flucht und Vertreibung, Geschichten aus grauer Nachkriegszeit, in der Mädchen nach Meinung der Mütter besser kein Abitur machten, weil das Männer nur abschreckt, aber vor allem Geschichten von Erfolgen und individuellen Zielen, die mit Ehrgeiz und enormem Einsatz erreicht wurden. Auch Schicksalsschläge, Krankheit und Tod werden nicht verschwiegen.

Jutta Gampe vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock liefert eine wissenschaft-liche Erklärung für das Phänomen der modernen Sechziger. Der Mensch altert zwar immer noch ab 40, aber die Menschen sterben immer später. Sie haben bessere Voraussetzungen durch gesündere Ernährung und medizinischen Fortschritt. Nicht rauchen hilft, maßvolles Essen auch, Sport ist wichtig. Gesund und fit können wir auch die späteren Jahre mehr genießen, mehr leisten und besser nutzen.

"Ich habe so viel Lust auf Leben", rief Petra Roth, die 69-jährige ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin am Ende unseres Gesprächs. Das war die frohe Botschaft an alle Töchter oder Enkeltöchter. Alles ist möglich. Mädels, keine Angst! Alles!

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Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?