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Erschreckende Bilanz aus 2017: Menschenrechts-Beauftrage: "Europa hat ein Homophobie-Problem"

Der 17. Mai ist Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie. Er soll auf die Diskriminierung und Bestrafung von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aufmerksam machen. Wie notwendig das auch in Europa ist, macht eine Bilanz aus 2017 deutlich. 

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie steigen bunte Luftballons vor dem Berliner Abgeordnetenhaus in die Luft

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie steigen bunte Luftballons vor dem Berliner Abgeordnetenhaus in die Luft

Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle müssen auch in Europa noch immer gegen Vorurteile und Gewalt ankämpfen. In vielen Ländern können sie daher nicht frei und sicher leben, sagt Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarates. Der Hass auf Homo-, Bi- und Transsexuelle ist in ihren Augen erschreckend weit verbreitet.

2017: Erschreckende Bilanz homophober Taten

2017 sei ein besonders schwieriges Jahr gewesen. In Tschetschenien beispielsweise seien mehr als 100 schwule Männer eingesperrt oder entführt worden. In Gefangenschaft seien sie Opfer von schweren Misshandlungen und Demütigungen geworden.

Auch in Aserbaidschan seien einige Schwule und Transgender-Personen aufgegriffen worden, erklärte Mijatovic. Sie wurden demnach geschlagen und erzwungenen medizinischen Untersuchungen unterzogen. Das seien jedoch nur besonders drastische Beispiele für ein verbreitetes Problem.

Mijatovic forderte die politischen Führer der 47 Mitgliedstaaten des Europarats auf, mehr zum Schutz von Homo- und Transsexuellen zu unternehmen. Diese forderten keine neuen oder zusätzliche Rechte. "Sie sollten dieselben Freiheiten und denselben Schutz genießen wie jeder andere auch." 

fri / DPA