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News des Tages: Obama gibt Putin Kontra: Russland "ist ein kleineres Land, es ist ein schwächeres Land"

Rechtsextreme besetzen Kirche in Dortmund +++ Hillary Clinton: Putin wollte sich mit Cyber-Attacke rächen +++ Polizei nimmt bayerischen SPD-Abgeordneten fest +++ Polizisten erschnuppern Cannabis-Plantage +++ Die News des Tages im Ticker.

Barack Obama zeigt mit dem Finger vor dem White-House-Label während der letzten Jahresend-Pk

Barack Obama spricht Klartext zu Putin und Russland: "Warum haben so viele Amerikaner Vertrauen in Putin, den ehemaligen Chef des Geheimdienstes KGB? Wie konnten wir soweit kommen?"

Die Nachrichtern des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.40 Uhr: Obama beschuldigt Russland und Putin massiv +++

Die USA verschärfen vor dem Hintergrund der Vorwürfe einer massivem russischen Beeinflussung der Präsidentenwahl deutlich den Ton. "Russland ist für die Angriffe auf die demokratische Partei verantwortlich", sagte der scheidende US-Präsident Barack Obama in Washington während seiner letzten Jahresend-Pressekonferenz. Dies werde von Erkenntnissen der Geheimdienste gestützt. Obama beschuldigte "oberste Stellen" und sagte, es gebe wenig, was in Russland ohne Präsident Wladimir Putin geschehe. Obama sagte: "Russland kann uns nicht ändern. Es ist ein kleineres Land, es ist ein schwächeres Land. Die Wirtschaft produziert nichts, was irgendjemand kaufen möchte." Er warnte: "Aber Russland kann uns beeinflussen, wenn wir vergessen, wer wir sind. Wenn wir uns von unseren Werten verabschieden." "Warum haben so viele Amerikaner Vertrauen in Putin, den ehemaligen Chef des Geheimdienstes KGB? Wie konnten wir soweit kommen?", fragte Obama. "Ronald Reagan würde sich im Grabe umdrehen."

+++ 21.29 Uhr: Rechtsextremisten besetzen Dortmunder Kirche +++

Rechtsextremisten haben in Dortmund eine Kirche besetzt, am Turm ein Transparent befestigt und Leuchtfeuer angezündet. Sie hätten sich dabei im Turm der Reinoldikirche verbarrikadiert, teilte die Polizei mit. Polizisten öffneten mit Unterstützung der Feuerwehr gewaltsam die Tür und beendeten die illegale Besetzung. Im Umfeld der Kirche hielten sich noch weitere Aktivisten auf, einige verteilten antiislamische Flugblätter. Die Polizei nahm acht Rechtsextremisten vorläufig fest. Der Staatsschutz ermittelt nun unter anderem wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs, der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

+++ 20.48 Uhr: Auch FBI glaubt jetzt an Wahlbeeinflussung durch Russland +++

Die Vorwürfe einer Beeinflussung der US-Präsidentenwahl durch Cyberangriffe seitens Russlands werden auch vom FBI geteilt. Das berichtet die "Washington Post". Die Bundespolizei hatte sich Geheimdiensterkenntnissen der CIA bisher nicht angeschlossen. Die Zeitung berichtet nun, auch der nationale Geheimdienstdirektor James Clapper gehe von russischen Hackerangriffen aus, die die Wahl zum Wohle des Republikaners Donald Trump hätten beeinflussen sollen. Die "Washington Post" zitiert aus einem internen Schreiben von CIA-Direktor John Brennan. Dort schreibt er, er sei sich nach einem Treffen mit Clapper und FBI-Direktor James Comey einig über die russischen Absichten, die Wahl zu beeinflussen. Das gelte für ihre Absicht, ihr Ausmaß und ihre Anlage. Trump hatte die bisherigen Erkenntnisse und Vorhalte bislang rundweg abgetan. 

+++ 19.19 Uhr: Hillary Clinton: Putin wollte sich mit Cyber-Attacke persönlich rächen +++

Hillary Clinton, unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, bewertet angebliche russische Versuche einer Wahlbeeinflussung als Angriff auf die Vereinigten Staaten. Clinton erhob schwere persönliche Anschuldigungen gegen Russlands Präsident Wladimir Putin. "Das war nicht nur eine Attacke gegen mich und meinen Wahlkampf", sagte Clinton laut einem Bericht der "New York Times" in der Nacht zu Freitag bei einer Veranstaltung in New York. "Dies geht über normale politische Belange weit hinaus." Putin habe sich mit den Angriffen persönlich an ihr rächen wollen. Russland versuche, mit seinen Cyberangriffen auf Einrichtungen der US-Demokraten die Demokratie an sich und die Sicherheit des Landes zu unterminieren, sagte Clinton.

+++ 18.40 Uhr: Zwei Frauen verschwunden: Mann unter Mordverdacht festgenommen +++

Nach dem Verschwinden zweier Frauen im Raum Augsburg ist ein 31-Jähriger wegen des Verdachts eines Doppelmordes festgenommen worden. Die Kripo geht davon aus, dass die Frauen Opfer eines Tötungsdeliktes geworden sind. Die Frauen seien weiterhin vermisst, sagte ein Polizeisprecher. Ihre Leichen seien noch nicht entdeckt worden.

Am Donnerstag hatte die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung nach den 49 und 50 Jahre alten Frauen gestartet. Die Lebensgefährtinnen sind seit dem Wochenende spurlos verschwunden, am Montag erschienen sie nicht bei der Arbeit.

