Martin Luther King Der Kampf gegen Diskrimierung


Martin Luther King wurde am 4. April 1968 in Memphis ermordet. Jahrelang hatte er sich für die Gleichberechtigung der Schwarzen eingesetzt - bis ihn auf dem Balkon eines Motels eine Kugel traf.

Ein Mord in der amerikanischen Stadt Memphis erschütterte am 4. April 1968 die USA: Der schwarze Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King wurde auf dem Balkon eines Motels erschossen. Mit dem Attentat des Rassisten James Earl Ray endete der jahrelange gewaltlose Kampf des 39-Jährigen für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Weißen und Schwarzen in den USA.

Der friedliche Widerstand des Baptistenpfarrers gegen Rassendiskriminierung machte ihn zu einer Symbolfigur. Er wurde 1964 als bis dahin jüngster Preisträger mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Zu seinen ersten Aktionen gehörte 1955 ein Bus-Boykott für die Gleichbehandlung in Verkehrsmitteln. Während der 381 Tage dauernden Aktion bekam King Morddrohungen, wurde inhaftiert, und sein Haus wurde in die Luft gesprengt. Dennoch hielt er an seinem Protest fest. Die Bewegung war ein Erfolg: 1956 erklärte das oberste US- Gericht die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für verfassungswidrig. King ging aus der Aktion als Führer der Schwarzen hervor.

"Ich habe einen Traum"

Als wortgewaltiger Redner und mit seinem mutigen persönlichen Einsatz erlangte King enorme Popularität. "I have a dream" ("Ich habe einen Traum") rief er 1963 immer wieder während seiner berühmtesten Rede in Washington vor 250.000 Menschen. Es war die Vision, dass die Söhne früherer Sklaven mit den Söhnen früherer Sklavenhalter den "Tisch der Brüderlichkeit" teilen. Der Charakter sollte wichtiger sein als die Hautfarbe.

Nach dem Mord verschärften sich die Rassenunruhen, 40 Menschen starben. In mehreren Städten kam es zu Plünderungen und Straßenschlachten. Das Attentat stärkte die radikale "Black Power"- Bewegung, die Kings Methoden als zu gemäßigt kritisierte. Der friedliche Protest wurde überrollt. Der dritte Montag im Januar ist seit 1986 in den USA ein Nationalfeiertag zu Ehren Kings.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker