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Nachfolger-Wahlen im Jahr 2014: Freiburger Erzbischof Zollitsch bleibt im Amt

Robert Zollitsch darf seine Ämter als Erzbischof in Freiburg und als Chef der katholischen Bischöfe in Deutschland fortführen. Diese Entscheidung fällte Papst Franziskus höchstpersönlich.

Der Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, wird bis zum kommenden Jahr im Amt bleiben. Papst Franziskus gab dafür am Dienstag grünes Licht, wie die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Freiburg mitteilten. Mit der Entscheidung des Papstes sei gewährleistet, dass Zollitsch bis zur regulären Wahl eines Nachfolgers im kommenden März Chef der deutschen Bischöfe bleiben kann. Zudem werde er in Freiburg weiter als Erzbischof agieren. Der deutsche Theologe dankte dem Papst für diese Entscheidung, "die das Wohl des Erzbistums berücksichtigt und zugleich die Wertschätzung des Papstes für meine Arbeit als Vorsitzender unserer Bischofskonferenz ausdrückt".

Freiburg ist nach Köln die zweitgrößte der 27 katholischen Diözesen in Deutschland. Zollitsch ist dort seit zehn Jahren Erzbischof, seit fünfeinhalb Jahren ist er zudem Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Zur Wiederwahl als DBK-Chef im März nächsten Jahres kann er sich aus Altersgründen nicht stellen. Als Favorit für den Posten gilt bislang der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der bei der letzten Wahl gegen Zollitsch verloren hatte.

Zollitsch will Reformen zu Ende bringen

Am 9. August feierte Zollitsch seinen 75. Geburtstag und hatte dem Papst angesichts seines fortgeschrittenen Alters seinen Amtsverzicht angeboten. Dies ist in der katholischen Kirche üblich. Papst Franziskus nahm den Amtsverzicht zwar an, ernannte Zollitsch aber mit sofortiger Wirkung zum Apostolischen Administrator des Erzbistums. Das bedeutet, dass in Freiburg die Suche nach einem Nachfolger beginnen kann. Diese wird voraussichtlich rund ein Jahr dauern. Bis zur Wahl des neuen Erzbischofs bleibt Zollitsch im Amt.

"Es ist nun sichergestellt, dass Erzbischof Robert Zollitsch sein Mandat als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wie geplant fortführen kann", sagte der stellvertretende Vorsitzende der DBK, der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle. "Ich bin dankbar, dass so die von ihm angestoßenen Projekte und Vorhaben in den kommenden Monaten wie in Aussicht genommen weitergehen können." Die Entscheidung des Papstes gebe Zollitsch Rückhalt.

Zollitsch selbst hatte zum Geburtstag gesagt, bis zu seinem Abschied wolle er in der Erzdiözese angestoßene Reformen noch zu Ende bringen. Als Beispiel nannte er die Neuordnung der Pfarrgemeinden und Seelsorgeeinheiten. Diese soll zum 1. Januar 2015 in Kraft treten. Entschieden werden muss daher im Laufe des nächsten Jahres. Zollitsch will dafür Regie und Verantwortung übernehmen.

cob/DPA/AFP / DPA