+++ 18.17 Uhr: Zeitung berichtet über Explosion in Damaskus durch Siebenjährige mit Sprengstoffgürtel +++

In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist laut einer regierungsnahen Zeitung ein siebenjähriges Mädchen mit einem Sprengstoffgürtel in eine Polizeiwache geschickt und in die Luft gesprengt worden. Durch die Fernzündung des Sprengstoffgürtels seien drei Polizeibeamte verletzt worden, berichtete die Zeitung "al-Watan". Es wäre der erste derartige Anschlag in Syrien. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starb bei der Explosion "eine Frau".

Damaskus steht unter der Kontrolle von Syriens Machthaber Baschar al-Assad, Anschläge kommen in der syrischen Hauptstadt selten vor. Gelegentlich ist sie aber das Ziel von Granatenangriffen von Rebellen, die im Zuge des syrischen Bürgerkriegs Ortschaften im Umland von Damaskus eingenommen haben.

+++ 18 Uhr: Gefangenenrevolte in Großbritannien - Spezialeinheit im Einsatz +++

In einem Gefängnis in Birmingham ist es zu einem Aufstand von Insassen gekommen. Wie die private Betreiberfirma der Haftanstalt, G4S, mitteilte, übernahmen Gefangene im Laufe des Tages vier Trakte der zentral gelegenen Einrichtung. Die Mitarbeiter hätten die betroffenen Gebäudeteile abgeriegelt und seien in Sicherheit, hieß es in der Mitteilung. Eine Spezialeinheit versuche, mit Polizeihunden und einem Hubschrauber wieder die Kontrolle über das Gefängnis zu erlangen.  

Medienberichten zufolge wurde ein Gefängnisinsasse bei den Ausschreitungen schwer verletzt, Akten seien teilweise verbrannt worden. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe nicht, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. "Der Vollzugsdienst kümmert sich um den anhaltenden Vorfall im HMP Birmingham. Der Vorfall ist räumlich abgeriegelt". Birmingham ist mit etwas mehr als einer Million Einwohner die zweitgrößte Stadt in Großbritannien nach der Hauptstadt London.

+++ 16.30 Uhr: Türke wegen mutmaßlicher Spionage für türkischen Geheimdienst festgenommen +++

Wegen mutmaßlicher Spionage für den türkischen Geheimdienst hat die Bundesanwaltschaft einen 31-jährigen Türken in Hamburg festnehmen lassen. Der Mann soll sich Informationen über Aufenthaltsorte, Kontaktpersonen und politische Tätigkeiten von in Deutschland lebenden Kurden sowie über kurdische Einrichtungen hierzulande verschafft haben, wie die oberste Strafverfolgungsbehörde in Karlsruhe mitteilte. Die Informationen seien zur Weitergabe an den türkischen Geheimdienst bestimmt gewesen.

Der 31-Jährige wurde demnach am Donnerstag von Beamten des Bundeskriminalamts in Hamburg festgenommen. Zudem wurden seine Wohnräume durchsucht. Der Mann sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft

+++ 16.10 Uhr: Wolfgang Niersbach verkündet Rückzug von Fußball-Ämtern +++

Der ehemalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will nach der Bestätigung seiner Einjahressperre durch die FIFA seine verbliebenen Ämter in allen internationalen Fußball-Gremien aufgeben. Das teilte Niersbach in einer persönlichen Erklärung mit.

+++ 15.40 Uhr: Terrorexperte: Verdächtiges Kind wohl im Internet radikalisiert +++

Der wegen eines versuchten Anschlags in Ludwigshafen unter Verdacht stehende Zwölfjährige hat sich nach Auffassung eines Terrorismusexperten vermutlich im Internet radikalisiert. "Dort könnte der Junge mit einem Rekruteur in Syrien in Kontakt gekommen sein, der ihn gewissermaßen über Messengerdienste in Echtzeit ferngesteuert hat", sagte Peter Neumann vom King's College in London. 

+++ 14.20 Uhr: Medienbericht: Hunderte junge Turner in den USA missbraucht +++

In den USA sollen nach einem Medienbericht mehrere hundert junge Turner in den vergangenen zwei Jahrzehnten sexuell missbraucht worden sein. Das berichtet die Zeitung "Indystar" in Zusammenarbeit mit "USA Today" auf Grundlage von Polizei- und Gerichtsakten. Die genaue Zahl der Mädchen und Jungen bleibt unklar. Es soll um Kinder aus allen Teilen der USA gehen.

Der "Indystar" schreibt, Täter seien Betreuer, Trainer oder Turnstätteninhaber. Viele Taten seien auch von Offiziellen vertuscht worden. Aufgeflogene Trainer seien versetzt und nicht entlassen worden. Ein übergreifendes System zur Erfassung solcher Taten habe es nicht gegeben.

Die Zeitung berichtet unter anderem von der sexuellen Belästigung einer Zwölfjährigen durch ihren Olympiatrainer, von Nacktfotos erst sechsjähriger Jungen und regelmäßigem Sex mit einer Minderjährigen. 

+++ 13.40 Uhr: Athen: Daten des Verdächtigen im Freiburg-Mordfall waren gespeichert +++

Die griechische Regierung hat erstmals offiziell auf den Fall des mutmaßlichen Mörders von Freiburg reagiert. Die Fingerabdrücke und die Personalien des mutmaßlichen Täters seien im europäischen Eurodac-System (Europäische Datenbank zur Speicherung von Fingerabdrücken) seit seiner Ankunft in Griechenland im Jahre 2013 eingespeichert gewesen, teilten das Bürgerschutz- und das Justizministerium mit.

"Diese Daten waren allen europäischen Sicherheitsbehörden zugänglich", hieß es. Warum die griechische Polizei den jungen Mann nicht auf die internationale sondern nur auf die nationale Fahndungsliste gesetzt hatte, blieb offen. Der Mann war nach einer Attacke auf eine junge Frau auf der Insel Korfu zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde aber im Oktober 2015 unter Auflagen freigelassen. Anschließend tauchte er unter und reiste nach Deutschland. 

