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Nach Plagiatsaffäre und Rücktritt: Guttenberg macht rüber

Karl-Theodor zu Guttenberg hat genug von Deutschland. Der Ex-Verteidigungsminister plant, in die USA auszuwandern. Ein Haus in Connecticut soll er bereits gekauft haben, Pläne für die Zeit im Exil gibt es auch schon.

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zieht Medieninformationen zufolge in die USA. Der 39-Jährige CSU-Politiker habe in Connecticut bereits für sich und seine Familie ein Haus gekauft, berichtet die ARD. Dort wolle Guttenberg ein Buch schreiben und Vorträge halten, hieß es unter Berufung auf sein Umfeld.

Guttenbergs Bürgerbüro in Kulmbach wollte die Meldung am Donnerstag allerdings ebenso wenig bestätigen wie die CSU-Bezirksgeschäftsstelle in Hof/Saale. Nach dem Rücktritt von allen politischen Ämtern sei Guttenberg ein freier Mensch und müsse niemanden über seine privaten Pläne informieren, hieß es dort.

Der einst beliebteste Politiker Deutschlands hatte am 1. März die Konsequenzen aus den Plagiaten in seiner Doktorarbeit gezogen. Neben seinem Ministeramt legte Guttenberg auch sein Bundestagsmandat und wenig später den Vorsitz seines CSU-Heimatbezirks Oberfranken nieder. Auf dem Bezirksparteitag Mitte dieses Monats ließ er sich entschuldigen - nach Angaben seines Partei-Nachfolgers, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, war er geschäftlich in den USA.

ins/DPA / DPA