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Mittelstand greift Raucher an Chefetagen wollen Zigarettenpause abschaffen


Die Wirtschaftsverbände wollen die allgemeine Stimmung gegen das Rauchen nutzen, um der bei Arbeitgebern ungeliebten Zigarettenpause den Garaus zu machen. Als Vorbild soll mal wieder Skandinavien dienen.

Hier fünf Minuten Pause, da ein paar Minuten extra, und dann auch noch eigene Raucherräume bereitstellen: Damit soll nun endlich Schluss sein, verlangen die Wirtschaftsverbände des Mittelstands. Über die "Bild"-Zeitung fordern sie, dass Beschäftigte künftig nur noch in der Mittagspause oder nach Feierabend rauchen.

"Schluss mit dem blauen Dunst während der Arbeit", sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, der Zeitung. "Raucherpausen kosten die Betriebe bares Geld und stören den Arbeitsablauf."

Vorbild sei Schweden, wo viele Firmen das Konzept "rauchfreie Arbeitszeit" umsetzten. Die Chefin des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft, Ursula Frerichs, unterstützte den Vorstoß. "Extra-Pausen für Raucher müssen abgeschafft werden. Es kann nicht sein, dass Nichtraucher bestraft werden." Oft würden mehrere Raucher zusammenstehen und mehr als nur eine Zigarette rauchen, was im Extremfall den ganzen Betrieb lahmlegen könne.

fw/DPA DPA

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