+++ 13.26 Uhr: Tsipras sieht Fortschritte in Griechenland +++

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat in Berlin für Unterstützung seines Reformkurses geworben. Griechenland wolle nicht mehr als Teil der Krise, sondern als Teil der Lösung wahrgenommen werden, sagte Tsipras vor einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es gebe beeindruckende Überschüsse, die gesetzten Ziele würden übertroffen, meinte Tsipras. Er verwies auf Prognosen, dass die griechische Wirtschaft in diesem Jahr um 2,7 Prozent und im nächsten Jahr um 3,1 Prozent zulegen könne.

+++ 13.04 Uhr: Bundesinnenminister hält noch mehr Abschiebungen für möglich +++

Das Bundesinnenministerium sieht bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber noch Luft nach oben. Die Beseitigung von Hindernissen für Abschiebungen sei zwar in diesem Jahr schon gut vorangekommen, es seien aber weitere Fortschritte notwendig, sagte ein Ministeriumssprecher. Dazu zählten eine verbesserte Zusammenarbeit mit den Heimatländern sowie eine "Effizienzsteigerung" hierzulande - auch in der Kooperation zwischen Bund und Ländern. "Da ist das Potenzial, das zuerst gehoben werden muss", fügte er hinzu. Sein Haus werde deshalb schon bald einen Vorschlag für eine Zentrale Unterstützungsstelle für Rückführungen vorlegen. 


+++ 13.01 Uhr: Bundesrat will Beleidigungsparagrafen streichen +++

Der Bundesrat fordert die sofortige Streichung des Beleidigungsparagrafen 103 Strafgesetzbuch, der jüngst als Böhmermann- oder Erdogan-Paragraf in die Schlagzeilen geriet. Die Länderkammer beschloss eine entsprechende Initiative der Länder Hamburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Niedersachsen. Der Beschluss wird nun im Bundestag eingebracht. Nach der bisherigen Regelung wird die Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten unter besondere Strafe gestellt. Der türkische Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatte ein Strafverfahren gegen Jan Böhmermann angestrengt, nachdem dieser in seiner Satiresendung ein "Schmähgedicht" auf ihn vorgetragen hatte.

+++ 12.44 Uhr: Russische Armee erklärt Evakuierungsaktion in Aleppo für beendet +++

Die russische Armee hat die Evakuierung von Rebellen und ihren Angehörigen in der syrischen Metropole Aleppo für beendet erklärt - doch dauern die Kämpfe mit dort verbliebenen Aufständischen noch an. Wie das russische Verteidigungsministerium am Freitag mitteilte, setzen Einheiten der syrischen Regierungstruppen die Kämpfe zur Rückeroberung der Stadt weiter fort. In einigen Stadtvierteln hielten sich noch "radikale" Kämpfer der Rebellen verschanzt.

+++ 12.30 Uhr: Hartz-IV-Bezieher erhalten mehr Geld +++

Millionen Hartz-IV-Bezieher bekommen vom 1. Januar an etwas mehr Geld. Der Bundesrat ließ ein entsprechendes Gesetz passieren. Der monatliche Regelsatz für Alleinstehende steigt von derzeit 404 Euro auf 409 Euro im Monat, für Paare von 364 auf 368 Euro pro Partner. Die größte Steigerung gibt es mit 21 Euro mehr bei den 6- bis 13-Jährigen auf dann 291 Euro im Monat. Die Länder kritisierten, dass es zu wenig Geld für manche Haushaltsgüter sowie Brillen und andere Sehhilfen gebe. Auch die Leistungen für das Schulbedarfspaket müssten erhöht werden.

+++ 12.22 Uhr: Migranten in Deutschland besser integriert als gedacht +++

Nach Ansicht von Kanzleramtschef Peter Altmaier sind viele Migranten in Deutschland besser integriert als oft vermutet. "Integration ist möglich", sagte der CDU-Minister. "Sie gelingt in erstaunlichem Maße und mehr, als viele gedacht hätten." Altmaier stellte eine repräsentative Studie der unionsnahen Konrad-Adenauer-Stiftung vor, die sich mit Integration und Wahlverhalten von Ausländern und Migranten in Deutschland befasst. "Sie ist wichtig, weil wir auch im postfaktischen Zeitalter auf Fakten nicht ganz verzichten sollten", sagte Altmaier. Die politischen Bemühungen der vergangenen Jahre hätten Früchte getragen.

+++ 12.13 Uhr: Zug rammt Wildschweinrotte +++

Ein Regionalzug hat in Sachsen-Anhalt eine ganze Wildschweinrotte gerammt. Die Tiere gerieten am Mittwochabend bei Teuschenthal auf die Bahngleise, wie die Bundespolizei heute in Magdeburg mitteilte. Zehn Wildschweine wurden bei dem Zusammenprall mit dem Zug getötet. An der Bahn wurde zudem der Schienenräumer beschädigt.

Die Bahnstrecke blieb wegen der Räumung der Kadaver zeitweise gesperrt. Zwölf Züge verspäteten sich daraufhin um insgesamt fast vier Stunden.

+++ 12 Uhr: Niersbachs scheitert mit Einspruch gegen Sperre +++

Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist mit dem Einspruch gegen seine Einjahres-Sperre durch die Fifa-Ethikhüter gescheitert. Die Berufungskommission des Fußball-Weltverbandes lehnte den Einspruch ab, wie die Fifa mitteilte. Niersbach habe mit seinem Verhalten gegen mehrere Artikel des Ethikcodes verstoßen. Der 66-Jährige bleibt damit für ein Jahr bis zum 25. Juli 2017 für alle Ämter im nationalen und internationalen Fußball gesperrt.

