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Mönchengladbach: Seltener Anblick: Weißer Rehbock wagt sich aus seinem Winterversteck

In Mönchengladbach ist erneut der weiße Rehbock gesichtet worden, der seit einiger Zeit dort in einem Waldstück lebt. Das Tier leidet an einem Gendefekt.

Weißer Rehbock in Mönchengladbach

Der weiße Rehbock ist zwischen zwei und drei Jahre alt

DPA

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen hat sich Mönchengladbachs weißer Rehbock aus seinem Winterversteck getraut. Ein Hobby-Fotograf knipste das Tier am Samstag in einem stadtnahen Wald. Der Rehbock habe sich die Sonne aufs Fell scheinen lassen, als der Tierfreund sich heranpirschte.

Dem Tier gehe es augenscheinlich gut, erklärte der Sprecher der Kreisjägerschaft Mönchengladbach, Dirk Brauner. Ein Gendefekt sei wohl der Grund dafür, dass sein Fell ohne Farbpigmente und deswegen weiß sei. "RP Online" hatte zunächst berichtet. 

Den Rehbock zu schießen soll Unglück bringen

Seit dem Winter 2017/18 ist bekannt, dass der Rehbock in dem Waldstück lebt. Das Tier sei zwischen zwei und drei Jahren alt und noch mit seinem "Sprung" unterwegs. Darunter verstehen Jäger Reh-Gruppen, die sich vor dem Winter zusammenschließen. 

Weiße Rehe sterben laut Brauner oft sehr jung. Sie können sich nur schlecht tarnen und werden für Fressfeinde so zur leichten Beute. Wo genau der Rehbock lebt, will die KJS zum Schutz des Tieres nicht verraten. Unter Jägern gelte der Kodex, solche besonderen Tiere nicht zu schießen. Einem Aberglauben nach soll das Unglück bringen.

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epp / DPA
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