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"STERN nachgefragt" Als Führungskraft Verletzbarkeit zeigen? Warum sich eine Managerin zu einer emotionalen Abwesenheitsnotiz entschied


Wie oft erschweren persönliche Probleme unsere Arbeit? Microsoft-Managerin Magdalena Rogl ist eine der Wenigen, die sich traute, ihren Stress offen zu kommunizieren. Was hinter dieser bewussten Entscheidung steckt, erzählt sie im Podcast "STERN nachgefragt".

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Vor ein paar Tagen war es so etwas Schnödes wie eine Abwesenheitsnotiz, die im Social Web für Furore gesorgt hat. Geschrieben hat diese Notiz die Microsoft-Managerin Magdalena Rogl. Rogl ist bei dem Software-Konzern für die Social-Media-Kanäle verantwortlich, aber hat eben auch vier Kinder, alles Teenager. Im Homeoffice ist das Managerinsein und das Muttersein während der Coronakrise räumlich und zeitlich fast verschmolzen. Das hat vor allem eines bedeutet: Stress. Und deshalb hat Rogl etwas Außergewöhnliches getan. Sie hat in die Abwesenheitsnotiz in ihrem Emailsystem einfach reingeschrieben, dass sie gerade im Stress ist, dass entweder die Pubertierenden Lebenskrisen haben oder, wenn die’s nicht sind, dann die Eltern. Und dass sie, Rogl, deshalb länger braucht, um Emails zu verstehen und auch länger braucht, um sie zu beantworten. Deshalb bitte: Geduld.

Emotionale Transparenz und Verletzbarkeit

Warum hat Rogl das so gemacht? Wie waren die Reaktionen? Und wie hängt das damit zusammen, dass Rogl nach dem Prinzip der "Vulnerable Leadership" führen möchte, einer menschlicheren Art der Führung, die mit "verletzlich" nur unzureichend übersetzt ist? Im Podcast "STERN nachgefragt" spricht Host Florian Güßgen mit Rogl über all diese Fragen – aber auch über die Rolle und die Netzwerke von Frauen in der Krise – und warum Rogl trotz all dem Stress Kraft daraus schöpft, samstags in einem Pflegeheim zu helfen.

stern

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