+++ 11.58 Uhr: Terrorverdächtiger Zwölfjähriger stammt aus Ludwigshafen +++

Der Zwölfjährige, der einen Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant haben soll, wurde in der Stadt geboren und wohnte dort auch während der Vorfälle. Das sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber. Wegen des Umfeldes des Kindes habe er die Bundesanwaltschaft informiert, auch das Jugendamt sei eingeschaltet. Die Staatsanwaltschaft selbst sehe von Ermittlungen gegen das strafunmündige Kind ab, das sowohl die deutsche als auch die irakische Staatsbürgerschaft habe.

Ströber bestätigte Angaben des "Focus" nicht, wonach Spezialisten nach der Entdeckung eines mit Pulver gefüllten Konservenglases am 5. Dezember einen Teil der "hochbrisanten Mischung" gesprengt hätten. "Die Polizei hat aus diesem Glas Substanz entnommen und entzündet. Und sie war brennfähig", sagte er. Es gehe aber nicht aus den Akten hervor, wie sich das Pulvergemisch verhalten hätte, wenn es im Glas entzündet worden wäre. Der Zwölfjährige befindet sich nach Angaben der Behörden in einer geschützten Einrichtung. Nach einem internen Gespräch aller beteiligten Behörden in Mainz am Freitagmittag will sich nachmittags die Stadtspitze mit Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) zu dem Jungen äußern.

Tausende warten in Aleppo auf Evakuierung


+++ 11.56 Uhr: Boxweltmeister Crawford zu 90 Tagen Haft verurteilt +++

Der ungeschlagene Box-Weltmeister Terence Crawford aus den USA ist zu 90 Tagen Haft verurteilt worden. Der 29-jährige wurde wegen undisziplinierten Verhaltens und Sachbeschädigung in einer Autowerkstatt in Omaha/Nebraska im vergangenen April für schuldig befunden. Der Supermittelgewichtler hatte sich über die seiner Meinung nach unsachgemäße Lackierung seines Chevrolet Monte Carlo von 1984 beschwert. Richterin Marcena Hendrix verhängte nach Informationen der Agentur AP zudem eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

+++ 11.45 Uhr: Passanten finden Frauenleiche in Hamburger Alster +++

In der Hamburger Alster ist offenbar eine tote Frau entdeckt worden. Passanten hätten die Leiche am Morgen im Wasser gefunden, berichtet die "Bild"-Zeitung. Am Ufer habe neben Kleidungsstücken und einer Handtasche ein Tretroller gestanden, deshalb vermute die Polizei, dass sich auch noch ein Kind in der Alster befinden könne. Taucher suchten das Wasser im Uferbereich ab.

+++ 11.24 Uhr: Alarmstufe "Rot" in Peking wegen extremen Smogs +++

Zum ersten Mal in diesem Jahr hat Peking wegen enormer Luftverschmutzung die höchste Alarmstufe "Rot" ausgerufen. Damit gelten von Freitagabend bis Mittwoch weitreichende Fahrbeschränkungen, wie die Umweltbehörde in Peking mitteilte. Einige Fabriken müssen die Produktion herunterfahren oder gar stoppen. Kindergärten und Grundschulen wurden angewiesen, den Unterricht ausfallen zu lassen, damit die Schüler zu Hause bleiben können. China hat der Luftverschmutzung den Kampf angesagt. Zuletzt mehrten sich kritische Stimmen in der Bevölkerung und unter Experten, wonach zu langsam Fortschritte erzielt würden.

+++ 11.11 Uhr: Bayerischer Abgeordneter Förster bleibt in U-Haft +++

Der bayerische Landtagsabgeordnete Linus Förster bleibt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft. Dies entschied das Amtsgericht Augsburg nach einer Vernehmung des 51-Jährigen, wie die Augsburger Staatsanwaltschaft mitteilte. Förster war Donnerstagabend von der Polizei verhaftet worden. Die Vorwürfe lauten schwerer sexueller Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person, Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen, vorsätzliche Körperverletzung und Besitz kinderpornografischer Schriften. Förster ist bereits aus der SPD ausgetreten und will sein Landtagsmandat zum Ende des Jahres niederlegen.

+++ 10.43 Uhr: Münzschatz in Brandenburg entdeckt +++

Archäologen haben bei Grabungen im ehemaligen Schlossviertel von Altlandsberg (Brandenburg) einen Münzschatz entdeckt. Es seien mehr als 8000 mittelalterliche Münzen gefunden worden, sagte Bürgermeister Arno Jaeschke (parteilos). Die Wissenschaftler stießen in einer Torfschicht auf ein getöpfertes Gefäß mit den Geldstücken unterschiedlicher Prägungen und Größenordnungen. Nach einer ersten Experteneinschätzung handle es sich um "13 Prager und Meißner Silbergroschen", "elf rheinische Reichsgoldgulden" sowie "circa 8000 silberne Hohlpfennige", schreibt die "Märkische Oderzeitung" unter Berufung auf Archäologen.

Als "möglicher historischer Kontext" wird das Vergraben mit den Hussitenkämpfen um 1432 in Verbindung gebracht, hieß es. Damals wurde auch Altlandsberg am östlichen Berliner Stadtrand belagert. 

