HOME

Nach Handaufzucht: Bambi wollte nicht aus dem Hänger – doch dann kam Lisa

Das Rehkitz Bambi war schon fast verhungert, als sich menschliche Zieheltern seiner annahmen. Nun ist es alt genug, um im Wildpark zu leben. Doch anfangs wollte der junge Mann einfach nicht aussteigen. Bis Ricke Lisa kam.

Rehkitz Bambi liegt in einem Anhänger auf Stroh und Gras

Rehkitz Bambi liegt noch im Anhänger auf Stroh und Gras, neben ihm sein Ziehvater Peter Göbel. Reh Lisa schaut neugierig herein. Bambi wuchs in Südhessen zusammen mit zwei Hunden bei einem Paar auf und wird jetzt im Bergwildpark Meißner in Nordhessen ausgewildert.

DPA

Fast wäre Rehkitz Bambi verhungert. Ein Paar aus Südhessen rettete es und zog es per Hand auf. Am Samstag ist der inzwischen rund zehneinhalb Monate alte Rehbock nun zu Artgenossen in den Wildpark Meißner in Nordhessen umgezogen – und fand gleich eine Reh-Freundin. "Er wollte erst nicht aus dem Anhänger raus und war ängstlich", sagte der Bürgermeister von Meißner, Friedhelm Junghans. Dann hätten zwei etwa gleichalte Weibchen sein Interesse geweckt.

Die Ricke Lisa habe einfach nicht locker gelassen und ihn immer wieder animiert, sagte Bambi-Ziehmutter Anja Pahlen. Der junge Rehbock sei dann mit seiner neuen Freundin im Wald verschwunden. Eine Pflegerin hat beide dann noch kurz an einem Zaun im Wald gesehen, dann nicht mehr.

Etwas x-beinig und verängstigt steht Bambi zwischen seinen Zieheltern Anja Pahlen und Peter Göbel

Etwas x-beinig und verängstigt steht Bambi zwischen seinen Zieheltern Anja Pahlen und Peter Göbel

DPA

Die nächsten Tage würden zeigen, ob Bambi sich wohlfühle und auch fresse. Helfen könnte, dass die neue Freundin des inzwischen geschlechtsreifen Tieres ebenfalls per Hand aufgezogen wurde und schon eingewöhnt ist. "Im Herbst könnte es noch mit Nachwuchs klappen", scherzte Pahlen.

bal / DPA