Missbrauchsskandal Sonderermittler soll Vorwürfe gegen Bischof Mixa klären


Die Prügelvorwürfe gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa sollen von einem externen Sonderermittler untersucht werden. Ein von außen kommender Rechtsanwalt solle alle Vorwürfe vorbehaltlos aufklären, erklärte die Katholische Waisenhausstiftung Kinderheim St. Josef am Mittwoch in Schrobenhausen. Der Jurist sollte noch am Mittwoch mit seiner Arbeit beginnen.

Zur Aufklärung der Misshandlungsvorwürfe im Kinderheim St. Josef im oberbayerischen Schrobenhausen hat das Kuratorium einen Sondermittler eingesetzt. Dem heutigen Bischof von Augsburg, Walter Mixa, wird in eidesstattlichen Erklärungen ehemaliger Heimzöglinge vorgeworfen, er habe als Stadtpfarrer Kinder geprügelt. Mixa ist nicht der einzige Beschuldigte.

Nach Angaben der Waisenhausstiftung vom Mittwoch hat der beauftragte Rechtsanwalt keinen Kontakt zu Schrobenhausen, dem Kinderheim St. Josef, den Mitgliedern des Kuratoriums und zum Bischof. Der Name des Sonderermittlers wurde nicht genannt.

Ziel der Untersuchungen sei es, die erhobenen Vorwürfe zu prüfen - ohne Berücksichtigung von Verjährungsfristen. Dem Ermittler sollen alle verfügbaren Information zugänglich gemacht werden. Mixa war von 1975 bis 1996 Stadtpfarrer von Schrobenhausen.

Inzwischen hat Mixa hat weitere Unterstützung bekommen. In einem offenen Brief stellten sich neben ehemaligen Ministranten auch frühere Pfarrgemeinderatsmitglieder aus Schrobenhausen hinter den Bischof. "Die unglaublichen Vorwürfe" seien so absurd, "dass deren Unwahrheit mit Händen zu greifen ist", heißt es in dem am Mittwoch vom Bistum veröffentlichten Schreiben. Aus Sicht der Unterzeichner geht es darum, einen unbequemen Bischof in Misskredit zu bringen. Mixa sei als Stadtpfarrer ein konzilianter Priester und von besonderer Freundlichkeit gewesen.

APN, DPA DPA

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