Obama kündigt Reaktion an


+++ 10.39 Uhr: Bundesanwaltschaft ermittelt wegen Nagelbombe in Ludwigshafen +++

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Fundes einer Nagelbombe in Ludwigshafen. "Wir können aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben machen", sagte der stellvertretende Pressesprecher der Behörde in Karlsruhe. Nach "Focus"-Informationen soll ein zwölfjähriger Junge versucht haben, einen Bombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt in der rheinland-pfälzischen Stadt zu verüben. Das Magazin beruft sich in seinem Bericht vom Freitag auf Angaben der Justiz- und Sicherheitsbehörden. Demnach kam es nur deshalb nicht zu einer Detonation, weil der Sprengsatz nicht zündete.

+++ 10.20 Uhr: Evakuierungen aus Aleppo ausgesetzt +++

Die Evakuierungen aus der syrischen Metropole Aleppo sind nach Angaben der Sicherheitskräfte vorübergehend ausgesetzt worden. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte der Nachrichtenagentur AFP, die bewaffneten Aufständischen hielten "die Bedingungen der Vereinbarung nicht ein". Die Evakuierungen hatten gestern begonnen und die Nacht über angedauert. Auf Twitter werden Schüsse im Westteil von Aleppo und Angriffe auf eine Fahrzeugkolonne mit Evakuierten gemeldet. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

+++ 10.10 Uhr: Zahl der Heimkinder in Deutschland stark gestiegen +++

Die Zahl der Heimkinder in Deutschland ist vor allem durch die hierher gekommenen vielen minderjährigen Flüchtlinge im Jahr 2015 um 25 Prozent gestiegen. Für 49.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene habe vergangenes Jahr die Erziehung in einem Heim oder in einer betreuten Wohnform begonnen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Besonders groß war der Anstieg bei den Jungen und jungen Männern. Dort erhöhte sich die Zahl um 46 Prozent auf 32.800. Der Anteil der in Heimen untergebrachten Jungen und jungen Männer mit Migrationshintergrund habe sich von knapp 40 Prozent im Jahr 2014 auf 62 Prozent in 2015 erhöht.

Die Statistiker sehen die hohe Zahl der unbegleitet eingereisten Minderjährigen als Grund für diese Entwicklung. So sei besonders in der Gruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen der Anstieg groß gewesen, die Zahl der begonnenen Hilfen habe sich von 7000 Fällen im Jahr 2014 auf 14.400 Fälle im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Bei den Mädchen und jungen Frauen habe sich die Zahl der Erziehungen in einem Heim oder einer betreuten Wohnform dagegen um drei Prozent auf 16.700 Fälle reduziert. In insgesamt 38 Prozent aller Fälle war der Hauptgrund für die Unterbringung die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder eines Elternteils.

+++ 9.45 Uhr: Putin nennt Waffenruhe in ganz Syrien als "nächsten Schritt" +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich für eine Einigung aller Konfliktparteien in Syrien auf einen nationalen Waffenstillstand ausgesprochen. Am Rande seines Staatsbesuchs in Japan sagte Putin, als "nächster Schritt" nach der Rückeroberung der Großstadt Aleppo durch die syrischen Regierungstruppen müsse eine "vollständige Waffenruhe für ganz Syrien" erreicht werden. "Wir verhandeln aktiv mit Mitgliedern der bewaffneten Opposition - mit der Vermittlung der Türkei", fügte Putin hinzu. Im Gespräch seien Friedensgespräche, möglicherweise in der kasachischen Hauptstadt Astana.

Auf Drängen Frankreichs berät der UN-Sicherheitsrat heute über die Lage in Syrien, insbesondere im nördlichen Aleppo. Paris dringt auf die Entsendung internationaler Beobachter, um die Evakuierungen und humanitäre Hilfslieferungen zu überwachen. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura forderte eindringlich einen Waffenstillstand und eine politische Lösung für den Syrien-Krieg. Ohne eine Einigung drohe die Rebellenhochburg Idlib zum "nächsten Aleppo" zu werden.

+++ 9.06 Uhr: Lufthansa und Piloten vereinbaren Schlichtung +++

Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wollen ihren jahrelangen Konflikt um die Vergütung mit Hilfe eines Schlichters lösen. Man haben sich darauf geeinigt, gemeinsam einen Schlichter zum Vergütungstarifvertrag anzurufen, erklärten beide Seiten in Frankfurt. Keine Angaben wurden zu seiner Person gemacht. Die Schlichtung soll bis Ende Januar abgeschlossen sein.

Die Piloten hatten zuletzt Ende November in der 14. Runde sechs Tage lang gestreikt und dem Unternehmen einen Schaden von rund 100 Millionen Euro zugefügt. Rund 4450 Flüge mit 525.000 betroffenen Passagieren blieben am Boden.

+++ 8.56 Uhr: Vier Schwerverletzte bei Auseinandersetzung in Heidelberger Musikklub +++

Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung in einem Musikklub im baden-württembergischen Heidelberg sind in der Nacht zum Freitag vier Menschen schwer verletzt worden. Die Hintergründe des Vorfalls im Stadtteil Bergheim seien unklar, teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und die Polizei in Mannheim mit. Es sei aber offenbar ein Messer zum Einsatz gekommen.

Die Polizei fahndet nach eigenen Angaben mit einem Großaufgebot nach einem flüchtigen Täter. Die Verletzten seien nach einer notärztlichen Behandlung vor Ort mit Rettungswagen in eine Klinik gebracht worden.

+++ 8.41 Uhr: Evakuierung von Ost-Aleppo kommt offenbar nur langsam voran +++

Die Evakuierung der Rebellengebiete in Aleppo läuft nach Angaben von Aktivisten nur schleppend. Augenzeugen zufolge warten Tausende bei Wintertemperaturen auf Busse, die sie aus der Stadt bringen sollen. "Das Problem ist, dass nicht viele Busse kommen", berichtet ein Mitglied der Rettungsorganisation Weißhelme.

