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Neue Regeln für Brettspiel-Klassiker: Bei Monopoly ist Schummeln bald erlaubt

Nehmen Sie es bei Monopoly mit den Regeln nicht so genau? Dann können Sie Ihre Lieblings-Schummeleien jetzt online beim Hersteller einreichen. Die beliebtesten sollen sogar offiziell anerkannt werden.

Ob sie sich wohl an die Regeln halten? Jede Familie spielt Monopoly auf ihre eigene Weise.

Ob sie sich wohl an die Regeln halten? Jede Familie spielt Monopoly auf ihre eigene Weise.

Die Steuern werden in der Mitte des Spielbretts gesammelt, und wer als erster auf das "Frei Parken"-Feld springt, bekommt den ganzen Pot. Im Gefängnis darf man keine Miete kassieren. Und für jeden Einerpasch gibt es 500 Spieldollar Belohnung. Alles schöne Regeln, die eine Monopoly-Partie noch spannender machen können. Doch leider auch Schummeleien. Denn wer so spielt, verstößt gegen das offizielle Regelwerk des wohl kapitalistischsten Brettspiels der Welt. Doch das soll sich nun ändern: Der Spielehersteller Hasbro möchte die beliebtesten Regelverstöße ganz offiziell anerkennen.

Weltweit spielen Fans nach sogenannten Hausregeln, die sie sich selbst oder mit Freunden und Familie ausgedacht haben. Oder sie ignorieren bestehende Vorschriften. Das kann das Spiel schneller und aggressiver machen, oder aber dafür sorgen, dass eine Partie besonders lange dauert. Bis zum 4. April können Spieler auf der Monopoly-Seite bei Facebook Argumente für ihre Lieblings-Schummeleien austauschen. Die Top 5 will Hasbro anschließend in die Anleitung einer eigenen "Monopoly-Hausregeln-Edition" aufnehmen. Sie soll im Herbst erscheinen und goldene Spielkarten und Häuser enthalten. Die Regeln der klassischen Monopoly-Version bleiben unangetastet.

Fragt sich nur, was das Ganze soll. "Wer nach Hausregeln spielt, braucht dazu ganz offensichtlich nicht die Erlaubnis von Hasbro", sagte der Monopoly-Experte Jeff Lehman der "New York Times". Aber Menschen mit mehr Unrechtsempfinden würden sich ja vielleicht über eine "genehmigte Variante" freuen.

tim