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Nacktfoto-Skandal: Aktmodell Auras will in Politik bleiben

SPD-Politikerin und Aktmodel Birgit Auras lässt sich nicht entmutigen: Nachdem ein SPD-Ortsverband in Schleswig-Holstein sie wegen ihrer Nacktfotos aus der Partei ausschloss, will sie weiter Politik machen - wenn nötig in einem anderen Ortsverband.

Die wegen ihrer Nacktfotos von der Neustädter Kommunalwahl ausgeschlossene SPD-Politikerin Birgit Auras will nicht mit der Politik aufhören. "Aus der Politik zurückziehen werde ich mich nicht", sagte Auras. Gerade solche Vorkommnisse ermutigten sie zum Weiterzumachen. Am Freitag hatte der schleswig-holsteinische Ortsverband nach einer Diskussion endgültig beschlossen, dass die Boutiquenbesitzerin nicht für die Kommunalwahl am 25. Mai kandidieren darf.

Auras will zunächst in Neustadt bleiben, schließt jedoch einen Ortsverbandswechsel nicht aus. Sie wolle sehen, ob sie in der Neustädter SPD eine Chance bekomme, sagte die 50-Jährige: "Ich möchte mich weiter engagieren, mal schauen ob man mich lässt." Sollte dies nicht der Fall sein, "muss ich auch mal darüber nachdenken, in einen anderen Ortsverband zu wechseln."

Auras war erst im vergangenen Jahr in die Kleinstadt mit rund 16 500 Einwohnern gezogen und in die SPD eingetreten. Weil sie mit Nacktaufnahmen von sich im Internet für ihre Mode-Boutique wirbt, war die Neustädterin, die für das Kommunalparlament der kleinen Hafenstadt kandidieren wollte, nach eigenen Worten von ihrer Partei unter Druck gesetzt worden. Sie sei vor die Alternative gestellt worden, entweder die Fotos von der Homepage zu entfernen oder von der Kandidatur zurückzutreten.

"Bittere Tränen" nach Ausschluss

Zunächst hatte Auras angekündigt, doch zu kandidieren, wenn sich ihre Kritikerinnen - darunter die Ortsvereinsvorsitzende Margit Giszas - entschuldigen würden. Diese Entschuldigung hat es laut Auras bei der Mitgliederversammlung am Freitagabend nicht gegeben. "Ich bin enttäuscht und habe später zu Hause bittere Tränen vergossen", sagte die 50-Jährige. Sie wolle der SPD aber treu bleiben. "Das ist hier ein piefiger Ortsverein", sie rechne das nicht hoch auf die Partei.

Giszas sagte, sie brauche sich bei Auras nicht zu entschuldigen, da sie diese nicht angegriffen habe. Sie habe nur Beschwerden über den Internetauftritt weitergeleitet. Giszas hatte auch angekündigt, sie werde nicht kandidieren, wenn Auras aufgestellt werde. Sie wolle nicht mit solchen Fotos in Zusammenhang gebracht werden.

Kritik an der Posse aus Neustadt kam vom SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner. "Wir haben 2008 und nicht 1908", sagte er. Auch der Ehrenvorsitzende des Ortsvereins Neustadt, Hermann Benker, sah es als "absolut unangemessen" an, dass Auras von dem wenig aussichtsreichen Listenplatz elf gestrichen wurde. "Man kann nicht zufrieden sein mit dem Ergebnis der Veranstaltung, aber man muss hinnehmen, wie die Mitglieder abgestimmt haben", sagte er.

AP/DPA / AP / DPA
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.