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte laufen die Vorbereitungen für den nächsten Konvoi. Die Evakuierung hatte gestern begonnen. Aus syrischen Regierungskreisen hieß es, bislang hätten mehr als 8000 Menschen Ost-Aleppo verlassen. Nach russischen Angaben wurden bisher rund 6500 Menschen aus der Stadt gebracht, wie die Agentur Tass berichtet. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hatte am Donnerstag erklärt, die Evakuierung könne noch Tage dauern.

+++ 7.28 Uhr: Junge plante angeblich Bombenanschlag in Ludwigshafen +++

Ein zwölfjähriger Junge hat nach "Focus"-Informationen angeblich versucht, einen Nagelbombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen zu verüben. Das Magazin beruft sich in seinem Bericht auf Angaben der Justiz- und Sicherheitsbehörden. Darin heißt es weiter, nach Erkenntnissen der Ermittler sei der "stark religiös radikalisierte" Junge womöglich von einem "unbekannten Mitglied" der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) "angestiftet oder angeleitet" worden. Demnach kam es am 26. November nur deshalb nicht zu einer Detonation, weil der Sprengsatz nicht zündete.

Nach "Focus"-Informationen ermittelt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wegen des Verdachts einer "schweren staatsgefährdenden Gewalttat". Das zuständige Polizeipräsidium Rheinpfalz verwies am Freitagmorgen auf DPA-Anfrage auf den Generalbundesanwalt. In Karlsruhe war bislang keine Stellungnahme zu erhalten.

+++ 6.54 Uhr: Polizei nimmt bayerischen SPD-Abgeordneten Förster fest +++

Der Landtagsabgeordnete Linus Förster

Der Landtagsabgeordnete Linus Förster: Der Landtag hatte am Mittwoch die Immunität des SPD-Politikers aufgehoben.

Die Polizei hat den bayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Linus Förster festgenommen. Das bestätigte sein Anwalt Walter Rubach der Deutschen Presse-Agentur. Zu den genauen Vorwürfen äußerte Rubach sich zunächst nicht. Zuerst hatte die "Augsburger Allgemeine" darüber berichtet.

Mitte November war bekanntgeworden, dass gegen Förster wegen Verdachts der Körperverletzung ermittelt wird. Zudem soll er illegal Bilder einer erwachsenen Frau gemacht haben. Bei einer Razzia waren auch Försters Räume in München und Augsburg durchsucht worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem auf der Grundlage eines Paragrafen, der sich auf voyeuristische Spannerfotos oder Aufnahmen von hilflosen Personen bezieht.

Förster hatte angekündigt, sein Landtagsmandat zum Ende des Jahres niederzulegen. Damit die Staatsanwaltschaft schon früher umfänglich gegen den 51-Jährigen ermitteln kann, hatte der Landtag am Mittwochabend die Immunität des Politikers aufgehoben.

+++ 6.34 Uhr: Mann stürzt nach Feier aus Dachgeschosswohnung +++

Nach seiner Geburtstagsfeier ist ein 25 Jahre alter Mann in der Nacht zu Freitag aus einer Dachgeschosswohnung in Bremerhaven in den Hof gestürzt. Dabei verletzte er sich schwer, wie die Feuerwehr am mitteilte. Die Einsatzkräfte befreiten den 25-Jährigen mithilfe einer Drehleiter aus dem schwer erreichbaren Hof, wie es weiter hieß. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallursache war ist Angaben eines Polizeisprechers unklar. Es könne ausgeschlossen werden, dass ein Balkon abgebrochen sei. Wie tief der Mann fiel, blieb zunächst offen.

+++ 6.32 Uhr: Online-Sprechstunden sollen Hausärztemangel abfedern +++

Die Digitalisierung kann aus Sicht der Techniker Krankenkasse Engpässe bei den Hausärzten insbesondere auf dem Land abfedern. "Die Zahl der Ärzte wird kleiner, die der Patienten größer, da kann Fernbehandlung in der Fläche für Entlastung sorgen", sagte der baden-württembergische Landeschef der Techniker Krankenkasse, Andreas Vogt, der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Den Schritt ins digitale Zeitalter ermöglicht die Landesärztekammer: Sie hat als erste in Deutschland den Beschluss gefasst, Ausnahmen vom Fernbehandlungsverbot zu erlauben. "Viele Probleme sind am Telefon zu lösen", so Vogt.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg organisiert mindestens zwei Modellversuche zu Online-Sprechstunden - einen in der Stadt, einen im ländlichen Raum. Dabei können sich Patienten von Mitte kommenden Jahres an über das Telefon oder online behandeln lassen, ohne den Arzt jemals zuvor persönlich getroffen zu haben. "Die Nachfrage ist da", sagt Kai Sonntag von der KV.

+++ 5.51 Uhr: Elf Kilometer lange Geisterfahrt auf Autobahn endet glimpflich +++

Eine 72-Jährige hat eine elf Kilometer lange Geisterfahrt auf der Autobahn 5 ohne Zusammenstoß überstanden. In der Nacht zum Freitag hatten mehrere Autofahrer ihren Wagen gemeldet, der in Baden-Württemberg auf der A5 zwischen Achern und Appenweier in falscher Richtung unterwegs war, wie die Polizei mitteilte. Als eine Polizeistreife die Frau erreichte, hielt sie auf dem Seitenstreifen an. Weshalb sie zur Geisterfahrerin wurde, blieb zunächst unklar.

