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Mordverhandlung: Gericht erlaubt Live-Sendung von Pistorius-Prozess

Paralympics-Star Oscar Pistorius wollte eine TV-Übertragung seines Mordprozesses verhindern. Doch ein Gericht sieht das anders: Die Öffentlichkeit in Südafrika habe ein Recht auf die Live-Bilder.

Sportstar Oscar Pistorius sieht durch eine Live-Übertragung aus dem Gerichtssaal seine Persönlichkeitsrechte verletzt

Sportstar Oscar Pistorius sieht durch eine Live-Übertragung aus dem Gerichtssaal seine Persönlichkeitsrechte verletzt

Der Mordprozess gegen den Paralympics-Star Oscar Pistorius darf zumindest teilweise direkt vom Fernsehen mit Bild und Ton übertragen werden. Dies hat der Gerichtspräsident der südafrikanischen Provinz Gauteng, Dunstan Mlambo, am Dienstag in Pretoria entschieden.

Die Öffentlichkeit habe angesichts der Bedeutung des Falles ein Recht auf vollständige Information, hieß es. Das Gericht beschloss aber besondere Auflagen für die TV-Übertragungen, um eine ungestörte Verhandlung sicherzustellen und die Rechte des Angeklagten zu schützen.

Prozess beginnt am Montag

Die Verteidigung des 27-Jährigen hatte sich entschieden gegen Live-Sendungen aus dem Gerichtssaal gewandt. Damit würden die Persönlichkeitsrechte des Sportstars verletzt. Der Prozess soll am kommenden Montag beginnen.

Pistorius hatte in der Nacht zum 14. Februar 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp in seiner Wohnung durch eine verschlossene Badezimmertür erschossen. Er sagt, er habe einen Einbrecher in der Wohnung vermutet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm gezielten Mord vor. Der Sportler ist seit Ende Februar 2013 gegen Kaution in Freiheit.

kis/DPA / DPA
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