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Mixa im Frauenkloster: Nonnen fürchten um klösterliche Ruhe

Herzliche Willkommensworte sehen anders aus: Die Nonnen vom Kloster Maria Stern haben klargestellt, den zurückgetretenen Bischof Walter Mixa nicht für seelsorgerische Aufgaben zu gebrauchen.

Die Franziskanerinnen vom Kloster Maria Stern in Fünfstetten im Landkreis Donau-Ries befürchten eine Beunruhigung ihres klösterlichen Lebens durch die Anwesenheit des zurückgetretenen Bischofs Walter Mixa. "Durch das öffentliche Interesse an Mixa könnten wir im Kloster gestört werden", sagte die Ordens-Provinzvikarin Schwester Beda Rauch am Freitag. "Wir haben von uns aus dem Bischof nichts angeboten, konnten uns aber Überlegungen des Bistums Eichstätt zur Unterbringung des Bischofs nicht verschließen", sagte sie. Mixa wird seinen Ruhestand in dem Frauenkloster in Bayern verbringen.

"Eine ideale Wohnung für einen Bischof sind die zwei angebotenen Zimmer nicht", sagte Schwester Beda. Mixa werde relativ autonom in dem Kloster zur Miete wohnen und werde nicht für seelsorgerische Aufgaben gebraucht. "Dazu haben wir einen blinden Kaplan im Haus, der uns täglich die Messe liest."

In dem Kloster haben 13 Nonnen ihren Altersruhesitz. Mixa war im Mai als Bischof von Augsburg zurückgetreten, nachdem er wochenlang Vorwürfe geleugnet hatte, als Stadtpfarrer von Schrobenhausen Heimkinder verprügelt und Stiftungsgelder zweckentfremdet zu haben. Sein Nachfolger im Amt wird der Görlitzer Bischof Konrad Zdarsa.

DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?