+++ 5.21 Uhr: Schwarzer Ex-Polizist in Milwaukee wegen Totschlags angeklagt +++

In den USA ist ein schwarzer Ex-Polizist wegen Totschlags angeklagt worden. Dem 24-jährigen Dominique Heaggan-Brown drohen bis zu 60 Jahre Haft, weil er Mitte August den ebenfalls schwarzen Sylville Smith im US-Bundesstaat Wisconsin bei einer Verfolgungsjagd getötet hatte. Der Tod des bewaffneten 23-Jährigen hatte zu zweitägigen Krawallen in der Stadt Milwaukee im Mittleren Westen der USA geführt.

Videomaterial von Körperkameras der Beamten hatten gezeigt, dass der Polizist den Mann, den er wegen eines mutmaßlichen Drogendelikts verfolgte, erst in den Arm schoss. Der junge Mann stürzte und verlor seine Waffe. Dennoch feuerte der Beamte einen zweiten, diesmal tödlichen Schuss in die Brust des Opfers ab. Heaggan-Brown wurde im Oktober wegen eines mutmaßlichen sexuellen Übergriffs aus dem Polizeidienst entlassen.

+++ 5.07 Uhr: FDP will Fairness-Abkommen für Bundestagswahlkampf +++

Die FDP hat die anderen Parteien aufgefordert, für den kommenden Bundestagswahlkampf ein Fairnessabkommen abzuschließen. Dieses solle persönliche Verunglimpfungen, organisierte Störaktionen, Falschnachrichten und Social Bots ausschließen, sagte FDP-Generalsekretärin Nicola Beer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das Abkommen könnte durch eine Beobachtungsstelle ergänzt werden, die Verstöße veröffentlicht. Zugleich sei die Internet-Community aufgefordert, selbst aktiver gegen "die massive Verrohung der Sitten" vorzugehen", die selbst vor Morddrohungen nicht haltmache.

Beer warf den Betreibern der sozialen Netzwerke vor, nicht entschlossen und konsequent genug gegen Hass-Posts, Propaganda, Identitätsdiebstahl und Social Bots vorzugehen. Sie würden so zu Helfern des russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Putin wird versuchen, Europa und Deutschland durch Manipulation zu destabilisieren." Mit Social Bots können massenhaft Einträge bei Diensten wie Twitter oder Facebook automatisch generiert werden, die so aussehen wie Posts von menschlichen Nutzern.

+++ 5.00 Uhr: Evakuierung von Ost-Aleppo dauert wohl noch Tage +++

Die Evakuierungsmission in den Rebellengebieten von Ost-Aleppo könnte nach Ansicht von Helfern noch Tage dauern. Bis zum späten Donnerstagabend seien etwa 3000 Zivilisten und einige Verletzte aus der Stadt herausgebracht worden, sagte die Leiterin der Mission des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Marianne Gasser. Trotz Dunkelheit sei die Mission zunächst weitergelaufen, die Busse seien erneut in die Rebellengebiete aufgebrochen.

+++ 4.31 Uhr: Polizisten erschnuppern Cannabis-Plantage +++

Polizisten haben dank ihrer geübten Nasen eine Cannabis-Plantage in Sachsen gefunden. Sie bemerkten am Donnerstag in der Ortschaft Muldenhammer einen verdächtigen Geruch und folgten ihm bis zu einem Schuppen. Bei der Durchsuchung des beheizten Gebäudes entdeckten sie mehr als 50 Cannabis-Pflanzen, wie die Polizei heute Morgen mitteilte. Der Schuppen stand auf dem Grundstück eines 39 Jahre alten Mannes. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts auf illegalen Anbau von Betäubungsmitteln ermittelt. Eigentlich hatten die Polizisten in der Gegend wegen eines Einbruchs in einer Garage ermittelt.

+++ 4.21 Uhr: Künftiger UN-Chef hebt drei Frauen in Spitzenämter +++

Der künftige UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat drei Frauen in Spitzenämter berufen. Die Nigerianerin Amina Mohammed wird seine Stellvertreterin und die Brasilianerin Maria Luiza Ribeiro Viotti Kabinettschefin, wie Guterres in New York mitteilte. Zudem erhalte die Südkoreanerin Kang Kyung Wha die neu geschaffene Position der Strategieberaterin. Kang war zuvor stellvertretende Koordinatorin für humanitäre Hilfe. Mohammed ist derzeit Nigerias Umweltministerin, Viotti arbeitet in Brasiliens Außenministerium. Der Portugiese Guterres soll am 1. Januar den Posten des UN-Generalsekretärs vom derzeit amtierenden Südkoreaner Ban Ki Moon übernehmen.

+++ 3.25 Uhr: Obama kündigt Vergeltung für russische Hackerangriffe an +++

US-Präsident Barack Obama hat Vergeltung für russische Hackerangriffe während des US-Wahlkampfs angekündigt. "Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass wir handeln müssen, wenn eine ausländische Regierung versucht, die Integrität unserer Wahlen anzugreifen", sagte Obama dem Rundfunksender NPR. "Und das werden wir, zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, den wir bestimmen."

+++ 2.28 Uhr: Drei Kinder aus brennendem Haus gerettet +++

Drei Kinder haben den Brand ihres Spielzimmers in einem Wohnhaus in der Oberpfalz unversehrt überstanden. Als das Feuer am Donnerstagabend in dem Zimmer im ersten Stock ausbrach, waren ein elfjähriger Junge, seine 14 Jahre alte Schwester und der achtjährige Freund der beiden im Erdgeschoss, wie die Polizei mitteilte. Der Elfjährige bemerkte das Feuer, als er Spielzeug aus dem Kinderzimmer des Hauses in Auerbach holen wollte.

Er rief den Vater des anderen Jungen, der gerade im Haus angekommen war, um seinen Sohn abzuholen. Der Mann brachte die Kinder in Sicherheit und alarmierte die Feuerwehr. Die Brandursache ist noch unklar. Das Kinderzimmer brannte vollständig aus, der Sachschaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro.

+++ 2.16 Uhr: Deutscher Film "Toni Erdmann" hat Chancen auf Oscar +++

Die Oscar-Chancen für den deutschen Film "Toni Erdmann" haben sich erheblich vergrößert. Die gefeierte Vater-Tochter-Geschichte von Regisseurin Maren Ade schaffte es auf die "Shortlist" von insgesamt neun Kandidaten, wie die Oscar-Akademie im kalifornischen Beverly Hills mitteilte. 85 Länder hatten sich für 2017 um den Oscar in der Sparte "nicht-englischsprachiger Film" beworben.

Neben Deutschland kamen unter anderem die Filme "The Salesman" (Iran), "Ein Mann namens Ove" (Schweden), "Einfach das Ende der Welt" (Kanada) und "Unter dem Sand - Das Versprechen der Freiheit" (Dänemark) in die Vorauswahl.

Am 24. Januar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl kommen. Die Preisverleihung geht dann am 26. Februar über die Bühne.

+++ 1.58 Uhr: Julia Roberts spielt erstmals in TV-Serie mit +++

Oscar-Preisträgerin Julia Roberts (49, "Erin Brockovich") wird erstmals in einer TV-Serie mitspielen. Wie das US-Branchenblatt "Variety" berichtet, übernimmt Hollywoods "Pretty Woman" die Hauptrolle in einer geplanten Serie nach der Bestseller-Vorlage "Today Will Be Different". Die amerikanische Autorin Maria Semple beschreibt darin einen Tag im Leben einer Frau, die plötzlich beschließt, überfällige Alltagsdinge und aufgeschobene Projekte in Angriff zu nehmen. Doch Familie und Freunde bringen ihren Plan durcheinander.

Roberts, die auch als ausführende Produzentin an Bord ist, war zuletzt mit George Clooney in dem Film "Money Monster" (2016) auf der Leinwand zu sehen. Für ihre Rolle in dem Sozialdrama "Erin Brockovich" (2000) wurde sie mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

+++ 0.42 Uhr: EU-Türkei-Gipfel im Frühjahr 2017 möglich +++

Die EU geht auf die Türkei zu und plant voraussichtlich im kommenden Frühjahr ein gemeinsames Gipfeltreffen. Er sei mit den Vorbereitungen beauftragt worden, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach dem Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Als Termin ist nach Angaben von EU-Diplomaten ein Datum nach dem EU-Gipfel am 10. März anvisiert. Der letzte EU-Türkei-Gipfel fand im März 2016 statt.

"Wir haben genug Themen, die eine Initiative wie einen solchen Gipfel rechtfertigen", sagte Tusk. Als Beispiele nannte er die Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise und im Handelsbereich. Die Türkei und die EU bilden eine Zollunion, in der niedrigere Handelshürden für bestimmte Güter gelten. 

+++ 0.34 Uhr: Obama dankt Erdogan wegen Aleppo +++

US-Präsident Barack Obama hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für dessen Bemühungen gedankt, eine Waffenruhe für das syrische Aleppo zu erreichen. In einem Telefongespräch zeigten sich die beiden nach Angaben des Weißen Hauses einig, dass für Syrien eine landesweite Feuerpause nötig sei und eine politische Lösung gefunden werden müsse. Den Angaben zufolge sei man sich auch einig gewesen, im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und die Terrormiliz Islamischer Staat vereint und in enger Abstimmung stehen zu müssen. Auch habe man gegenseitige Wertschätzung für das warme und produktive Verhältnis zum Ausdruck gebracht, das die USA und die Türkei in den vergangenen acht Jahren gepflegt hätten. Man sei sich einig gewesen, dass die Fortsetzung enger Beziehungen im Interesse beider Länder liege.

Die Mitteilung steht im Gegensatz zum zuletzt angespannten Verhältnis der Nato-Partner USA und Türkei. Hauptgrund ist der politische Kurs der Türkei.

+++ 0.07 Uhr: Ein Toter bei Explosion eines Wohnhauses in Niedersachsen +++

Bei der Explosion eines Wohnhauses in Kalbe (Kreis Rotenburg) in Niedersachsen ist ein Mann ums Leben gekommen. Die heftige Detonation ereignete sich am Donnerstagabend, wie die Polizei mitteilte. Bei ihrem Eintreffen habe sie ein "erschreckendes Bild" vorgefunden. Ein Sprecher sprach von "sehr großer Zerstörung". Das explodierte Haus brannte, Trümmer lagen in der Nachbarschaft verstreut und hatten andere Gebäude beschädigt. In den Trümmern fanden Rettungskräfte die Leiche eines Mannes. Es ist noch unklar, um wen es sich dabei handelt. Zur Explosionsursache kann die Polizei noch keine Angaben machen.

+++ 0.00 Uhr: EU-Gipfel endet mit Appell zum Schutz der Bevölkerung von Aleppo +++

Mit einem Appell zum Schutz der Bevölkerung der syrischen Großstadt Aleppo ist in Brüssel der EU-Gipfel zu Ende gegangen. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte, Zivilisten müssten die umkämpfte Stadt "unter neutraler internationaler Aufsicht" verlassen können. Notwendig seien "humanitäre Korridore", der Schutz der Zivilisten habe "absolute Priorität".

Zugleich räumte Tusk ein, angesichts der "Brutalität des (syrischen) Regimes" und seiner Verbündeten Russland und Iran sei Europa im Syrienkonflikt "nicht so effektiv, wie wir es gerne wären". Die EU sei aber nicht gleichgültig gegenüber dem Leid der Menschen in Syrien.

mad / DPA / AFP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(